Mittwoch, 3. April 2019

Wenn's läuft, oder auch nicht

Hallo,

nach meinem Frankreich-Ultra-Abenteuer waren meine Beine dann doch etwas schwer und träge, aber nichts desto trotz wollte ich sie ein wenig in Bewegung halten. Und so fuhr ich Mittwochs drauf mit meinen Laufsachen im Auto zur Arbeit mit dem Vorsatz nach der Arbeit direkt eine Runde zu drehen. Nur leider lief dann was anderes nicht. Mein Auto. Und zwar auf der Hinfahrt. Motorschaden mitten im Tunnel während des Berufsverkehrs. An diesem Tag war dann wohl dann ich mitverantwortlich für den täglichen Stau.
Nachdem sich der Schreck etwas gelegt hatte, der Abschlepper mich in der Nähe der Arbeit abgesetzt hatte war ich dann ganz froh meine Laufsachen dabei zu haben. So hatte ich wenigstens eine Alternative für den Heimweg. Und diese 17 km liefen dann auch erstaunlich gut. Zumindest für den Frust der in mir saß und die Tatsache dass ich 3 Tage vorher 55 km absolviert hatte.



Am drauf folgenden Wochenende hätte ich zwar gerne einen Longrun für die nächsten Abenteuer eingeplant, aber sowohl Schlafmangel und auch die doch zu müden Beine verhinderten dies. So kam dann auch gerade mal eine 50 km Woche zusammen. Ist okay, gerade als Regeneration.

Aber da doch andere Dinge anstehen sollte es dann wieder rund gehen. Bis zum Freitag war es jedoch mau mit der Zeit, dafür hatte ich dann Freitag frei. Und nachdem ich den Morgen bereits bei herrlichem Sonnenschein im Kindergarten verbracht habe musste ich mittags einfach raus. Geplant waren ca. 17 km, erst am Neckar entlang, dann wellig zurück. Doch schon zu Beginn lief ich erstmal eine extra Schleife und hatte schnell 2 km mehr auf der Uhr als es weg vom Fluss gehen sollte. Dort begann dann mal wieder, leider, ein Irrlauf durch die Stadtteile. Auf meine Orientierung war auch kein Verlass mehr. Irgendwann fragte ich dann doch lieber nach dem Weg. Zu dem Zeitpunkt hatte mein Magen mir allerdings schon erhebliche Probleme bereitet und ich hoffte den schnellsten Weg zu finden. Denn seit dem Frühstück war viel Zeit vergangen und mein Bauch war leider komplett leer. So verging km um km und bald hatte ich den Halbmarathon voll. Aber immerhin wusste ich dort dass es nur noch nur 4 km sind. Und auch wenn es einem dreckig geht. 4 Km gehen immer.
Zu hause erstmal die Energiereserven aufgetankt und gut regeneriert. Samstag dann Ruhetag und Sonntags solange meine Familie im Theater war wollte ich noch eine Runde drehen.
Diesmal komplett nüchtern am Morgen, aber wenigstens mit 0,5 l Wasser dabei. Und dem Vorsatz zum ersten Mal eine 3 vorne auf der GPS-Uhr zu haben dieses Jahr.
Wieder ging es am Neckar entlang los, dieses Mal in die andere Richtung. Und nach 11 km von dort dann wieder nach oben in Richtung Ludwigsburg. Gedanklich plante ich schon die Kilometer und hatte die Befürchtung es könnten 2 zu wenig werden. Trotzdem entschied ich mich in dieser frühen Phase gegen einen Umweg und plante diesen lieber für später ein. Bei Km 17 und 18 kam ich dann an 2 Schlössern vorbei und musste dann kurz durch die Stadt laufen. Dann anschließend durch den Stadtwald wo mir schon wieder zu viel los war und wieder raus auf die Felder, immer leicht abfallend Richtung Neckar. Unterwegs merkte ich dann doch die aufkommende Wärme des Tages. 20°C sollten es am letzten Märztag dann auch werden. Ich war zwar im T-Shirt unterwegs, aber noch nicht klimatisch angepasst. Und das Wasser wurde knapp. Und die Kilometer voller. Km 28 war ich wieder am Neckar, von dort sind es auf dem schnellsten Weg 4 km bis nach Hause, entlang des schöneren Weges an der Rems entlang ein km mehr. Und so bestand dann auch erst der letzte der 33 km aus einem kräftezehrenden, aber komplett durchgelaufenen, Anstieg.
Glücklich, und garnicht so fertig wie erwartet, war ich noch vor meiner Familie zu Hause. Und nach einer Dusche kam der gemütliche Teil:


Alkoholfrei natürlich. Ein wahrer Durstlöscher.

Vorgestern ging es dann auf Geschäftsreise, Slowenien ruft. Und 14 km und zum ersten Mal dort ein erklommener Hügel / Berg stand auf dem Programm. Bisher hatten mich dort immer endende Straßen oder Wachhunde  davor abgehalten einen der Berge zu erklimmen.

Nach diesem Pensum über 4 Tage darf ich nun wohl auch wieder positiv in die Zukunft schauen denn schon in 11 Tagen steht der nächste Marathon an.

Kommentare:

  1. Moin Markus,

    33 km nüchtern, Du bist echt ein harter Bursche!

    Ich hoffe Du hast den Motor Deines Autos nicht genauso nüchtern (Öl) gehalten, dann wäre der Motorschaden kein Wunder gewesen ;-) Mitten im Tunnel, dass ist übel. Aber der 206er ist auch schon ein Schätzchen, gelle?

    Strammes Laufprogramm, Du bist fit. Ich drück Dir die Daumen, dass Du es dieses Mal auch am Marathontag bist!

    VGV

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    1. Ja, er war ein tolles Auto. Jetzt erstmal auch gedanklich wieder nullen und dann mit einem neuen Gefährt auf zu neuen Abenteuern

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  2. Lieber Markus,
    welch eine Laufenergie! Da kann der Marathon locker kommen!
    Ha, und ich erkenne die Flasche der Brauerei, die mein Lieblingsradler mixt :-)!
    Du lackierst Dir die Fußnägel? Ist das das Geheimnis Deiner Schnelligkeit?
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. Ja, das Bier oder Michgetränk ist wirklich sehr lecker und erfrischend ;)
      Ja, klar. Läufst du ohne Lack oder etwas mit groß genugen Schuhen? :p

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  3. Hi, Markus, liest sich gut, hast ja einiges hinter und auch vor dir ! Das mit dem Auto ist ärgerlich, aber reparabel, nur das zählt - und jetzt steigst du wohl in die Vollen ! Viel Glück dabei !

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    1. Leider nicht mehr wirtschaftlich reparabel, aber trotzdem zu verkraften. Und ja, die Zukunft darf kommen.

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  4. Hallo Markus,
    siehste Mal, selbst bei Autopannen sind Läufer klar im Vorteil! ;)
    Super, dass es bei dir so gut läuft - für den Marathon wünsch ich dir gute Beine und viel Spass! :D

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    1. Ohja, ohne die Laufsachen wäre das ein mühsamer Heimweg geworden :D

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  5. Abenteuer pur, wenn auch nicht geplant...aber so eine Panne ist wirklich Mist und dann auch noch der Sündenbock im Berufsverkehr ;-)

    Salut

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    1. Tja, irgendeiner ist's halt immer. Aber in der Zwischenzeit kann ich drüber lachen

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  6. Glückwunsch zum Ultrafinish! Und denk auch an die Regeneration ;-)

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  7. Lieber Markus,
    na zum Glück bist du Läufer und kommst auch ohne Auto wieder heim. Am besten im Dunkeln, damit dich keiner als den Stauverzursacher erkennt :-))))
    Das mit den nüchtern Laufen ist ganz schön krass. Ich mache das ja auch, aber eher so 60-70 Minuten.
    Aber der Körper gewöhnt sich tatsächlich dran.
    Ich wünsche dir gute Beine für den Marathon, aber ich denke, genug Vorbereitung hast du :-)
    Liebe Grüße
    Helge

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    1. Die nüchternen Läufe liegen mir einfach. Zwar auch nur bis zu nem gewissen grad, aber komme doch recht weit in dieser Zeit und vielleicht am Sonntag auch über ne ganze Marathondistanz

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  8. Lieber Markus,
    ich laufe ja auch sehr gerne nüchtern am Morgen, aber 33 km… 😳 Du bist einfach eine Maschine 😜
    Das mit dem Auto ist zwar ärgerlich, aber wenigstens hattest Du am genau richtigen Tag die Laufklamotten eingepackt – perfekt um den Frust am Ende des Tages loszuwerden 😉
    Liebe Grüße Anna

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    1. Von ner Maschine bin ich leider etwas entfernt, die würde nicht jammern ;)
      Ja, manchmal muss man den Frust einfach rauslaufen!

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  9. Lieber Markus,
    als wäre es eine Vorahnung gewesen, aber so hattest du die richtige Ausrüstung für den Rückweg ... und langsam, da die Form "wiederkommt", auch die richtige Fitness für das nächste Abenteuer (Marathon)!
    Viel Glück dabei ... und auch bei der Auswahl fürs neue Gefährt! ;-)
    LG Manfred

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    1. Ich glaube es ist wohl besser nie wieder Laufsachen im Auto mtzuführen, wenn das dann jedes Mal eine Vorahnung sein könnte :D

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