Freitag, 30. Januar 2015

24 Stunden - 3 Läufe - 48 Kilometer

Hallo,

die letzten Stunden war mal wieder ziemlich trainingsintensiv. Aber auch gut.

Und das kam so:
Gestern nach der Arbeit wollte ich eine Stunde gemütlich laufen gehen. Direkt hier bei der Arbeit mal die Wälder durchstreifen und neue Wege, Trails und Schlammgruben kennenlernen. Hat auch super geklappt. Nur wurde aus einer Stunde gemütlich, 80 Minuten, knapp 17 Kilometer und fast 300 Höhenmeter.
Leider kamen die Kilometer und die Zeit zusammen weil ich mich etwas verlaufen habe und zeitweise jeden Trail, den ich gefunden habe, mitnehmen wollte.

Trotzdem wusste ich, dass eine lange Regeneration nicht möglich sein wird. Da meine Frau das Auto heute benötigte entschloss ich mich heute zur Arbeit zu laufen. Dafür hatte ich bereits an den Vortagen Wechselklamotten, Duschzeug und Verpflegung auf Arbeit deponiert.
Um möglichst früh heute morgen da zu sein und auch Feierabend machen zu können stand ich um 4:45 Uhr auf und war 5 Minuten später auch schon start bereit. Wobei ich kein gutes Gefühl hatte. Der Wind peitschte den Regen nur so gegen den Rolladen und als ich vor die Türe trat stellte er sich sogar als Schneeregen heraus. Aber egal - Markus, du wolltest es so. Zugfahren kann jeder...
Nach 300 Meter bereute ich diesen Entschluss. Der Wind kam von vorne und vernünftig atmen war kaum noch möglich. Glücklicherweise besserte sich das jedoch schon nach kurzer Zeit und nach 2 Kilometern war es von oben sogar schon trocken.
Von da an ging es dann mit Seiten- und Gegenwind leicht wellig zur Arbeit. Die Stirnlampe zeigte mir den Weg und als ich dann in der großen Stadt war war der aufkommende Verkehr  die größere Herausforderung.
Nach knapp 16 Kilometern war ich dann um 6:10 Uhr auf Arbeit und genehmigte mir erstmal eine heiße Dusche. Aber auch die Blicke der Kollegen waren bemerkenswert. Von Kopfschütteln bis Bewunderung war alles dabei.

Der Arbeitstag war dann durchaus etwas hart. Hunger und Durst konnten zwar gestillt werden, aber die Müdigkeit war eben doch vorhanden. Später kam dann die Sonne raus, aber bis ich in den Feierabend starten konnte war diese leider auch schon wieder verschwunden. Nur der Wind blieb dauerhaft bestehen.

Auf geht's nach Hause

14:45 Uhr habe ich Feierabend gemacht. Wieder sollte es auf dem direkten Weg nach Hause gehen. 
Während der erste Kilometer wie von selbst lief wurde es danach richtig anstrengend. Bis Kilometer 5 stand eine zähe Steigung an. Die Beine wurden schwerer und schwerer und es wollte sich kein gutes Gefühl einstellen.
Erst nachdem ich auf der Hochebene war wurde es besser. Und promt lief ich wohl sogar einen Kilometer in unter 4 Minuten. Zumindest wenn die Uhr nicht spinnt.
Von nun an sollte es fast flach 10 Kilometer nach Hause gehen. Die Kilometer verflogen und ich kam in einen tollen Flow.
Bis es wieder anfing mit Schneien. Fast waagrecht kamen die Schneeflocken von allein Seiten. Und durch meine ständigen Richtungswechsel konnte ich den Rückenwind auch kaum ausnutzen. Von nun an beeilte ich mich nach Hause ins Warme zu kommen.
Dies gelang dann auch zügig und nach weiteren 16 Kilometer war ich dann zu Hause. Nach einem Liter Wasser, einem guten Snack und einer heißen Dusche konnte es jetzt zum gemütlichen Teil übergehen.

Die Bilanz der letzten Stunden:
Donnerstag Nachmittag: 16,7 km - 290 HM - 4:48 min/km - Ø HF 155 - 4 °C - 1218 kcal
Freitag Morgen:             15,7 km - 89 HM  -  4:54 min/km - Ø HF 153 - 2 °C - 1072 kcal
Freitag Nachmittag:       15,7 km - 160 HM - 4:46 min/km - Ø HF 153 - 3 °C - 1110 kcal


Bis dahin:
Morgen ist Regenerationstag!

Markus




Kommentare:

  1. na das nenn ich mal "liebe zum laufen" oder? ;)

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  2. Alle Achtung - das ist ja ein strammes Programm. (Da mache ich mir dann wirklich keine Sorgen mehr mit deinem Marathon/Ultra plan.) Allerdings stelle ich mir so einen müden Arbeitstag dann weniger erfreulich vor...

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    1. Ja, für das Doppelprogramm hat mich das bestärkt. Für den Arbeitstag eher weniger.

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  3. Nur die Harten kommen in den Garten, was? Trotz aller Widrigkeiten alles gut gemacht.

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  4. Ha, das nenn ich mal Engagement für den Laufsport, Respekt! Die Bedingungen waren nicht optimal, aber Du hast Dich durchgebissen....

    Salut

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    1. Die Liebe zum Sport ist einfach groß genug ;)

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  5. Puuh, das hört sich wirklich anstrengend an. Aber wenn's Spaß macht...

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    1. Es hat großen Spaß gemacht. Zumindest fast die ganze Zeit

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  6. Finde ich gut
    mache ich auch
    nur nicht in deinem Tempo
    sonst wird es langweilig !

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    1. Mir wäre es langsamer auf Dauer womöglich zu langweilig. Aber jede(m) das seine und alles ist gut!

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  7. Das ist eine super Sache finde ich - zur Arbeit zu laufen oder von der Arbeit nach Hause. Das möchte ich auch können, geht leider im Moment nicht..
    Wie Du das aber machst - morgens hin UND abends gleich wieder zurück zu laufen und das bei so vielen Kilometer und bei den Bedingungen... Respekt!!

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    1. Ja, ist sehr praktisch Arbeit und Hobby miteinander zu verbinden. Und auch bei dir wird das wieder gehen.

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  8. Wow, Du hast aber echt Energie! Ich spiele ja schonmal mit dem Gedanken, vom Büro aus heimzulaufen. Das wären 25 km. Wenn ich das hier lese, muss ich da wohl mal ran. Aber -ich gebe zu- im Frühling, bis dahin fahre ich Zug ;-)
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. 25 Kilometer mal 2 wäre wahrscheinlich auch mir zuviel. Aber zurück ist das eigentlich die optimale Distanz!

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  9. Es ist wirklich praktisch, wenn man auf der Arbeit die Möglichkeit hat, sich frisch zu machen nach so einem Lauf :)
    Ich laufe jeden Morgen zur Arbeit - allerdings noch nicht einmal 500m :D
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

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    1. Ja, ohne Dusche würde ich das nicht machen! Die armen Kollegen ;)

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  10. Ui - also zur Arbeit laufen UND nach Hause zu laufen finde ich ja definitiv sehr beeindruckend! Ich glaube ich wäre eine von denen mit den bewundernden Blicken gewesen :-)
    Und das mit dem Verirren kenne ich zu gut - ich mag gar nicht an all die Läufe denken, bei denen ich mehr kriechend als gehend nach Hause kam, weil sie viiiiel länger als geplant geworden sind :-)
    Liebe Grüsse
    Ariana

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    1. Ja, verlaufen ist defintiv blöd beim laufen. Vor allem wenn man die Orientierung mal vollständig verliert oder in komplett unbekannten Terrain unterwegs ist. Aber bis jetzt ging noch jeder Lauf gut ;)

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  11. Besser kann man den Sport nicht in den Alltag integrieren, als zur Arbeit zu laufen!

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  12. Wow, du bist ja verrückt. ;-) Klasse, wenn man die Möglichkeit hat, auf Arbeit zu duschen. Da kann man das mit den Läufen dorthn gut machen. Bei mir ist das leider nicht möglich und bei einem Arbeitsweg von ca. 500m lohnt sich das auch nicht..... :-D

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    1. Ja, bei 500m würde ich auch nicht in meine Laufsachen schlüpfen wollen ;)

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  13. Hmmm, jetzt hat Blogspot meinen Kommentar von gestern ganz verschluckt :-((

    Was hatte ich denn noch geschrieben? Bestimmt ein großes Lob. 48 km in 24 Std sind ja kein Pappenstiel. Und dann noch ein Lauf zu so einer Uhrzeit. Mein lieber Scholli.

    LG Volker

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    1. Komische Sache. Du und mein Blog werdet wohl keine Freunde mehr ;)

      Danke dir Volker

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    2. Aber nur technisch, lieber Markus !!! ;-)

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  14. Volles Programm - Respekt dafür! Jetzt wird bestimmt erst einmal mindestens 24 Stunden regeneriert, oder?

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  15. Respekt! Hoffe, Du hast den Regenerationstag nutzen können (und zwar nicht zum Laufen ;-)) Frauchen spielt ja auch immer mal mit dem Gedanken, den Arbeitsweg laufend zu nutzen - geht aber nur am Ring entlang, das gäbe eine massive Kohlenmonoxid-Vergiftung.

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  16. Da haste mal was zusammengelaufen. Nicht schlecht! Und dann noch in einem irren Tempo, wie ich finde. Klasse ! Würdest Du das wiederholen?
    Lieben Gruß
    Kornelia

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    1. Ich werde es wiederholen. Schon diesen Freitag gibts die gleiche Strecke wieder. Nur ohne den Lauf am Donnerstag

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  17. Danke für deinen Kommentar :)
    Das ist ja unglaublich was du so läufst, meine allergrößten Respekt!

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    1. Nur mache ich das sicherlich nicht so häufig wie es vielleicht rüberkommt ;)
      Wobei ich heute wieder 32 Kilometer in den Beinen haben werde :D

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