Montag, 31. Dezember 2018

Das war's

Hallo,


...zumindest für 2018.
Mit schweren Schritten und einem respektablen Jahresergebnis an Kilometern verabschiede ich mich aus 2018. Hoffen wir mal das 2019 es wieder besser läuft.
Meine Achillessehne geht es in der Zwischenzeit fasst wieder gut; dafür schmerzt jetzt die Hüfte / Leiste. Mal abwarten wie sich das noch entwickelt.

So stehen für mich dieses Jahr 3090 Kilometer zu buche. Fast 300 weniger wie letztes Jahr und auch deutlich weniger Höhenmeter. Nämlich "nur" rund 44.000.
Dafür bin ich mehr als 3x soviel Rad gefahren wie im Vorjahr. Sagenhafte 429 km kamen zustande :-) Vielleicht sollte ich mich doch lieber nicht selbst dafür loben...
Highlights in 2018 waren sicherlich mein 74km Trail in den Vogesen, ein 2. Platz bei einem Halbmarathon, der 24 Stundenlauf auf der Tartanbahn und immer wieder der Rößleweg. Letzter wird am 13. Januar übrigens wieder gelaufen. Falls jemand einen entspannten, langen Lauf zum Jahresanfang sucht ;-)

Und was kommt sonst noch 2019??
Meine größte Herausforderung wird zweifelsohne der Hochkönigman werden. 88 km, über 5000 Höhenmeter und Start um Mitternacht. Das wird ein Spaß. Hoffentlich.
Ansonsten werde ich als Jahresauftakt wieder beim Neckarufer Marathon in Stuttgart am Start stehen und 2 Wochen im Anschluss beim Trail du Petit Ballon in Frankreich.  Und nen hoffentlich schnellen 10er im Tierpark in Nürnberg gibt es da auch noch.
Und eben mal schauen was ich noch so alles gibt. Mir fällt da noch was ein. Der Herbst ist noch nicht verplant. Ansonsten gilt es eben mit der bestmöglichsten Form nach Österreich zu reisen und genügend lange Läufe und Höhenmeter in den Beinen zu haben. Wird schon schiefgehen.

Hautpsache es endet nicht so:


Bis dahin:
Das war's also noch nicht ganz

Markus

Montag, 10. Dezember 2018

Fast nix geht mehr

Hallo,

ja, fast nix geht mehr. Zumindest aber meine Laufuhr wieder. Auch wenn ich mir dank eurer vielfältigen Tipps schon nach einem Ersatzgerät umgesehen habe so musste ich nach einem Hardreset doch einsehen dass die Laufuhr noch funktioniert und ich nicht noch mehr Elektroschrott erzeugen muss. Auch wenn der Reiz etwas neuem immer da ist. Solange es funktioniert und auch ein Laufschuh sich nicht in alle Einzelteile auflöst wird nix weggeschmissen. Wer weiß wofür es noch gut sein könnte. Schwabe eben ;-)

Zwar läuft also der Zeiger jetzt wieder, aber ich nicht mehr. Oder kaum noch. Nach dem Rößle, oder eigentlich schon davor, schmerzte meine Achillesferse. So dass ich schon ganzschön unrund gelaufen bin. Die Tage danach ging selbst spazieren nur noch mit Schmerzen und Humpeln. Also viel Kühlen und Rollen. Und ab und an mal ganz kurz an's Laufen denken. Doch jedes Mal beim Anlaufen tat's eben doch wieder weh. Aber nun nach 2 Wochen ohne viel Belastung sind die Schmerzen fast weg. Hoffentlich auch noch wenn ich wieder mehr laufe.

Und dann kam letzte Woche auch noch ne Erkältung dazu. Was die Pause nur noch verlängerte. Aber wenn dann kommt eben alles zusammen. So konnte mein Körper wohl das erste Mal dieses Jahr mal etwas länger regenerieren und entspannen. Mal schauen ob es sich auch auszahlt.

Einen richtigen Jahresendspurt werde ich jetzt aber auch nicht mehr hinlegen. Bis zu meines Jahresziel von 3000 km fehlen mir nur noch 58 Kilometer. Die sind auch so ganz gut machbar. Und dann habe ich mir wirklich vorgenommen ab Januar systematisch zu trainieren und nicht nur heute so - morgen so. Aber lasst mich bloß mit Trainingsplantipps in Ruhe. Etwas Freiheit will ich mir bewahren. Aber ich weiß eben auch schon was so kommen wird und was mein Körper im Frühjahr und Frühsommer leisten muss. Dazu dann bald mehr.

Bis dahin:
Entspannt Richtung Weihnachten

Markus

Dienstag, 27. November 2018

Wenn die Pferde mit mir auf dem Rößle durchdrehen

Hallo,

das war er wieder. Der zweite Rößleweg RunMob in Stuttgart. Das nicht genehmigte und wohl auch niemals genemigungsfähige "Rennen" rund um Stuttgart. Zwar könnte man dort ständig in eine Straßenbahn steigen und trotzdem ist der Weg sehr viel in der Natur. Durch Weinberge hoch und runter, in Wäldern und durch Gartenanlagen. Ständig hoch und runter, so dass man am Ende bei 57 km etwa 1200 Höhenmeter hinter sich hat.
Und auch ganz viel im Bauch. Denn dank vieler freiwilliger Helfer gab es unterwegs 4 Verpflegungsstände die uns mit allerlei Köstlichkeiten verwöhnt haben. Wer wollte bekam auch Glühwein und Bier.
Los geht's
inoffizielle Wegmarkierungen vorhanden
Offzielle und
So starten am Sonntag Morgen dann knapp 50 buntgekleidete Läufer. Manch einer von Anfang an gemächlich und nur zum Genuss und andere wieder rum mit dem Vorhaben eine ordentliche Zeit unter die Sohlen zu bekommen. Mein Plan war es möglichst lange vorne dran zu bleiben und dann vielleicht zum Ende hin etwas schneller ins Ziel zu kommen als im Jahr zuvor.
Nunja, wenn die Rennpferde jedoch vorne erstmal losgelassen werden dann lassen die sich wohl nur noch schwer zügeln. Und so kam ich in einem Schnitt voran der vollkommen unvernünftig war und lange um die 4:30 min/km lag. Das dies nicht gut gehen würde war klar, aber ganz alleine wollte ich eben auch nicht laufen.
Bei Km 19 dann der erste VP und mit ein paar Keksen in der Hand ging es gleich weiter. Jetzt endlich auch mal ein längeres Stück bergab. Zu dem Zeitpunkt merkte ich jedoch auch dass eine meiner Trinkflaschen unddicht war und meine Jacke auf der einen Seite komplett nass wurde. Fühlte sich sehr unangenehm an; ließ sich aber nicht ändern. Kurz vor VP 2 bei der Hälfte der Strecke wurde ich dann eingeholt denn bis dahin war ich dann alleine unterwegs. Überraschenderweise jedoch von jemanden den ich vor mir vermutet hatte. Nach einem Schluck Cola und ein paar Gummibärchen ging es weiter zu einem Treppe die ich einfach nicht mag. Trägt sich doch auch noch den passenden Namen "Kotzenloch". So fühlt es sich dann auch oft an. Dafür hat man oben wieder einen grandiosen Ausblick über den Stuttgarter Talkessel wie an so vielen Stellen. Trotzdem ging es erstmal wieder hinab um dann durch Weinberge und eklig steil wieder Kraft aus den Beinen zu rauben. In der Zwischenzeit leider auch mit einigen Krämpfen in den Beinen. Oben angekommen VP 3 mit etwas mehr Cola und frischem Wasser ging es schon bald weiter. Sogar kurz auf Platz 3 liegend, jedoch nicht mehr gewillt unbedingt alles laufen zu müssen und sofort wieder überholt. Mental war ich schon fast K.O. Aber zum tiefsten Punkt der Strecke konnte ich dann doch noch laufen. Und als ich dann am Neckar ankam wollte es der Zufall das dort gerade eine Freundin walkte und ich dann einige Minuten quatschend und entspannt dort verbrachte. Doch das Ziel war noch immer 15 km entfernt. Und der höchste Punkt noch vor mir.
Immer weiter ...
Von dort an quälte ich mich ziemlich zur VP 4. Immer wieder kleine giftige Anstiege die ich nur noch gehend zurück legen konnte. Und Treppen. Nicht mehr schön. Aber eben geschafft. Am liebsten wäre ich dann jedoch bei VP 4 ausgestiegen. Immerhin war ich nun seit fast 20 Kilometer allein unterwegs und von Krämpfen geplagt.
Während ich da stand, Chips, Schokolade, Gummibärchen und andere Leckereien genoss kam jedoch der nächste Läufer und mit ihm zusammen zog ich dann weiter. Zwar nur einen Kilometer, eben bis zum nächsten leichten Anstieg, aber ich war wieder unterwegs. Und so versuchte ich zu laufen was eben noch ging. Bis zum "Endgegner". Die Grabkapelle auf dem Württemberg. Schritt für Schritt trabte ich hinauf. Während sehr viele Ausflügler das tolle Wetter mit strahlend blauen Himmel genossen und mich mitleidig anschauten. Die konnten ja aber auch nicht ahnen dass die Uhr nun schon über 50 Kilometer anzeigt.
Auf dem Weg hinab wurde ich dann nochmals überholt und wollte nur noch in unter 6 Stunden ins Ziel kommen. Das gelang dann auch erstaunlich souverän mit 5:51 h und auf Platz 5 da sich der letzte Überholende an der letzten Kreuzung noch verlaufen hat.
Im Ziel brauchte ich dann erstmal einen Stuhl, 2 Becher Cola und dann trockene Klamotten ehe ich mich noch im Kreise der vielen Laufverrückten entspannte und wieder zu Kräften kam. Sogar ein Zielbier schmeckte mir was  sonst fast nie passiert.
Im Ziel geschafft
Zieleinlauf




Bis dahin:
Jetzt erstmal Regeneration

Markus




Montag, 19. November 2018

Laufuhr defekt - Schwarmwissen erforderlich

Hallo,

als ich heute laufen gehen wollte und GPS starten wollte wunderte ich mich wieso dort das Aktivitätsprotokoll "Indoor Lauf" eingestellt war. Bei meiner Garmin Forerunner 230 kann man nämlich zwischen Laufen & Radfahren jeweils Indoor & Outdoor auswählen. Also wollte ich es natürlich wieder umstellen, aber das "normale" Laufen war nicht mehr zu finden.
Ich bin dann erstmal wieder nach drinnen und habe ein wenig rum versucht und bin dann auf Sonstiges gestoßen. Sieht zumindest so aus wie laufen, aber zeigt leider nicht mehr alles an. So fehlt bei der Uhrzeit die Stundenanzeige. 

 Nunja, nun ist die Uhr bereits über drei Jahre alt und war damals ein Austauschmodell für die FR220 und die war zwei Mal ein Austauschmodell für die FR210. Also meckern käme mir nicht in den Sinn bei der bisherigen Kulanz, aber genervt bin ich nun trotzdem. Gerade als Zahlen- und Faktenfreak will man doch alles ganz genau wissen...

Und deswegen: HILFE!

Ich suche jetzt eine neue Uhr und mit dem "Black Friday" diese Woche hoffe ich noch auf ein Schnäppchen. Wäre ja auch zu schön.
Aber da ich bisher ganz zufrieden war habe ich folgende Wünsche an die neue Uhr:

Must have:
- GPS (nein, ist nicht selbstverständlich hat meine kurze Recherche erbracht)
- lange Akkulaufzeit mit GPS (mind. 16 Stunden)

Nice to have:
- barometrische Höhenmessung
- Navigationsfunktion oder aber zumindest mindestens die Funktion mich zum Ursprungsort zurück zu navigieren
- Funktionen einer Smartwatch (anzeigen Nachrichten auf Uhrdisplay, etc.)

Nicht ganz so wichtig:
- Pulsmessung (egal ob mit Gurt oder am Handgelenk - nutze ich eh kaum)
- Fitnesstracker (Schrittzähler, Schlafüberwachung, etc.)

Und dass alles bitte ich einer guten Qualität zu einem fairen Preis. Ein Batzen Geld will ich dafür eigentlich nicht ausgeben.
Jetzt erkundige ich mich erstmal auf den gängigen Uhrenherstellerwebsites (Garmin, Polar & Suunto). Aber vielleicht gibt es noch einen zuverlässigen Geheimtipp?
welche nutzt du? Was funktioniert gut? Was würdest du dir wünschen? Welche bezahlbaren Tipps hast du?

Bis dahin:
Danke für die Hilfe

Markus


Mittwoch, 31. Oktober 2018

Motivation

Hallo,

irgendwie dümpelt mein schon lange nicht mehr tägliches Laufen so vor sich her. Hier mal ein paar Kilometer - da mal ein wenig. Aber noch unstrukturierter wie sowieso bereits. Klar, ein Highlight steht dieses Jahr noch an. Die nochmalige Umrundung Stuttgarts auf dem Rößleweg. Wie letztes Jahr als RunMob und am Totensonntag. Immerhin fast 50 Leute werden wir dann sein. Aber selbst wenn es da um einen Sieg gehen könnte, so motiviert mich das nicht wirklich. Fehlen mir doch seit der letzten Umrundung vollständig lange Läufe. Und noch nicht einmal mehr aufraffen um zur Arbeit zu laufen schaffe ich zur Zeit. Und als dann letzte Woche nach 7 Monaten ohne Frieren doch der Herbst kam machte es erst recht keine Lust mehr.
Ich werde zwar auch diesen Monat wieder auf über 250 km kommen, aber aufgeteilt in sehr viele Läufe. So war ich sogar unter anderem während Mittagspausen auf der Arbeit fast 35 Kilometer diesen Monat auf dem Laufband. Ja, auf einem langweiligen Laufband. Immerhin mit Fernseher. Aber schrecklich eintönig. Aber besser wie nix. Und Tempotraining ging damit auch.

Allgemein bin ich zur Zeit wohl nicht so schlecht in Form. Zum Einen lief ich vor 10 Tagen nach dem Renovieren bei Freunden von dort nach Hause. 19 Kilometer. Das längste diesen Monat. Aber besonders Spaß machten Kilometer 3 bis 14. Dort hatte ich Begleitung zweier älterer Fahrradfahrer mit Motorunterstützung. Und ja, so lange sind diese nicht weggekommen von mir. Mal ausgebremst durch Ampeln oder durch Pausen und Berganfahrten. Immer wieder konnte ich diese Überholen und bekam motivierende Worte.

Nach dieser zügigen Einheit war ich auch nicht ganz unglücklich einen Startplatz gewonnen zu haben. Beim Nellinger Kirbelauf. Mit der kürzesten Distanz für mich bisher. 7,3 Kilometer. Aufgeteilt auf 5 Runden. Insgeheim rechnete ich mir hier etwas aus bis ich die Ergebnisliste der Vorjahre studierte und dort reihenweise Zeiten von unter 25 Minuten auftauchten. Aber gut, dann halt einfach mal wieder ein schneller Wettkampf.
Dort angekommen noch 4 Lauffreunde getroffen und zum allerersten Mal bei einem Wettkampf warm gelaufen. Eine ganze Runde auf der Strecke. Durch den Regen war diese gerade auf dem Kopfsteinflaster sehr rutschig. Und wenn ich daran dachte dass bald dort auch Überrundungen stattfinden würden war die Strecke auch nicht so breit.
Egal, los ging's und ich wollte schauen wie lange ich den Schnitt von unter 4min/km halten kann. Schnell merkte ich auch dass die Kilometerschilder nicht mit dem GPS übereinstimmen und die Strecke in Wirklichkeit wohl etwas kürzer ist. Egal, weiter. In meiner dritten Runde fing ich dann an mit Überrunden und konnte so keinen Konkurrenten vor mir mehr erkennen und heranziehen. Bis auf einmal kam ich an den Läufern auch problemlos vorbei. Und durch die kurzen Runden ging das Laufen auch schnell vorbei. Dann hieß es auf in de letzte Runde. Und dann kam mit mir der Sieger über die Zeitmatte. Damit war ich der letzte der nicht selbst überrundet wurde. Der neue Streckenrekord lag damit bei 21:15 min. Unglaublich. Aber auch mir war klar das es eine spitzen Zeit wird. Und so war ich nach 26:30 min im Ziel. 3:48 min/km im Schnitt. Nach genau 7 Kilometern. Statt 7,3 Kilometer. Damit Platz 19 insgesamt und 8. in meiner AK. Ich bin einfach zu jung :-)

Und was bringt die Zukunft? Die erste Anmeldung für 2019 ist bereits erledigt und die zweite folgt morgen. Dann heißt es auch wieder strukturierter trainieren und auf längere Läufe zu setzen. Darauf freue ich mich schon. Zum Jahreswechsel wird es dann so weit sein. 

Bis dahin:
Unverhofft kommt oft

Markus

Montag, 24. September 2018

Lebt den der alte Holzmichel noch?

Hallo,

ja, ich weiß; weder bin ich ein oder der Holzmichel noch wollte ich irgendwem irgendeinen Ohrwurm verpassen, aber etwas rar habe ich mich durchaus gemacht in den letzten Monaten.
Und trotzdem bin ich gelaufen und auch etwas Rad gefahren. Aber habe eben auch gearbeitet, mit der Familie Zeit verbracht und war im Urlaub. 2 Wochen am Gardasee wollen auch genossen und verdient werden.
Nichtsdestotrotz war der August der bis dato laufumfangreichste Monat dieses Jahr. Ja, im Urlaub hatte ich auch ein wenig mehr Zeit und hab es genossen früh morgens mit Dutzenden anderen und doch alleine am Strand und der Promenade des See's zu laufen. Oder eben auch mal im Hinterland. Oder beides. Oder wenn ich es morgens verpasst habe und doch etwas tun wollte eben im klimatisierten Fitnessraum auf dem Laufband. Und meistens direkt danach in Laufklamotten direkt in's Wasser. Egal ob morgens um Sieben oder Nachmittags. Immer ein Genuss.
Und während ich so lief und mir eine mögliche offizielle Läufe von 10 km Volksläufen bis großen Marathons durch den Kopf gingen konnte ich mich nicht so recht entscheiden und so blieb es eben beim privaten Vergnügen.
Jedoch nicht ohne Herausforderungen. Denn während ich mein daheimiges Laufrevier für den Urlaub verlassen habe meinten andere mich auf Strava herausfordern zu müssen; in dem sie dort sogenannte Segmente schneller Laufen als ich. Und das teilweise deutlich und einem unter 3:30 min/km-Schnitt. Und so heißt es im September bisher ab und an für mich: Feuer frei. Und bis auf 3 der 9 Segmente sind wieder alle meine. Mal schauen wie lange. Und ja, auch 7,5 km lange schnelle Abschnitte können Genuss bedeuten. Auch im 4er Schnitt. Zumindest danach wenn man aus dem Grinsen nicht mehr rauskommt.

Doch mein Körper will nicht nur kurz und heftig belastet werden. Und was liegt näher als endlich mal wieder einen langen Trainingslauf einzuplanen. Und da ich schon Läufe für nächstes Jahr plane bei denen ich von ausgehe viel alleine unterwegs zu sein und bei denen es mir vielleicht nicht mehr ganz so gut geht weil meine Kräfte schwinden will ich versuchen zum ersten Mal alleine den Rößleweg zu meistens. Dieser Rundwanderweg um Stuttgart. Mit seinen gut 50 Kilometern und mind. 1000 Höhenmetern.
Und so stand ich am Samstag Morgen um 6:15h auf einem Parkplatz und lief los. Noch im Dunkel und vorsichtig; doch schon nach 3 Kilometern und den ersten Höhenmetern dämmerte es.

Nicht nur das ich die Strecke noch nie ganz alleine (3x in Begleitung) gelaufen bin, auch in diese Richtung habe ich sie noch nie gemeistert. Von meinem Ausgnagspunkt ging es anhand dreier längerer Steigungen bis Km 23 zum höchsten Punkt.
Unterwegs machte ich eine kleine Pause und füllte meine Wasserflasche an einem Brunnen und Frühstückte einen Riegel da ich bereits nach 90 Minuten Hunger bekam.

Stetig ging es nach oben und auch wenn der höchste Punkt samt Gipfelkreuz einen kleinen Umweg darstellte, daran vorbeilaufen kam nicht in Frage:


Mit herrlichen Ausblicken an diesem angenehmen Tag wurde ich immer wieder belohnt und kam auch noch dazu richtig gut voran. Weit weg von irgendwelchen Bestzeiten, aber das Ziel war auch nur anzukommen.
Kurz nach dem "Gipfel" verlief ich mich dann kurz, dreht um, fand einen Wegweiser wieder und versuchte nun auf dem richtigen Weg zu bleiben. Gelang allerdings dort nur kurz, aber ich wusste auch dass mein Weg parallel zum richtigen Weg führen sollte. Allerdings deutlich steiler. So wanderte ich nun das erste mal zügig. Und hatte meinen ersten Hungerast des Tages. Ich merkte deutlich wie mir die Energie fehlte und wusste allerdings auch dass noch 20 Kilometer vor mir stehen. Also essen, essen und essen. Es dauerte 3 bis 4 Kilometer und dann lief es wieder locker leichte. So wie es sein sollte. Bei Kilometer 38 konnte ich dann nochmals meine Wasserflaschen an einem weiteren Brunnen auffüllen und dann ging es hinab zum tiefsten Punkt der Strecke. Dann eigentlich ein Kilometer flach über Stuttgarts Hafen und Bundesstraßen hinweg (der hässlichste Abschnitts des ganzen Weges) aber ich konnte wieder nicht. Nach hinten gefasst, den letzten Riegel und eine kleine Packung Gummibärchen noch gefunden und verschlungen. 
Und wenn man unten ist geht's eben auch wieder hoch. Aber erstmal nicht mehr laufend. Was ich laufen konnte lief ich nun, den Rest wurde gewandert. Durch wunderschöne Weinberge. Nur leider verträgt mein Magen keine Trauben.


Irgendwann fand ich noch einen Apfel. Einen ziemlichen sauren. Aber das war mir da schon egal. Ich benötige Energie. Und die bekam ich. So lief ich nochmals ein wenig bis es durch Stadtteile Stuttgarts ging. Und dort auch einige Treppen hoch. Und ab da war es vorbei. Mit einem Schlag wurde es mir schwindelig, ich nahm den Treppenlauf um oben anzukommen und beschloss die letzen 4 Kilometer nicht mehr zu rennen. Nur noch gesund ins Ziel und daraus lernen. Und noch mehr Treppen zu laufen. Wenigstens gab es unterwegs noch ein paar Brombeeren. Und nochmals einen Apfel. Und so kam ich schon fast erholt nach fast 55 Kilometern am Auto an. Mein bis dato längster Traininglauf überhaupt.

Da kommt so ein Plakat das um Geschwindigkeitsbegrenzungen bittet doch genau richtig :-)

Durch das Auswandern fröstelte es mich ein wenig, also schnell trockene Klamotten an und daheim in die heiße Badewanne. Allerdings nicht allzu lange denn da kam dann ein Feuerwehreinsatz zu dem ich gerufen wurde, aber das ist eine ganz andere Gesichte, die allerdings genauso gut ausging wie mein Lauf. 

Und so lerne ich zumindest in Zukunft mehr Essen mitzunehmen und auch etwas Kleingeld, denn an Möglichkeiten etwas zu erwerben kam ich dann doch vorbei. Trotzdem weiß ich nun das ich gut gerüstet bin und freue mich auf das was kommen mag. Auch wenn es vielleicht etwas länger dauert, der Holzmichel lebt noch.

Bis dann:
Allseits gute Beine

Markus

Montag, 9. Juli 2018

Runden drehen für den guten Zweck

Hallo,

letzte Woche habe ich spontan Wind von einem Lauf bekommen und schon hatte es mich gepackt. Vor allem wenn es für den guten Zweck ist. Nämlich ein Lauf für Kinderrechte. Der 24 Stunden Lauf für Kinderrechte in Stuttgart. Man muss schließlich nicht durchlaufen und jede Runde zählt so meine Devise.
Und da ich seit Mai nicht mehr eine 20 km Strecke am Stück gelaufen bin ist das doch eine gute Gelegenheit mal wieder etwas länger zu trainieren.
So stehe ich dann Samstag Nachmittag pünktlich zum Start um 14 Uhr am Start und trabe los. Losrennen dürfen die Kinder die zahlreich vorhanden sind und ebenso Spaß haben.
Das ganze findet auf einer 400 Meter Tartanbahn statt. Ja, schrecklich, eintönig, zäh, ... so auch meine Gedanken. Aber in Wirklichkeit während meiner gesamten Zeit nicht einmal. Zum Einen sind da die vielen Mitläufer. Zum Reden, Anschweigen, Tempo finden und eben auch die ganzen anderen unbekannten zum Überholen und Platz machen. Und immer am Aufpassen niemanden umzurennen. Denn so mancher bleibt einfach stehen. Und der Höhepunkt ist jede 2 Stunden der Richtungswechsel. Denn nach 1 1/2 Stunden merke ich als ich zum Trinken mal Stehen bleibe deutlich einen Drehwurm. Und schon geht es weiter. Runde um Runde, Schritt für Schritt. Mal im 6er Schnitt mal auch unter 5 min/km, je nachdem wie viel los ist und wer mich begleitet. Nach drei Stunden halte ich an der Anzeigetafel mal an und schaue wie viele Runden es schon waren. Und die Anzeige weicht von meiner Uhr um 3 Runden ab. Ärgerlich. Aber egal. Viel interessanter. Platz 1. Auch wenn es sich hier um einen Gruppenlauf handelt und ich mit meinem Team unter den Top 10 bin ist das noch ein kleiner Anreiz obwohl ich weiß das ich die Nacht nicht mehr vor Ort verbringen werde.
Bis zum Marathon laufe ich durch und trinke regelmäßig. Die Sonne strahlt ununterbrochen auf uns herab und mein Magen braucht ab und an einen Bissen. Dann wird eben auch mal eine Runde gegangen aber weiter bewegt. Etwas Ehrgeiz ist schon noch da. Und irgendwann näher ich mich auch den 50 Kilometern. Zumindest auf meiner Uhr. Als diese dann auch auf der Anzeige ersichtlich sind war es dies für mich. Spaß hat es gemacht, viel gelaufen und Geld erlaufen bin ich auch und Quälen stand heute nicht auf der Tagesordnung.
Zwar bedauern einige meinen Abgang im Team, aber als Führender einfach mal so es sein zu lassen hat etwas. Und auch eine Stunde später habe ich noch geführt :-)
So ging es nach Hause und bei viel Essen, leckerem Kuchen und kaltem Radler ließ ich den Abend ausklingen.



























Der nächste Morgen: Am liebsten wäre ich liegen geblieben, aber meine Jungs nicht :-)
Beim Spielen und Frühstücken reift mein Gedanke den ich dann auch mit meiner Frau bespreche: Wieso nicht nochmal ein wenig dort laufen. Meine Startnummer habe ich mit heim genommen und meine Kinder wollten sowieso schon gestern mit laufen. Kurz Tasche gepackt und dann ging es hoch. Erstaunlicherweise treffe ich sofort bekannte Gesichter. Meine Startnummer befestigt, der Familie welche besorgt und schon rannten sie los. So auch ich. Meine Beine motzten überhaupt nicht und es fühlte sich locker an. Der Untergrund der Bahn spielt da sicherlich auch eine Rolle. Zwar war an diesem Morgen ein gleichmäßiges Laufen nicht möglich aber ein paar Runden mit den Kids zu drehen entschädigt das allemal. Und so rannte ich im zügigen 4:30 Schnitt wann immer ich durfte und entspannte alle paar Runden bei der Familie. So waren nach 1 1/2 Stunden als die Kinder nicht mehr wollten immerhin 15 zusätzliche Kilometer auf der Uhr.

Ergibt dann für mich offizielle 164 Runden bzw. 65,6 Kilometer. Für eine spontane Idee mit ganz viel Spaß und für den guten Zweck vollkommen ausreichend. Und meine Familie hatte auch Spaß, vor allem an der aufgebauten Dusche durch die es jede Runde zu laufen ging und die eine willkommene Erfrischung war.




Bis dahin:
Kinderrechte ins Grundgesetz!

Markus

Mittwoch, 27. Juni 2018

So muss es laufen

Hallo,

Sonntag Morgen noch vor 7 Uhr. Ich ziehe meine Laufklamotten an, trinke nochmal etwas und gehe mit Wechselklamotten zum Auto. Nicht weil ich so weit zu einem Wettkampf fahren muss, sondern weil der Start so früh ist. Bereits um 8 Uhr soll ein Lauf stattfinden.
Also kurz Parkplatz suchen, Startnummer abholen, Bekannte grüßen, nochmals auf Toilette und dann langsam aber sicher zum Start schlendern während andere sich warmlaufen. Etwas was ich noch nie getan habe vor einem Wettkampf. Mache ich lieber mit Vollgas auf den ersten Metern :-)
Und so startet dann pünktlich bei angenehmen äußeren Bedingungen mein 10 km Lauf. Passender weise mit dem Namen "Lauf in die Sonne".
Auf Grund dreier Tatsachen rechne ich mir heute etwas aus:
1. Ich kenne den Kurs. Vor vier Jahren bin ich auf der Strecke dritter geworden.
2. Die Ergebnislisten der Vorjahre weisen kaum Zeiten unter 40 min auf.
3. Parallel dazu findet der Stuttgart Lauf statt der tausende, und vor allem schnellere, Läufer anzieht.

Und so starten mit mir etwa 200 Läufer und Walker auf der 10 und einer 5,8 km Distanz. Gleich von vorne herein laufe ich ganz vorne und neben einen der sich aber als Läufer der Kurzdistanz vorstellt. Da aber in diesem Moment einer an uns vorbeistürmt und es einer meiner Konkurrenten sein sollte gebe ich einfach mit Gas.
Der erste flache Kilometer liegt dann mit 3:40 min auch deutlich unter meiner Erwartung und lässt mich schon zweifeln ob die Idee so gut war. Dafür habe ich aber auch schon Abstand zu einer Gruppe hinter mir wie ich in einer der vielen 90° Kurven feststellen konnte. Und von nun an wird es auf den Feldern, zwischen Weizen- und Maisfeldern die in der Morgensonne leuchten hügeliger. Ich laufe so gut es geht, muss jedoch den ersten etwas ziehen lassen. Der Schnitt bleibt jetzt jedoch unter 4 min /km. Nur eine brenzlige Situation gibt es als es zu einem Missverständnis beim Überqueren einer Straße kommt. Die Feuerwehr sperrt, der Fahrer fährt, ich bremse, er bremst, ich laufe weiter. Mit Schreck weiter und immer wieder den Abstand nach hinten kontrollieren. Bleibt relativ kontant und groß genug.
Nach 6 km, wir sind in der Zwischenzeit auf der Strecke der kürzeren Runde, überhole ich dort bereits welche und würde auch etwas zu trinken bekommen. Aber mein nüchterner Magen würde da nun rebellieren und so geht es ohne weiter. In der Vermutung das es der letzte Anstieg sei um eine Putenfarm herum, den Geruch möglichst ausblenden und ständig am Überholen von Läufern. Am Ende sollten es 42 Überholte sein. So kommt zumindest etwas Abwechslung in den sonst einsamen Lauf. Der Führende ist in der Zwischenzeit über alle Berge und ich quäle mich den nun wirklich letzten Anstieg hinauf. Dann hinab und um eine Spitzkehre in der ich einen Läufer hinter mir in nur 120 Meter entfernen sehen kann. Er konnte sich in den Überholenden wohl ziemlich gut verstecken und heranpirschen, aber nun gebe ich auf den letzten 1,5 km nochmals alles und erreiche dann auch als Zweiter in 39:41 min das Ziel.
Ganze 2 Minuten hinter dem Sieger, aber eben Zweiter und sehr glücklich. Jetzt erstmal etwas trinken und ausruhen. Dann eine Dusche und dann das Besondere: nämlich nicht nach Hause. Sondern frühstücken. In der Sporthalle. Mit allen Teilnehmern. Der Preis dafür ist bereits im Startgeld enthalten und daher auch der frühe Start. Und so sitzen wir alle ab 9:30 Uhr zusammen bei Saft, Sekt, Bier, Kaffee, Tee, Brötchen, Müsli, Obst, Käse, Eier, Wurst, frischem Rührei und Gemüse zusammen und genießen die entspannte Stimmung.


Eine Stunde später gibt es dann eine Siegerehrung und mit einem Pokal und einer Packung Müsli geht es dann auch nach Hause für mich.






Bis dahin:
Mal ein etwas anderer schneller Lauf

Markus

Dienstag, 12. Juni 2018

Ein Tag volles Programm

Hallo,

nachdem es gestern endlich etwas abgekühlt hat und mein Kreislauf endlich wieder okay ist nach einigen Hitzeläufen der letzten Woche musste ich es gleich mal wieder übertreiben.
Los ging es damit dass ich meine Mittagspause damit verwendet habe um 4 Kilometer in einem viel zu warmen Raum auf dem Laufband zu laufen. Davon 3 Kilometer schneller als 4 min/km. Ein wenig Tempotraining für das was kommen mag ist sinnvoll.
Am Nachmittag ging es dann erstmal nach Hause, etwas Gartenarbeit und Familienzeit, bevor es am frühen Abend richtig los ging. Ab auf's Fahrrad. 21 Kilometer bis in die Mitte Stuttgarts standen auf dem Programm und nach 55 Minuten und herrlichem abkühlenden Regen war ich auch da.
Zur Brooks Run Happy Tour. Gemeinschaftliches Laufen in gemütlichen Tempo quer durch Stuttgart. Zuerst noch mit ein paar bekanten Gesichtern gequatscht und dann ging es auch schon bald los. Ca. 300 - 400 Läufer blockieren mal eben die Straßen, laufen durch Einkaufspassagen und enge Gassen, Unterführungen und an den unzähligen Baustellen der Stadt vorbei. Durch die große Masse an Läufern lässt sich ein gewisser Ziehharmonikaeffekt auch nicht verhindern. Aber spaßig ist's trotzdem. Trotz Begalofeuern an der Spitze. Oder deswegen. Ich saß schließlich nicht beim Essen nebenan ;-)
Und da es dann doch etwas zu gemütlich ist für mich beschließe ich ich zwei Dinge. 1. die nächste Rolltreppe wird gelaufen. Und zwar gegen die Richtung. Uii, so anstrengend stellte ich es mir nicht vor, aber ich kam oben an. Und 2. nach dem gemütlichen Lauf gibt's noch ne kurze und schnelle Runde alleine.











Und so kommen wir nach 7,5 km und einer Stunde wieder am Ausgangspunkt an. Wer will bekommt jetzt noch Würstchen und Bier, ich schwinge mich lieber kurz auf's Rad, fahre raus aus der Stadt und laufe 3 Kilometer im 4:15 min/km Schnitt aus :-)
Anschließend stehen zwar noch 17 ungewohnte Radfahrkilometer an aber auch die verkraften meine Beine erstaunlich problemlos, auch wenn ich dann froh bin endlich etwas zu essen und zu duschen. Und fix und fertig in's Bett zu fallen. Heute hat's eindeutig gereicht.

Bis dahin:
Keine Gnade für die Wade

Markus

Mittwoch, 23. Mai 2018

Parkrun

Hallo,

seit einigen Monaten gibt es nun auch in Deutschland den Parkrun.  Dabei handelt es sich um einen kostenlosen 5 Kilometer-Lauf auf öffentlichen Plätzen.
Dieses Konzept kommt aus England und funktioniert dort seit über einem Jahrzehnt reibungslos. In der Zwischenzeit machen 19 Länder auf 5 Kontinenten mit.
Und seit 3 Wochen nun auch Stuttgart. Da ich jedoch bei den ersten beiden Terminen nicht konnte machte ich mich letzten Samstag zu meinem ersten Parkrun auf.
Da ich aber 5 Kilometer kaum zum Schuhe binden lohnen und dass ganze auch nicht direkt vor der Haustüre stattfindet beschloss einen Teil des Hin- und Rückwegs ebenfalls zu Fuß zurück zu legen.
Als ich dann nach 12 gelaufenen Kilometern kurz vor 9 Uhr auf dem Startgelände ankam standen schon einige Läufer und Organisatoren herum. Denn neben den Läufern braucht es eben auch Freiwillige die dies jede Woche auf's neue organisieren, die Zeit nehmen und die Strecke ausschildern.
Nach einer kurzen Einweisung ging es dann auch schon auf den 2 Runden Kurs und sofort wurde es hügelig. Meine Beine waren zwar nicht die frischsten und ich durch den Hinweg schon etwas geschafft aber trotzdem lief ich so zügig es ging durch den Wald. Immer wieder hoch und runter, vorbei an Spaziergängern, anderen Joggern, überrundeten Mitläufern, Hunden, etc. Sehr kurzweilig und nach 21:18 min überquere ich die Ziellinie. Dort erhalte ich einen Clip der mir die Platzierung zuweist und mit meinem vorab ausgedrucken Barcode wird mir meine Zielzeit zugewiesen die ich dann im Internet und per E-Mail einsehen kann. Mit diesem Barcode kann ich nun auch überall starten und mich mit anderen vergleichen.
Darüber hinaus gibt es für viele Teilnahmen oder Helfertätigkeiten kostenlose T-Shirts. Und dass es ein Konzept wirklich für alle ist beweist eine Schlagzeile der letzten Tage: "Durchschnittliche Parkrunzeit immer langsamer  und stolz darauf." Es geht hier eben nicht darum dass alle möglichst schnell sind, sondern dass sich möglichst viele bewegen. Und 5 Kilometer sind für viele eine realistische Kilometerzahl!
So auch für die etwa 30 Läufer jede Woche in Stuttgart. Und bestimmt auch bald mal wieder für mich.
Im Anschluss bin ich dann noch 11 Kilometer bis zum Auto gelaufen und war nach diesen gesamt 28 Kilometer ganz froh es geschafft zu haben.

Bis dahin:
Vielleicht auch in deiner Nähe?

Markus

Montag, 7. Mai 2018

Mit Qual zum Erfolg

Hallo,

die spontanen Läufe sind bekanntermaßen die spannendsten, so auch diesmal. Relativ kurzfrisitg hatte ich einen Startplatz für den Halbmarathon in Mühlacker gewonnen. Und nachdem klar war dass das Wetter mitspielen würde und die Kinder auch dort laufen könnten wurde ein Familienausflug daraus.
Die Nachmeldung meiner Jungs ging schnell über die Bühne und auch wenn ich eine Chipmessung für einen 250 Meter Lauf bei den Jahrgängen 2013 und jünger übertrieben finde ließen wir das über uns ergehen. also ab an den Start mit dem Jüngeren. Während der Ältere vorne raus rannte und sichtlich Spaß hatte ging ich mit dem Kleinen den Kurs ab. Auch wenn er wohl nicht verstand wieso alle so jubelten und schreiten marschierte er die Strecke mit seinen 2 Jahren ab und freute sich, wie alle Kinder, im Ziel über eine Medaille.



Anschließend ging es auf den Spielplatz und irgendwann war es für mich Zeit zum Startgelände zurück zu kehren. 4 Runden für den Halbmarathon standen auf dem Programm. Jeweils inklusive einer kurzen Begegnungsrunde pro 5 km Runde um auf die Distanz zu kommen.
Ansicht kein Problem, wären da am Start nicht zeitgleich noch 5 und 10 km Läufer gestanden und das alle in ziemlich engen Gassen. So war ich froh in dritter Reihe stehen zu können wobei ich bei den vor mir schnell wusste dass die ersten Meter für diese kein Spaß werden.
Pünktlich ging es dann auch los und die ersten 50 Meter wurden zum Hindernisparkour bis zur ersten Kurve. Dann einfach mal auf dem Gas bleiben und die Strecke kennen lernen. Und schon nach der zweiten Kurve war klar, das wird wirklich hügelig heute. Egal, einfach mal schauen was geht.  So ging es dann Km 2 & 3 bei relativ windigen Bedingungen durch 2 Dörfer und an einem Wasserstand vorbei. In der Zwischenzeit hatte sich das Feld ziemlich in die Länge gezogen. Nun die Begegnungsstrecke - ich sah einen Läufer dort gerade herauslaufen und fragte einen Streckenposten ob ich wirklich der zweite sei was bejaht wurde. Uii, erstaunt ging es schnell weiter. Auf dem Rückweg sah ich dann noch zwei hinter mir, keine 100 Meter trennten uns.
Zum Ende der Runde gab es dann nochmals drei anspruchsvolle Anstiege.  Schon auf der ersten Runde war mir klar dass ich dieses Tempo so nicht durch halten konnte. Aber hilft ja nichts, die weiteren Runden warteten. Nach 8 Kilometer nahm ich dann die ersten Überrundungen von Walkern vor und auf der Extraschleife konnte ich feststellen dass mein Abstand zur Nr.3 leicht angestiegen ist. Dann jedoch die Anstiege wieder. Und meine Kraft war fast aufgebraucht. Ich kämpfte, schaffte es und wahr froh auch wieder runter laufen zu dürfen.
Ab durch's Ziel. Runde drei. Nun wurde es noch einsamer um mich da die 10 km Läufer nun auch im Ziel waren. Und umdrehen wollte ich mich nicht. Kämpfen und hoffen dass die Wärme auch hinter mir den Läufern zu schaffen machte. Dass der Führende mir meilenweit voraus ist wusste ich da bereits. Wieder laufen wir aufeinander zu, wieder ein paar Meter extra zwischen uns und ich denke nur noch an die letzte Runde.  Nun vermischt sich auch das Feld der Halbmarathonis da ich überrunde. Also ab auf die letzte Runde. Jeder Anstieg eine Qual. Und trotzdem habe ich noch Kraft einem anderen Läufer den richtigen Weg zu zeigen und zum letzten Mal die zähe Begegnungsstrecke zu laufen. Und dieses Mal bin ich alleine dort. Also 275 Meter Vorsprung. Also mindestens eine Minute. Na das muss doch reichen. Trotzdem nicht gehen bei den Anstiegen. Sondern weiter quälen.
Für einen Zielspurt reicht es aber nicht mehr und so laufe ich eine 1:30:08 h. Eine meiner ganz seltenen über 1:30h Zeiten. Und trotzdem Platz 2!
Nach kurzer Erholung kann ich sogar ein Interview geben und nehme zur Kenntnis das ich 90 Sekunden Vorsprung am Ende hatte.

Dann zurück zur Familie, essen, entspannen, duschen und eine langwierige Siegerehrung abwarten. Dort bekomme dann auch ich meine Medaille. Endlich. Fix und fertig geht's nach Hause.

Bis dahin:
Geschafft, aber glücklich

Markus

Montag, 9. April 2018

Mein Laufwochenende in den Vogesen

Hallo,

das war es also. Oder sollte es sein. Mein Laufhighlight 2018.
Die 74 km des "Le Défi des Segneurs" und die 43 km des "Le Grand Défi des Vosges".
Aber fangen wir vorne an. Gerade einmal 2 Stunden von daheim entfernt bieten die Nordvogesen (südlich zum Pfälzerwald) ein wunderschönes frühlingshaftes Ambiente. Zwar ist die Natur hier noch einige Tage hinter der unseren zurück, aber die fehlenden 5 Grad Celsius sollten an diesem sehr warmen und frühlingshaften Wochenende nicht schaden. Nachdem wir dann Freitags Niederbronn angeschaut haben und dabei auch nochmals das Schicksal tausender Soldaten uns vor Auge geführt wurde war ich dann doch ganz froh abends zeitig im Bett zu sein um am nächsten Morgen um 7 Uhr an der Startlinie zu stehen.



Schließlich sollten an diesem Samstag die längste, jemals von mir gelaufene, Distanz auf dem Programm stehen. Gespickt mit 2500 Höhenmetern, Wobei wie jedoch die ganze Zeit zwischen 200 und 600 Meter über Null laufen werden. Anders ausgedrückt: Flach ist nicht, ein Wechselspiel von auf und ab steht an.
Natürlich hatte ich insgeheim Zeitvorstellungen von um die 9 Stunden. Wie weit die realistisch sind sollte sich im Laufe des Tages herausstellen.



Und pünktlich zum Sonnenaufgang ging es los. Eine Runde auf der Tartanbahn und dann ab in Wälder der Vogesen.  Und sofort bergan der erste Anstieg. So gut es ging lief ich oder ging zügig. Immer im Hinterkopf nicht schon am Anfang zu überpacen. Und so verliefen die ersten 11 Kilometer auch echt zügig. In einer Stunde. Also viel zu schnell unterwegs. Aber die Strecke war auf diesem Teil auch wirklich laufbar. Ein schnellster Kilometer von 4:09 verdeutlicht das wohl am Besten.
Weiter ging der wilde Ritt, nur gebremst von einem Sturz eines Läufers vor mir. Nach einer Minute Pause signalisierte er jedoch wir sollen weiter laufen und so ging es langsam zu Km 24. Der ersten Verpflegungsstation. Viel getrunken hatte ich bis dato noch nicht und so beschloss ich nur kurz meine Wasserflaschen aufzufüllen etwas Kekse und Schokoladenriegel in der Hand mitzunehmen und dann gleich weiter zu laufen.
Nächster Zwischenpunkt sollte die Burg Fleckenstein bei Km 34 sein. Dort wollte meine Familie auf mich warten. Davor stand jedoch noch der landschaftlich schönste Abschnitt an. Und dass soll in dieser Region mit tollen Wäldern, fluffigen Trails, kleinen Bächern und grünen Wiesen etwas heißen. Es ging durch einen Felsengarten. Aber zumindest wir mussten nicht klettern. Andere taten es freiwillig. Auf und ab, durch Felsspalten und durch kleine Tunnels dieser bizarren Sandsteinformationen. Herrlich.



Dann meine Familie. Kurze Pause. Energie tanken und dann einen entspannten Downhill hinunter. Unten über eine Straße, die wie alle sehr gut durch Helfer gesichert sind. Trotzdem schaue ich nach links und rechts. Und was entdecke ich rechts? Ein Schild BRD und ein deutsches Ortsschild direkt dahinter. Soweit nördlich bin ich also jetzt schon.
Und dann in den nächsten Anstieg. Und da zack: Ein Krampf. Erst ein leichter in der linken Wade aber eben leider ein Krampf. Ich trank erstmal genug und merkte wie es mir gerade die Energie aus dem Beinen zog :-/
So begann nun eine Leidenszeit. 40 km vor dem Ziel. Viel zu früh. Jetzt hieß es erstmal ein paar Gummibärchen aus dem Rucksack zu essen, viel trinken und irgendwie zum nächsten VP bei Km 44 zu retten. Aber diese 8 km zogen sich. Schrecklich. Schon bald war mein Trinken zu neige gegangen und ich spürte die Anfangspace deutlich. Meine Mitläufer musste ich nun ziehen lassen.
Endlich, nach vielen inneren Fluchereien und Zweifeln, die VP. Erstmal Cola, 2 Liter, und ganz viel Essen. Käse, Wurst, Schoko und Kekse. Mein Bauch schien gleich zu platzen. Aber ich hatte richtig Hunger. So war an weiterlaufen auch nicht zu denken. Aber weiter marschieren war zweifellos möglich. Also Schritt für Schritt weiter. Immer wieder versuchen ein wenig zu laufen. Aber die zweite Hälfte des Laufes war zweifellos die schwierigere und hügeligere. Nunja, da muss ich nun durch. Von einem Zeitziel habe ich mich schon lange verabschiedet und möchte nur noch ankommen. Teilweise fühle ich mich als ob ich gleich spuken muss, aber dann bremse ich mich ein.
Irgendwie komme ich zu VP 9, Km 56. Jetzt noch zwei Mal 9 km. Zur VP 4 und ins Ziel. Machbar. Eigentlich. Aber der Weg zur VP hat es mit einigen langen Abstiegen in sich. Dann eben wandern. Mein Kopf ist leer, meine Energie auch. Und ständig habe ich weiterhin Krämpfe. In beiden Waden und ab und an auch im Schienbein. Das ich da überhaupt Muskeln habe?


Irgendwie, ich weiß nicht mehr wie, erreiche ich den höchsten Punkt der Strecke, VP 4. Dort nochmals eine längere Pause, Wasser über den Kopf und dann mit einem Leidensgenossen weiter. Zwar können wir uns nicht verständigen aber zusammen ist man weniger alleine. Und wer denkt dass es auf dem Weg ins Ziel nur noch bergab gehen sollte täuscht sich leider. Zwei zähe Gegenanstiege stehen dem Finish noch im Weg. Und während ich einen der beiden hinaufgehe piepst die Uhr, zeigt mir 70 km an und damit eine Zahl die ich so zuvor noch nie in den Beinen hatte. Auf diesen Downhills lasse ich es nochmals so gut es geht laufen. Ab und an ruckartig gebremst von Krämpfen, aber eben laufend. Dann endlich Häuser. Meine Uhr zeigt schon lange 74km an. Aber bis zum Zielstrich kommt noch ein Stück. Und vor der letzten Kurve habe ich es endlich realisiert. Ich habe es wirklich geschafft. Nach 9:48 h erreiche ich das Ziel. Vollkommen geschafft, aber glücklich!


Der Abend ist dann schnell erzählt: Essen ohne Hunger, Blackroll, Zeit mit der Familie und versuchen zu schlafen. Aber das fällt mir besonders schwer. Zuviele Gedanken in meinem Kopf. ZU große Schmerzen in den Beinen und das Ungewisse war kommen mag.

Dann Sonntag Morgen. Irgendwie komme ich aus dem Bett raus. Mehr Schmerzen wie (Vor)Freude. Frühstück. Immer noch ein schlechtes Gefühl im Bauch. Egal, zum Start. Wieder eine Runde Tartanbahn. Aua, aua, aua. Dann ein noch längere Anstieg als gestern hinauf. Unglaublich was da zu Beginn kommt. Trotz frischer Temperaturen fließt mein Schweiß nur so. Ich bin eigentlich fix und fertig; laufe komplett unrund; mir ist schlecht. Doch ich laufe. 3 Km am Stück bergan. Aber ich spüre ich auch dass die Kraft nicht vorhanden ist. Und wohl auch nicht die Frische im Kopf die ich benötigen würde. Denn ab Km 14 etwa sollte sich die Strecke mit der von gestern gleichen.
Km 8, ich merke wie es mir schlecht wird und ich weiß auch dass ich das gleich wie gestern nicht noch einmal machen und schaffen werde. Ein Griff zum Telefon. "Kannst du mich abholen?" Danach plötzlich ein befreiendes Gefühl. Ein Lächeln. Und gleichzeitig Trauer. Aber diesen "letzten" Downhill lasse ich mir nicht verderben. Unten eine Straße. Ich weiß dass meine Frau gleich dort vorbeikommen wird. Also Ende. Den letzten Hügel zum VP spare ich mir. Erkläre lieber einem Helfer dass ich draußen bin. Sehe dann in die erschöpften Gesichter der Läufer und denke mir dass es auch anderen genauso geht. Vielleicht hätte ich es doch geschafft? in 8 Stunden oder so? Aber wozu? Mit diesen Schmerzen und Übelkeit? Wahrscheinlich war es richtig. Gewissheit werde ich nie haben. Nie bekommen. Aber stolz bin ich trotzdem! Und das zählt!

So geht dieses Wochenende zu Ende und ich genieße noch einen herrlichen Frühsommertag mit der Familie und fettigen Burgern. Das geht dann auch wenn man nicht mehr laufen muss.

Bis dahin:
Anstrengend, aber empfehlenswert

Markus