Freitag, 6. März 2015

Silva Trail Runner II - Stirnlampe im Praxistest

Hallo,

zu Weihnachten habe ich eine Stirnlampe bekommen. Dabei handelt es sich um die Trail Runner II von Silva.
Diese Stirnlampe habe ich bei meinen Lauftouren durch den dunkeln Winter ausgiebig getestet.

Diese Eigenschaften soll das Modell haben:
- 140 Lumen
- 50 Meter Sichtweite
- 90 Stunden Akkulebensdauer
- 118 Gramm
- Gegen jede Art von Spitzwasser wasserdicht


Vorteile dieser Stirnlampe:

Das Gewicht ist bei dieser Stirnlampe sehr gering. Die 118 Gramm verteilen sich dabei auch noch wunderbar auf Vorder- und Hinterkopf.
Während bei der Lampe vorne die LED's wassergeschützt sitzen ist am Hinterkopf der Akku am Stirnband befestigt. Hierdurch wackelt auch beim Springen über Baumstämme nichts und die Lampe sitzt fest.










Das Stirnband sitzt auch wunderbar am Kopf. Dadurch, dass es so breit ist, greift es sehr gut am Kopf an. Auch hierdurch wird lästiges wackeln und verrutschen vermieden.
Und falls doch mal etwas rutscht oder auch quetscht ist das Band sehr schnell auf die richtige Größe des Kopfes eingestellt. Oder auch der Brust falls man es lieber auf diese Höhe tragen möchte.











Der wichtigste Aspekt beim Kauf einer Stirnlampe ist wohl die Helligkeit und Ausleuchtung dieser.
Diese kann ich nun, mit Abstrichen, empfehlen. Abstriche daher, da die Helligkeit und Ausleuchtung auf anspruchsvollen Trails nicht ausreicht.
Auf Straßen, Schotterwegen, etc. ist die Ausleuchtung dagegen auch bei bewölkten Nächten vollkommen ausreichend. Die Helligkeit wird jedoch nicht ganz 50 Meter weit reichen, aber reicht auf den beschriebenen Wegen vollkommen aus.
Die Lampe hat außerdem eine tolle Ausleuchtung. Nicht nur gerade nach vorne, sondern auch ausreichend die Seiten leuchtet sie aus.
Ich habe versucht die Ausleuchtung mal bildlich festzuhalten, jedoch ist dies etwas schwer:


Das linke Bild zeigt den Weg ohne jede Stirnlampenaktivität.
Auf dem mittleren Bild ist die Stirnlampe im Sparmodus. Dieser eignet zum Laufen kaum, außer bei Mondscheinnächten oder wenn Schnee liegt und schon eine Grundhelligkeit vorhanden ist. Bei dieser Funktion wird man jedoch selbst gut gesehen, sieht jedoch selbst nicht all zuviel.
In dem rechten Bild ist die Lampe vollkommen an. Nun kann man auch den Weg gut erkennen. In der Wirklichkeit war dieser Effekt noch ein wenig stärker.

Alle beiden Funktionen gibt es auch noch als Blinkfunktion. Auch dabei gilt: Gesehen wird man damit dann sicher, aber sehen tut man eher wenig.


Ein weiterer Vorteil ist die Anzeige in wie weit die Stirnlampe noch aufgeladen ist. Wenn man die Stirnlampe durch einen langen Tastendruck ausschaltet erscheint anschließend für einige Sekunden ein grüner, gelber oder roter Ring bei den LED's. Dadurch wird signalisiert wie viel Akku noch vorhanden ist und ob diese nicht bald gewechselt oder aufgeladen werden sollten.
Grün: Voller Akku!

Ein weiterer Vorteil ist für mich, dass man die Lichtrichtung nicht nur durch eine Kopfbewegung verändern kann. Man kann den Winkel in dem die Stirnlampe abstrahlt auch nach oben und unten korrigieren. Damit erreicht man, dass immer der optimale Bereich ausgeleuchtet ist.
Lichtwinkel verstellbar


Nachteil dieser Stirnlampe:

Man kann den Akku nicht direkt an der Steckdose aufladen. Betrieben wird die Stirnlampe mit 3 AAA-Batterien. Diese müssen entweder vollständig ausgetauscht werden oder als Akku's extern aufgeladen werden. Ist eben leider mehr Arbeit wie diese direkt an der Steckdose oder wie bei der Trail Runner II USB direkt am USB-Anschluss aufzuladen.
Das Batteriefach am Hinterkopf




Fazit:
Preislich liegt fängt die Trail Runner II von Silva aktuell bei rund 55 € an. Damit hat man dann eine solide Stirnlampe für den normalen Einsatz. Wer also für dunkle Zeiten einen treuen Wegbegleiter braucht kann gerne zugreifen.

Stirnlampe in Aktion!

Bis dahin:
Beleuchtung muss sein!

Markus

Kommentare:

  1. Vielen Dank für diesen interessanten Bericht (auch wenn auf meinem Bildschirm alle 3 Vergleichsfotos ziemlich dunkel sind - aber ich glaube jetzt einfach einmal, dass das am Computer und nicht an der Lampe liegt). Hast du mehrere Lampen, resp. gibt es eine, welche du noch besser als diese finden würdest?
    Liebe Grüsse
    Ariana

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    1. Einen wirklich Unterscheid sieht man auch nur auf dem rechten Bild ;)
      Ja, ich habe noch ein besseres und leistungsstärkeres Modell in der Hinterhand. Mehr dazu bald ;)

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  2. Danke für den interessanten Bericht. Ich laufe seit Jahren mit der Petzl Tikka http://en.wikipedia.org/wiki/Petzl#mediaviewer/File:Petzl_tikka_xp.jpg Die ist wasserdicht, aber die drei AAA müssen auch ausgewechselt werden. Man kann den Winkel verstellen und eine Streuscheube vor die Linse schieben, um den Nahbereich besser auszuleuchten. Ich meine, die hat damals 45 Euro gekostet. Für schwierige Trails würde ich sie auch lieber nicht benutzen, aber für meine Waldläufe hat es immer gereicht.

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    1. Genau, wenn es komplizierter wird nehme ich auch ein ganz anderes Spielzeug mit. Mehr bald hier.

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  3. Danke für den ausführlichen Test, v.a. die schlechte Lichtausbeute auf den Trails ist für mich ein K.O. Kriterium, da lob ich mir die Lupine, die ich dafür habe, da wird die Nacht zum Tage, was aber in schwierigem Gelände auch wirklich Sinn macht.

    Salut

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    1. Für Trails, etc. habe ich auch noch was besseres in peto. Aber für Otto Normalläufer reicht dieses Spielzeug vollkommen aus.

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  4. Hallo lieber Markus,
    danke für die Infos. Ich bin im vergangenen Winter zum ersten mal überhaupt mit Stirnlampe gelaufen und nutze die, die es beim Lichterlauf in Köln gab - sicherlich die einfachste Variante. Schon irre, was das gegenüber dem ganzen dunklen Laufen ausmacht.
    Aber Luft nach oben ist da wohl immer.
    Gruß
    Anja

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    1. Ich hatte die letzten Jahren / Winter auch immer nur eine solche Lampe wie du. Die tut es schon. Aber wirklich sicher habe ich mich damit auch nicht gefühlt. Zumindest im Rückblick seitdem ich mal so n Teil auf m Kopf hatte

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  5. Meine erste Stirnlampe war eine Silva. Die konnte ich weiter schmeißen als sie geleuchtet hat. Da scheint sich eine Menge getan zu haben.

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    1. Also ich habe mit meiner bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Technik entwickelt sich eben auch weiter.

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  6. Hallo Markus,
    danke für Deinen Erfahrungsbericht. Ich hätte gedacht, bei diesem Preissegment wäre es selbstverständlich, dass man den Neigungswinkel verstellen kann. Ok, gibt Nackengymnastik. Aber wahrscheinlich haben die alle so ihre Vor- und Nachteile.
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. Bei Silva muss man wohl etwas tiefer in die Tasche greifen um das zu bekommen. Habe auch eine mit der das geht, aber dazu bald mehr.

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    2. du das stimmt so nicht. selbstverständlich ist der neigungswinkel verstellbar. sogar rasterlos und problemlos auch während des laufens möglich.

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    3. Du hast recht! Das habe ich aber jetzt erst nach dem Hinweis bemerkt! Wird natürlich nach einem Lauftest korrigiert!

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  7. Hallo Markus,
    Danke für den Test - wir haben erst dieses Jahr mit Läufen in der Dunkelheit angefangen, und Frauchen ist gerade auf der Suche nach einer passenden Stirnlampe. Bisher ging es bei uns in der Großstadt, auch im Park, immer ohne. Da kommt Dein Test gerade recht!
    Gruß Iwan

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    1. Als Einstiegsmodell ist diese wirklich zu empfehlen. Wenn du ein besseres und leistungstärkeres Modell suchst werde ich bald noch einen weiteren Bericht schrieben.

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