Mittwoch, 27. Juni 2018

So muss es laufen

Hallo,

Sonntag Morgen noch vor 7 Uhr. Ich ziehe meine Laufklamotten an, trinke nochmal etwas und gehe mit Wechselklamotten zum Auto. Nicht weil ich so weit zu einem Wettkampf fahren muss, sondern weil der Start so früh ist. Bereits um 8 Uhr soll ein Lauf stattfinden.
Also kurz Parkplatz suchen, Startnummer abholen, Bekannte grüßen, nochmals auf Toilette und dann langsam aber sicher zum Start schlendern während andere sich warmlaufen. Etwas was ich noch nie getan habe vor einem Wettkampf. Mache ich lieber mit Vollgas auf den ersten Metern :-)
Und so startet dann pünktlich bei angenehmen äußeren Bedingungen mein 10 km Lauf. Passender weise mit dem Namen "Lauf in die Sonne".
Auf Grund dreier Tatsachen rechne ich mir heute etwas aus:
1. Ich kenne den Kurs. Vor vier Jahren bin ich auf der Strecke dritter geworden.
2. Die Ergebnislisten der Vorjahre weisen kaum Zeiten unter 40 min auf.
3. Parallel dazu findet der Stuttgart Lauf statt der tausende, und vor allem schnellere, Läufer anzieht.

Und so starten mit mir etwa 200 Läufer und Walker auf der 10 und einer 5,8 km Distanz. Gleich von vorne herein laufe ich ganz vorne und neben einen der sich aber als Läufer der Kurzdistanz vorstellt. Da aber in diesem Moment einer an uns vorbeistürmt und es einer meiner Konkurrenten sein sollte gebe ich einfach mit Gas.
Der erste flache Kilometer liegt dann mit 3:40 min auch deutlich unter meiner Erwartung und lässt mich schon zweifeln ob die Idee so gut war. Dafür habe ich aber auch schon Abstand zu einer Gruppe hinter mir wie ich in einer der vielen 90° Kurven feststellen konnte. Und von nun an wird es auf den Feldern, zwischen Weizen- und Maisfeldern die in der Morgensonne leuchten hügeliger. Ich laufe so gut es geht, muss jedoch den ersten etwas ziehen lassen. Der Schnitt bleibt jetzt jedoch unter 4 min /km. Nur eine brenzlige Situation gibt es als es zu einem Missverständnis beim Überqueren einer Straße kommt. Die Feuerwehr sperrt, der Fahrer fährt, ich bremse, er bremst, ich laufe weiter. Mit Schreck weiter und immer wieder den Abstand nach hinten kontrollieren. Bleibt relativ kontant und groß genug.
Nach 6 km, wir sind in der Zwischenzeit auf der Strecke der kürzeren Runde, überhole ich dort bereits welche und würde auch etwas zu trinken bekommen. Aber mein nüchterner Magen würde da nun rebellieren und so geht es ohne weiter. In der Vermutung das es der letzte Anstieg sei um eine Putenfarm herum, den Geruch möglichst ausblenden und ständig am Überholen von Läufern. Am Ende sollten es 42 Überholte sein. So kommt zumindest etwas Abwechslung in den sonst einsamen Lauf. Der Führende ist in der Zwischenzeit über alle Berge und ich quäle mich den nun wirklich letzten Anstieg hinauf. Dann hinab und um eine Spitzkehre in der ich einen Läufer hinter mir in nur 120 Meter entfernen sehen kann. Er konnte sich in den Überholenden wohl ziemlich gut verstecken und heranpirschen, aber nun gebe ich auf den letzten 1,5 km nochmals alles und erreiche dann auch als Zweiter in 39:41 min das Ziel.
Ganze 2 Minuten hinter dem Sieger, aber eben Zweiter und sehr glücklich. Jetzt erstmal etwas trinken und ausruhen. Dann eine Dusche und dann das Besondere: nämlich nicht nach Hause. Sondern frühstücken. In der Sporthalle. Mit allen Teilnehmern. Der Preis dafür ist bereits im Startgeld enthalten und daher auch der frühe Start. Und so sitzen wir alle ab 9:30 Uhr zusammen bei Saft, Sekt, Bier, Kaffee, Tee, Brötchen, Müsli, Obst, Käse, Eier, Wurst, frischem Rührei und Gemüse zusammen und genießen die entspannte Stimmung.


Eine Stunde später gibt es dann eine Siegerehrung und mit einem Pokal und einer Packung Müsli geht es dann auch nach Hause für mich.






Bis dahin:
Mal ein etwas anderer schneller Lauf

Markus

Dienstag, 12. Juni 2018

Ein Tag volles Programm

Hallo,

nachdem es gestern endlich etwas abgekühlt hat und mein Kreislauf endlich wieder okay ist nach einigen Hitzeläufen der letzten Woche musste ich es gleich mal wieder übertreiben.
Los ging es damit dass ich meine Mittagspause damit verwendet habe um 4 Kilometer in einem viel zu warmen Raum auf dem Laufband zu laufen. Davon 3 Kilometer schneller als 4 min/km. Ein wenig Tempotraining für das was kommen mag ist sinnvoll.
Am Nachmittag ging es dann erstmal nach Hause, etwas Gartenarbeit und Familienzeit, bevor es am frühen Abend richtig los ging. Ab auf's Fahrrad. 21 Kilometer bis in die Mitte Stuttgarts standen auf dem Programm und nach 55 Minuten und herrlichem abkühlenden Regen war ich auch da.
Zur Brooks Run Happy Tour. Gemeinschaftliches Laufen in gemütlichen Tempo quer durch Stuttgart. Zuerst noch mit ein paar bekanten Gesichtern gequatscht und dann ging es auch schon bald los. Ca. 300 - 400 Läufer blockieren mal eben die Straßen, laufen durch Einkaufspassagen und enge Gassen, Unterführungen und an den unzähligen Baustellen der Stadt vorbei. Durch die große Masse an Läufern lässt sich ein gewisser Ziehharmonikaeffekt auch nicht verhindern. Aber spaßig ist's trotzdem. Trotz Begalofeuern an der Spitze. Oder deswegen. Ich saß schließlich nicht beim Essen nebenan ;-)
Und da es dann doch etwas zu gemütlich ist für mich beschließe ich ich zwei Dinge. 1. die nächste Rolltreppe wird gelaufen. Und zwar gegen die Richtung. Uii, so anstrengend stellte ich es mir nicht vor, aber ich kam oben an. Und 2. nach dem gemütlichen Lauf gibt's noch ne kurze und schnelle Runde alleine.











Und so kommen wir nach 7,5 km und einer Stunde wieder am Ausgangspunkt an. Wer will bekommt jetzt noch Würstchen und Bier, ich schwinge mich lieber kurz auf's Rad, fahre raus aus der Stadt und laufe 3 Kilometer im 4:15 min/km Schnitt aus :-)
Anschließend stehen zwar noch 17 ungewohnte Radfahrkilometer an aber auch die verkraften meine Beine erstaunlich problemlos, auch wenn ich dann froh bin endlich etwas zu essen und zu duschen. Und fix und fertig in's Bett zu fallen. Heute hat's eindeutig gereicht.

Bis dahin:
Keine Gnade für die Wade

Markus