Sonntag, 13. März 2016

Mein kürzestes Rennen für immer!

Hallo,

bevor ich meine Laufpause einlege musste es nochmal ein Lauf sein der mich reizte und körperlich beanspruchen sollte. Aber da ich eben nicht wirklich lange Läufe geleistet habe in diesem Jahr und damit irgendwas vollkommen verrücktes und langes herausfällt sollte es eben ein Sprint sein. Also mein kürzester Lauf jemals. Und wahrscheinlich auch für immer.
Und zwar bin ich im Stuttgart Bahnhofsturm die 341 Stufen hochgerannt. Zum ersten Mal war dies im Rahmen eines Wettkampfs möglich und 150 Teilnehmer wollten sich gleich daran versuchen. Darunter auch Feuerwehrleute in kompletter Montur und mit Atemschutz.
Aber auch ein Ruby Frauenteam und Thomas Dold, immerhin 7facher Sieger des Empire State Treppenlaufs, nahmen teil. Aufgeteilt auf Spaßläufer, fortgeschrittene Läufer und Eliteläufer konnte sich jeder selbst einordnen. Ich füllte mich bei de fortgeschrittenen ganz Wohl und war dann auch zur Startnummerausgabe pünktlich da. Ohne was zu zahlen gab es die Nummer und dann hieß es Einordnen in die Schlange. Denn jede(r) durfte einzeln hochrennen. Überholen in diesem schmalen Treppenhaus mit einer Wendeltreppe wäre unmöglich.



Thomas Dold hatte mit einer Zeit von 59,4 sec ein wahnsinnige Richtzeit gesetzt. Morgens dachte ich noch 3 Minuten wäre eine vernünftige Zeit. Aber selbst der schnellste Feuerwehrmann lief in 2 Minuten da hoch. Ui, auf was habe ich mich da eingelassen. 
Irgendwann war ich an der Reihe. Also Schwung nehmen, über die Zeitmessmatte und hoch die Treppen. Ich versuchte immer zwei Stufen auf einmal zu nehmen. Lief am Anfang auch gut. Irgendwann kam jedoch eine größere Stufe und ich kam aus dem Tritt. Also weiter. Die Beine brannten schon jetzt. Und ich hatte keine Ahnung in welchem der 10 Stockwerke ich war. Nur von oben hörte ich Motivationsschreie. Während die oben ein Keuchen gehört haben dürften dass ich noch nie zuvor aus meinem Körper gehört habe. Immer schwerer die Beine und irgendwann ging rennen nicht mehr. Ich wechselte etwa nach dem 7. Stockwerk in den Gehmodus und lief so schnell es ging hoch. Dann konnte ich schon fast den Himmel sehen gab es eine Richtungsänderung. Der Drehwurm hatte mich aber gepackt und ich bin kaum um die Kurve gekommen. Noch 7 Stufen und oben war ich. 
Und jetzt lasst mich in Ruhe. Ich konnte einfach nicht mehr. Kein Wort mehr sagen. Kaum noch stehen. Die Beine zitterten. Aber trotzdem war ich froh. Froh mich dieser Herausforderung gestellt zu haben und es geschafft zu haben. Und das in immerhin 1:27min. Und damit Platz 10 bei den fortgeschrittenen Läufern. Übrigens hätte diese Zeit bei den gemeldeten "Eliteläufern" zu Platz 3 gereicht ;-)


Oben erstmal noch ein bißchen die Sonne genoßen und auch den Ausblick auf das Gleisvorbett des Stuttgarter Hauptbahnhofs und die Baugrube von Stuttgart21, falls sich jemand daran erinnert. 



Und da 87 Sekunden Sport dann doch etwas wenig sind stand ich nach etwas trinken 15 Minuten unten am Turm und beschloss nach Hause zu laufen. 20 frühlingshafte Kilometer lagen vor mir. Nüchtern. Als ich daheim angekommen bin sah ich dann auch wieder so aus wie auf dem Turm. Also zwei Mal an einem Tag an die Grenzen gehen muss dann nicht sein. Aber war ein Versuch wert.

Für die Zukunft verzichte ich, glaube ich zumindest, lieber auf solche Treppenläufe. Zwar habe ich heute kein Muskelkater, aber ohne wirkliches Training ist das vollkommen verrückt. Wobei mich das Empire State Building dann doch mal reizen würde.

Bis dahin:
Laufst du gerne Treppen?

Markus


Dienstag, 8. März 2016

Lebenszeichen

Hallo,

viel zu lange ist es her, dass ich mich zuletzt gemeldet habe. Und ob es in der nahen Zukunft besser wird mag ich auch erstmal bezweifeln.
Warum das ganze? Nunja, um ehrlich zu sein ist etwas die Luft raus. Nachdem ich den 50 km Lauf in Rodgau aufgrund mangelnder Form verpasste hatte hatte ich auch erstmal kein Ziel vor Augen. Und so lief ich dann auch im Februar. Mit vielen Pausen, völlig planlos und trotzdem noch auf 234 Kilometer. Ganz okay, aber eben auch ein Marathon weniger wie im Januar.
Und der bereits begonnene März? Reden wir nicht drüber :-)
Dazu kam im Februar nochmals eine kleine Krankheitsphase und vor allem der vobereitende Streß des Hausumbaus. Heute dort im Baumarkt, morgen dort etwas raussuchen, übermorgen das planen und Zeit mit der Familie will man auch noch verbringen. Irgendwie eben alles zuviel gerade. 
Und da es nun am Montag endlich losgeht mit dem Krafttraining beim Hausbau wird es ganz sicher nicht weniger. Ob ich da überhaupt noch dazu komme meine Laufschuhe zu binden sei dahingestellt. Leider. 
Ich merke selbst wie gut es mir tut wenn ich eine Stunde für mich habe und die frische Luft einatmen darf. So wie gestern. Schnelle 15 Kilometer nach einem Fachgeschäftbesuch nach Hause. Die eine Stunde war wundervoll. Die ganze Zeit Richtung Sonnenuntergang und auf schon fast vergessenen Pfaden. Wieso nicht immer so?
Hoffentlich erinnere ich mich noch daran wenn ich dann in, hoffentlich wenigen, Monaten wieder mehr Zeit habe um die Erde laufend zu erkunden. Wünsche, eher Träume, habe ich noch genügend für dieses Jahr. Und zumindest zu einem Lauf im Herbst bin ich bereits angemeldet. Ein Marathon im Jahr muss eben sein und bis Ende September sollte ich doch wieder auf den Beinen sein.


Solange wünsche ich allen frische Beine, viel Gesundheit und wenig Schmerz und vor allem Freude an dem was du tust! Lauft für mich eine große Runde mit :-)

Bis dahin:
Hoffentlich bis bald

Markus