Donnerstag, 30. Oktober 2014

Stäffele nuff ond na

Hallo,

erstmal keine Sorge, die Übersetzung gibt's gleich :-)

Letzte Woche sollte es bei wunderbaren Herbstwetter eine schöne Runde durch die Weinberge und die Wälder gehen. Gesagt - getan!
Nach kurzer Zeit stand ich auch schon mitten in den Weinbergen und konnte eine tolle Aussicht genießen.

Nach einigen Kilometern bog ich dann jedoch erstmal in den Wald ab. Aufgrund der Stumschäden blieb ich jedoch auf den breiten Waldautobahnen und zog meine Runden. Dabei kam mir dann auch eine spitzen Idee. 


In wenigen Tagen laufe ich ja bekanntlich den Indoor Marathon in Nürnberg. Und was hat dieser um auf die Strecke zu kommen? Ganz viele Stufen? Und was sollte Markus noch trainieren? Stufen laufen? Und was hat es in den Weinbergen? Stäffele. Also Treppen. Auch Schwäbisch. Und was habe ich dann einfach gemacht? Mir eine schöne Stäffele gesucht und bin nuff ond na gerannt. Also hoch und runter. Ingesamt 4 mal. Jeweils über 130 Treppen. In unter 45 Sekunden. Sollte ja auch Training sein.
Aber lassen wir doch einfach Bilder sprechen:



Danach geschafft - aber glücklich.

Nachdem ich also meinen Puls bis an den Anschlag getrieben hatte musste ich noch zurück laufen. Dabei konnte ich dann auch den Weinberg, den ich hoch und runter gerannt bin photographieren:



13,8 km - 340 HM - 4:59 min/km - Ø HF 157 - 7 °C - 995 kcal


Bis dahin:
Treppentraining ist zwar anstrengend, aber auch effektiv.

Markus



Sonntag, 19. Oktober 2014

Rößleweg Stuttgart - Ich war dann mal unterwegs

Hallo,

gestern morgen 8 Uhr. Treffpunkt Obertürkheim in Stuttgart mit 2 anderen Läufern. Plan war den 54 Kilometer und mit 1400 Höhenmeter bespickten Rößleweg zu laufen. Dieser Weg ist eigentlich ein Wanderweg der einmal rund um Stuttgart herumführt. Dabei durchläuft man die vielen Waldgebiete, läuft durch Weinberge, hat jedoch auch Treppen zu bewältigen und ab und an auch eine Hautpstraße die nach Stuttgart führt. Aber diese Abschnitte sind dann doch immer recht kurz und daher absolut okay.

Also gut, 8 Uhr. Los geht es im Nebel. Es soll zwar schön warm an diesem Tag werden, aber noch liegt der Schleier über uns. Da wir aber zu Beginn erstmal Höhenmeter machen müssen und dürfen sind wir ganz schnell darüber und die Sonne lacht uns an.  


Doch bevor es uns warm werden kann geht es ab in den Wald. Von nun an unser ständiger Begleiter. Breite Waldstraßen und schöne Singeltrails wechseln sich ab und sind wunderbar zu laufen. 

 Zwischendrin müssen wir kurz durch ein Wohngebiet und wie es der Zufall so will kommt genau in diesen Moment die Zahnradbahn. Diese fährt seit 1884 aus dem Talkessel hinauf auf die Hochebene und legt auf Ihren 2,3 Kilometer über 200 HM zurück.


Für uns geht es jedoch zu Fuß weiter.Kurz darauf verlassen wir kurz die gut ausgezeichnete Strecke und machen einen Abstecher auf den Monte Scherbeolino. Dieser mit 511 HM höchste Punkt im Stadtgebiet Stuttgarts bietet bei diesem tollen Wetter eine gigantische Aussicht auf Stuttgart. 
Den Namen bekam der Berg daher, dass nach dem 2. Weltkrieg 15 Millionen Kubikmeter Trümmerschutt darauf abgelagert wurden. Daraufhin wuchs der Berg nochmals um 40 Meter an.





Nach einer kurzen Verpflegungspause geht es dann auch gleich weiter. Denn bisher hierher ist erst etwa 1/3 der Strecke geschafft.
Weiter führt uns der Weg nun durch den Wald und über noch nasse Wiesenwege. Dabei werden wir von Fahrradfahrern überholt, die den Weg heute abradeln wollen.
Kurze Zeit später holen wir diese jedoch wieder ein. Die folgenden Treppen sind wir eindeutig schneller als die Radler.


Hier ist nun auch etwa die Halbzeit geschafft. Leider merke ich jedoch bei dieser Treppenpassage, dass mein Knie bergauf ziemlich schmerzt. Doch sobald wir wieder flach dahin laufen hält sich das in Grenzen und Kilometer um Kilometer vergeht.







Bei Kilometer 33 steigt dann einer der Mitläufer aus. Kein Problem bei diesem Weg denn wir kreuzen immer wieder die Stadt und damit auch S- und U-Bahn-Linien. Zwar fuhren die S-Bahnen aufgrund eines Streikes gestern nicht, aber mit der U-Bahn kommt man auch wieder an den Ausgangspunkt oder direkt heim. 

Kurz nach diesem Ausstieg erwartet und das hier: Treppen. Und ich ahne schlimmes. Denn nicht nur Treppen sondern ein ziemlich saftiger Anstieg folgt direkt,Ich gehe und spüre wie mein Knie zu arg schmerzt und vernünftig weiter zu laufen. 



An diesem wundervollen Aussichtspunkt entscheide ich dann nach 2/3 der Strecke: Auch für mich wars das heute. Bis hierhin war ich 37 Kilometer auf diesem Weg gelaufen. Die restlichen 17 hätten nochmals hinab ins Tal geführt und auf der anderen Seite hinauf bevor der Schlussabstieg kommt. Dies hebe ich mir dann eben für das nächste Mal auf.
Ich laufe nun also hinab ins Tal und suche eine für mich passende U-Bahn-Station um zum Startpunkt zu gelangen. Nach etwas verlaufen schaffe ich das auch und bin 30 Minuten später schon fast wieder am Auto. Dort erstmal ausgiebig verpflegen und dann heim und duschen.

Daheim merke ich dann auch, dass ich mir eine ziemliche üble Blutblase zwischen zwei Zehen gelaufen habe. Diese schmerzt auch ziemlich, aber nachdem ich sie aufgepiekst habe geht es schon besser.

Ich werde diesen Weg auf jeden Fall ein weiteres Mal laufen. Soviel Wald in und um Stuttgart war mir garnicht bekannt. Dazu noch die herrliche Aussicht und das anspruchsvolle Profile.

Und hier noch ein Link zum kompletten Rößleweg.

40,1 km - 790 HM - 5:59 min/km - Ø HF --- - 7-21 °C - 3166 kcal

Bis dahin:
Wem darf ich den Weg zeigen?

Markus

Freitag, 17. Oktober 2014

Wenn die Motivation mal wieder fehlt

Hallo,

auch bei mir gibt es immer wieder Phasen in denen es nicht läuft. In denen ich keine Lust habe zu laufen. In denen ich keine Lust habe mich zu bewegen. In denen ich viel lieber esse. Oder fernschaue. Oder einfach zu müde bin.
Aber trotzdem komme ich dann nach einiger Zeit da wieder raus!

Was mir dabei hilft? Hier einige Beispiele:

- motivierende Artikel oder Blogs. Am besten natürlich über sportliche Menschen mit viel Engagement und Spaß an der Sache oder einem besonderen Erlebnis.

- Zurückschauen auf Erlebtes. Das können besondere Laufveranstaltungen sein oder auch total wilde Regenläufe. Hauptsache etwas was mit positiven Emotionen durchzogen ist.

- In den Kalender schauen. Oh, es sind nur noch x-Wochen bis zum nächsten Laufevent. Ich sollte also durchaus was tun.

- wildes umhersurfen im World Wide Web. Aber nur auf Seiten mit Läufen oder Laufgeschichten. Meist springt mir dann ein ganz besonderer Lauf ins Auge. Oder eine tolle Idee. Und schon habe ich wieder ein Ziel.

- Der Kauf neues Laufequipments. Mit neuer Hose, Laufuhr oder gar Schuhen läuft es sich immer viel leichter. Nur zu oft darf man das auch wieder nicht machen ;-)

- Der Rohrstock. Naja, nicht ganz, aber gedanklich. Und zwar von einem lieben Menschen der genau weiß dass es dir danach besser geht und du nur aus dem Haus getrieben werden musst.

- Die Waage: Wann hast du dich zuletzt gewogen? Oder in den Spiegel geschaut? Wird es nicht mal wieder Zeit für Sport?

Quelle: http://slimandconfident.files.wordpress.com/2011/05/motivation.jpg

Bis dahin:
Sportlich ins Wochenende!

Markus

Dienstag, 14. Oktober 2014

Weitere Saisonplanung

Hallo,

während der Herbst immer mehr seine Schönheit zeigt und das Wetter eher spätsommerlich ist schließen die meisten wohl mit der Wettkampfsaison 2014 ab. Nicht so ich. Und das stand auch schon vor meinem verpatzen Marathon fest.

Ich plane dieses Jahr noch einen Marathon! Und zwar Mitte November.
Spinnt der? Da ist's doch (vielleicht) eiskalt, (vielleicht) liegt Schnee, aber auf jeden Fall kein optimales Wettkampfwetter. Aber mal ehrlich: Spielt das Wetter denn eine Rolle? Macht es nicht auch Spaß zu laufen wenn der Schnee unter den Schuhen knistert oder der Wind nur so um die Ohren zischt? Mir schon...

Aber: all das wird mir bei meinem Marathon nicht passieren. Es handelt sich nämlich um einen Marathon der vollständig im Inneren stattfindet. Und zwar um den LGA Indoor Marathon in Nürnberg.
Hier wird dann auf 55 Runden durch das Gebäude des TÜV Rheinland gerannt und dabei 455 Höhenmeter zurückgelegt. Wobei die Höhenmeter hierbei reine Treppen sind.
Na gut, ich gebe zu, dass das alles verrückt klingen mag. Aber genau deswegen wird es bestimmt umso geiler.
Und damit es im Gebäude auch nicht zu voll ist dürfen auch nur 120 Läufer + 30 Staffel starten. Und die Plätze waren auch sofort weg.

Quelle: http://indoormarathon.lga.de/indoormarathon_organisation.shtml

Und um nicht vollkommen unvorbereitet in dieses Abenteuer zu gehen werde ich auch noch entsprechend trainieren. Und zwar sowohl lange Läufe (dazu nach dem Wochenende mehr), als auch Läufe mit Treppenstufen. Und da habe ich hier in der Umgebung ein paar knackige Treppen. Da kann man dann auch mal ohne Probleme 100 bis 200 Treppenstufen hintereinandern hochlaufen. Und auch wieder runter.

Ansonsten werde und möchte ich dieses Jahr auch noch an einem Silvesterlauf teilnehmen. Da es jedoch bei mir vor der Haustüre mind. 3 davon gibt bin ich mir noch nicht sicher wo ich starten werde.
Außerdem wäre es auf der Arbeit gerne gesehen, wenn ich auch noch an einem 10 km Lauf teilnehmen würde. Da dieser aber nur 6 Tage nach dem Marathon sein würde bin ich hier noch etwas unsicher.

Bis dahin:
Ein bißchen verrückt geht immer

Markus

Dienstag, 7. Oktober 2014

Kuschelkissen verloren

Hallo,

nach einem viel zu faulen, aber notwendigerweisen erholsamen Wochenende, merkte ich wie dringend ich gestern wieder zum Laufen musste. Am deutlichsten ist das zu sehen wenn ich zuviel Energie habe oder unausgeglichen bin.
Allerdings konnte ich mich gestern noch nicht so recht für eine Strecke entscheiden und so kam es am Nachmittag ganz recht, dass wir daheim feststellten: Oh Mist, unser Sohn hat morgens in der Stadt sein Kuschelkissen verloren. Und ohne das Einzuschlafen? Unmöglich.

Also hieß es bald darauf "Ich bin dann mal weg". 
Bis zum Parkplatz sollten es 7 Kilometer sein und je nachdem wo es in der Stadt sein könnte hätte noch etwas dazu kommen können.
Zuerst einmal, wie fast immer, 1 Kilometer und 50 HM hinab um dann flach am Fluss entlang zu traben. Dieser Kilometer gehört logischerweise immer zu meinen schnellsten. Bei 3:48 min blieb gestern meine Uhr stehen. 
Überrascht war ich eher, dass auch die folgenden beiden Kilometer mit unter 4:20 min/km so gut liefen. Aber das nimmt man gerne mit! 
Die weiteren 4 Kilometer ließ ich es dann etwas ruhiger angehen 4:40 min/km in die Stadt ein.
Eigentlich schien da gestern sogar die Sonne, aber da die mittlerweile so tief steht bekommt man im Tal davon gar nichts mehr mit. Schade eigentlich, aber beim Laufen wird es mit trotz Kurz / Kurz immernoch schön warm.

Direkt am Parkplatz entdeckte ich dann auch den Grund meines Laufes. ein kleines grünes Kissen mit aufgestickten Elefanten. Netterweise wurde es sogar auf eine Mauer gelegt. Schnell schnappte ich mir dieses und düste wieder heimwärts. 
Dabei war es dann gar nicht so einfach das Kissen, dass so wundervoll weich und flauschig ist, nicht als Schweißkissen zu verwenden. um waschen blieb nämlich abends keine Zeit. 

Nachdem ich dann drei weitere Kilometer dahin gelaufen bin entschloss ich mich auf den restlichen 4  flachen Kilometer nochmals Vollgas zu geben.
Km 10: 4:21 min/km
Km 11: 4:13 min/km
Km 12: 4:21 min/km
Km 13: 3:58 min/km

Nach diesem 13. Kilometer war mein Puls dann bei, für mich hohen, 173 bpm. Und noch sollte ein steiler Kilometer folgen. Den ging ich aber zunächst ruhig an. Doch nach 500 Metern und dem steileren Stück entschloss ich mich auch da zu Vollgas. So wurde auch dies noch ein Kilometer mit fast 5 min. Und auch wenn mein Puls dann bei knapp 180 bpm lag störte mich das nicht weiter. 

Ich wußte, mein Sohn würde schlafen können und ich hatte mich ausgepowert. Braucht es mehr? Für mich nach diesem Lauf nicht.

Ich hab mein Kissen wieder :-)

14,1 km - 90 HM - 4:26 min/km - Ø HF 159 - 24 °C - 975 kcal

Bis dahin:
Ohne Vollgas fehlt mir manchmal was

Markus

Samstag, 4. Oktober 2014

Meine After-Marathon-Woche

Hallo,

auch wenn das Erlebnis am Sonntag sehr einschneidend, lehrend und unvernünftig war, so kann ich eines nach diesem Marathon sagen: Mir ging es am Tag danach und auch heute nie besser nach einem Marathon! Ich wage sogar zu behaupten schon ziemlich gut regeneriert zu sein. Sicherlich nicht vollständig, aber doch so um wieder laufen zu können.

Am Montag Morgen bin ich ohne jeglichen Muskelkater oder schwere Beine aus dem Bett raus und fühlte mich gut. Mein Körper sagte "Du kannst laufen" - mein Kopf entscheid sich dagegen. Stattdessen erstmal auf die Waage. Da ich mich zufälligerweise auch am Morgen vor dem Marathon gewogen hatte konnte ich erschreckendes feststellen: - 4kg! Ohje. Dann erstmal gut essen und trinken. Den beides ging an diesem Morgen wieder ohne Probleme.
Den restlichen Montag verbrachte ich dann sehr ruhig und genoss die sonnige Zeit mit 27°C bei Spaziergängen!

Die Dienstag begann wie der Montag. Nur dass sich mein Körper über den Montag wohl die Energie in Form von Nahrung geholt hat, die er benötigt hat. Denn das Gewicht war schon fast wieder normal. Glücklicherweise!
Da draußen noch eine graue Nebelsuppe herrschte ging es dann mittags ging es dann Baden. Ein 1A Erlebnisbad musste es sein. Und wie schön ist es, wenn da mal fast nichts los ist und man jedes Becken für sich alleine hat. Und die Rutsche auch :-D Die Treppen da hoch konnte ich sogar schon wieder sprinten...
Auf dem Heimweg ließ ich mich dann in einer vernünftigen Entfernung rausschmeißen und lief die 11 km nach hause. Mit 50 Minuten liefen die fast zu gut um wahr zu sein!

Mittwoch dann leichte schwere Beine, aber nix dramatisches. Wieder war Regeneration angesagt. Spaziergänge und Gartenarbeit erledigten den Rest.

Donnerstag morgen hatte ich mir wieder vorgenommen laufen zu gehen. Aber nach dem Aufstehen war ich noch zu müde und schlapp und beim Blick nach draußen verging mir erst recht die Lust: Einen solchen Frühnebel habe ich selten erlebt. Keine 20 Meter Sichtweite. Und um 11 Uhr noch immer nur 50 Meter bis eine graue Wand erscheint.
Na und? Also rein in die Laufsachen und raus geht's! Und sofort kam die Sonne raus. Wunderschöne 13,5 km in einer guten Stunde später war ich zwar ziemlich abgeschafft aber noch viel glücklicher zu hause.

Freitag stand dann von der Feuerwehr ein Wandertag an. Also auch wieder nix mit Regeneration. Es sollte ja ordentlich gewandert werden bevor wir uns über riesige Fleischberge hermachten. Und nachdem wir zurück waren musste auch noch ein Kuchenbuffet verschlungen werden.
Abends war ich dann zwar ziemlich K.O., aber für einige Zeit musst doch mal das TV angemacht werden, war ich doch, zumindest im Publikum, mehrmals zu sehen.

Und heute?
Nunja, ich bin ziemlich müde und auch die Lust auf Bewegung ist noch nicht vorhanden. Aber ich habe fest vor dieses Wochenende noch meine Beine zum Bewegen zu bringen. Ohne wird es nur noch schlimmer. Da kenne ich meinen Körper zu genau.

Wie ihr also seht bin ich wieder ganz vernünftig unterwegs und werde sicherlich nicht nochmals so einen Blödsinn machen wie am vergangen Wochenende!

Bis dahin:
Genießt das lange Wochenende!

Markus