Dienstag, 27. November 2018

Wenn die Pferde mit mir auf dem Rößle durchdrehen

Hallo,

das war er wieder. Der zweite Rößleweg RunMob in Stuttgart. Das nicht genehmigte und wohl auch niemals genemigungsfähige "Rennen" rund um Stuttgart. Zwar könnte man dort ständig in eine Straßenbahn steigen und trotzdem ist der Weg sehr viel in der Natur. Durch Weinberge hoch und runter, in Wäldern und durch Gartenanlagen. Ständig hoch und runter, so dass man am Ende bei 57 km etwa 1200 Höhenmeter hinter sich hat.
Und auch ganz viel im Bauch. Denn dank vieler freiwilliger Helfer gab es unterwegs 4 Verpflegungsstände die uns mit allerlei Köstlichkeiten verwöhnt haben. Wer wollte bekam auch Glühwein und Bier.
Los geht's
inoffizielle Wegmarkierungen vorhanden
Offzielle und
So starten am Sonntag Morgen dann knapp 50 buntgekleidete Läufer. Manch einer von Anfang an gemächlich und nur zum Genuss und andere wieder rum mit dem Vorhaben eine ordentliche Zeit unter die Sohlen zu bekommen. Mein Plan war es möglichst lange vorne dran zu bleiben und dann vielleicht zum Ende hin etwas schneller ins Ziel zu kommen als im Jahr zuvor.
Nunja, wenn die Rennpferde jedoch vorne erstmal losgelassen werden dann lassen die sich wohl nur noch schwer zügeln. Und so kam ich in einem Schnitt voran der vollkommen unvernünftig war und lange um die 4:30 min/km lag. Das dies nicht gut gehen würde war klar, aber ganz alleine wollte ich eben auch nicht laufen.
Bei Km 19 dann der erste VP und mit ein paar Keksen in der Hand ging es gleich weiter. Jetzt endlich auch mal ein längeres Stück bergab. Zu dem Zeitpunkt merkte ich jedoch auch dass eine meiner Trinkflaschen unddicht war und meine Jacke auf der einen Seite komplett nass wurde. Fühlte sich sehr unangenehm an; ließ sich aber nicht ändern. Kurz vor VP 2 bei der Hälfte der Strecke wurde ich dann eingeholt denn bis dahin war ich dann alleine unterwegs. Überraschenderweise jedoch von jemanden den ich vor mir vermutet hatte. Nach einem Schluck Cola und ein paar Gummibärchen ging es weiter zu einem Treppe die ich einfach nicht mag. Trägt sich doch auch noch den passenden Namen "Kotzenloch". So fühlt es sich dann auch oft an. Dafür hat man oben wieder einen grandiosen Ausblick über den Stuttgarter Talkessel wie an so vielen Stellen. Trotzdem ging es erstmal wieder hinab um dann durch Weinberge und eklig steil wieder Kraft aus den Beinen zu rauben. In der Zwischenzeit leider auch mit einigen Krämpfen in den Beinen. Oben angekommen VP 3 mit etwas mehr Cola und frischem Wasser ging es schon bald weiter. Sogar kurz auf Platz 3 liegend, jedoch nicht mehr gewillt unbedingt alles laufen zu müssen und sofort wieder überholt. Mental war ich schon fast K.O. Aber zum tiefsten Punkt der Strecke konnte ich dann doch noch laufen. Und als ich dann am Neckar ankam wollte es der Zufall das dort gerade eine Freundin walkte und ich dann einige Minuten quatschend und entspannt dort verbrachte. Doch das Ziel war noch immer 15 km entfernt. Und der höchste Punkt noch vor mir.
Immer weiter ...
Von dort an quälte ich mich ziemlich zur VP 4. Immer wieder kleine giftige Anstiege die ich nur noch gehend zurück legen konnte. Und Treppen. Nicht mehr schön. Aber eben geschafft. Am liebsten wäre ich dann jedoch bei VP 4 ausgestiegen. Immerhin war ich nun seit fast 20 Kilometer allein unterwegs und von Krämpfen geplagt.
Während ich da stand, Chips, Schokolade, Gummibärchen und andere Leckereien genoss kam jedoch der nächste Läufer und mit ihm zusammen zog ich dann weiter. Zwar nur einen Kilometer, eben bis zum nächsten leichten Anstieg, aber ich war wieder unterwegs. Und so versuchte ich zu laufen was eben noch ging. Bis zum "Endgegner". Die Grabkapelle auf dem Württemberg. Schritt für Schritt trabte ich hinauf. Während sehr viele Ausflügler das tolle Wetter mit strahlend blauen Himmel genossen und mich mitleidig anschauten. Die konnten ja aber auch nicht ahnen dass die Uhr nun schon über 50 Kilometer anzeigt.
Auf dem Weg hinab wurde ich dann nochmals überholt und wollte nur noch in unter 6 Stunden ins Ziel kommen. Das gelang dann auch erstaunlich souverän mit 5:51 h und auf Platz 5 da sich der letzte Überholende an der letzten Kreuzung noch verlaufen hat.
Im Ziel brauchte ich dann erstmal einen Stuhl, 2 Becher Cola und dann trockene Klamotten ehe ich mich noch im Kreise der vielen Laufverrückten entspannte und wieder zu Kräften kam. Sogar ein Zielbier schmeckte mir was  sonst fast nie passiert.
Im Ziel geschafft
Zieleinlauf




Bis dahin:
Jetzt erstmal Regeneration

Markus




Montag, 19. November 2018

Laufuhr defekt - Schwarmwissen erforderlich

Hallo,

als ich heute laufen gehen wollte und GPS starten wollte wunderte ich mich wieso dort das Aktivitätsprotokoll "Indoor Lauf" eingestellt war. Bei meiner Garmin Forerunner 230 kann man nämlich zwischen Laufen & Radfahren jeweils Indoor & Outdoor auswählen. Also wollte ich es natürlich wieder umstellen, aber das "normale" Laufen war nicht mehr zu finden.
Ich bin dann erstmal wieder nach drinnen und habe ein wenig rum versucht und bin dann auf Sonstiges gestoßen. Sieht zumindest so aus wie laufen, aber zeigt leider nicht mehr alles an. So fehlt bei der Uhrzeit die Stundenanzeige. 

 Nunja, nun ist die Uhr bereits über drei Jahre alt und war damals ein Austauschmodell für die FR220 und die war zwei Mal ein Austauschmodell für die FR210. Also meckern käme mir nicht in den Sinn bei der bisherigen Kulanz, aber genervt bin ich nun trotzdem. Gerade als Zahlen- und Faktenfreak will man doch alles ganz genau wissen...

Und deswegen: HILFE!

Ich suche jetzt eine neue Uhr und mit dem "Black Friday" diese Woche hoffe ich noch auf ein Schnäppchen. Wäre ja auch zu schön.
Aber da ich bisher ganz zufrieden war habe ich folgende Wünsche an die neue Uhr:

Must have:
- GPS (nein, ist nicht selbstverständlich hat meine kurze Recherche erbracht)
- lange Akkulaufzeit mit GPS (mind. 16 Stunden)

Nice to have:
- barometrische Höhenmessung
- Navigationsfunktion oder aber zumindest mindestens die Funktion mich zum Ursprungsort zurück zu navigieren
- Funktionen einer Smartwatch (anzeigen Nachrichten auf Uhrdisplay, etc.)

Nicht ganz so wichtig:
- Pulsmessung (egal ob mit Gurt oder am Handgelenk - nutze ich eh kaum)
- Fitnesstracker (Schrittzähler, Schlafüberwachung, etc.)

Und dass alles bitte ich einer guten Qualität zu einem fairen Preis. Ein Batzen Geld will ich dafür eigentlich nicht ausgeben.
Jetzt erkundige ich mich erstmal auf den gängigen Uhrenherstellerwebsites (Garmin, Polar & Suunto). Aber vielleicht gibt es noch einen zuverlässigen Geheimtipp?
welche nutzt du? Was funktioniert gut? Was würdest du dir wünschen? Welche bezahlbaren Tipps hast du?

Bis dahin:
Danke für die Hilfe

Markus