Montag, 28. Juli 2014

Nix läuft mehr!

Hallo,

die letzten Tage wurde etwas ruhiger um mich. Aus einem einfachen Grund. Es läuft nix mehr bei mir. Und meine Beine erst recht nicht.
Dabei soll aber keiner sagen, ich hätte es nicht probiert. Seit zwei Wochen laufe ich zwar so gut es geht und so häufig es geht, aber nicht mehr rund und auch nicht mehr in meinem Tempo.

Konkret: Seit den großen Laufumfängen mit dem Finale von vor zwei Wochen mit über 50 Kilometern ist der Wurm drin.
Zwar war von vorne herein anschließend ein wenig Regeneration geplant, aber bisher hatte ich diese noch nie notwendig. Mag es sein, dass ich doch alt und weniger fit werde?!?

Auf jeden Fall habe ich mir in der folgende Woche nur knapp über 30 Kilometer gegönnt. Von manch einen viel, für mich eine relativ kleine Sache in sieben Tagen. Leider (??) war darunter auch ein schneller Lauf, der mich deutlich an meine Grenzen gehen ließ und womöglich sogar darüber hinaus.
Tatsache ist, dass ich diesen wohl noch schlechter weggesteckt habe wie die 50 Kilometer eine Woche zuvor.

So hieß es auch diese Woche erstmal Beine hochlegen und nichts tun. So gerne ich laufen würde, meiner Gesundheit zu liebe ließ ich es besser sein. Denn so abgeschafft wie ich zuletzt immer daheim ankam und erstmal minutenlang meine Pause brauchte, so kannte ich mich nur von extremen Tempoläufen mit großer Hitze. Aber niemals von Läufen um die 5 min/km Pace. Was für mich nicht schnell ist.

Am Mittwoch habe ich mich dann wieder rausgetraut. Nach 3 Kilometer war ich schon ziemlich angeschlagen, nach 6 Kilometer fix und fertig und nach 10 Kilometer kurz vor dem K.O. Und als ich nach 16 Kilometer daheim angekommen bin ging es mir auch erstmal gar nicht so gut.
Aber hey, sonst habe ich dass doch auch immer alles weggesteckt. Also Donnerstag gleich wieder. Diesmal war jedoch nur eine kleine, nicht mal 5 Kilometer lange, Runde geplant. Und auch hier war ich deutlich langsamer wie sonst. Aber es lief irgendwie. Zwar nicht gut, aber besser als am Vortag!

Für Samstag hatte ich schon ein paar Tage lang wieder einen Lauf von über 20 Kilometer geplant. Am Morgen aufgestanden und erstmal keine Lust gehabt. So kam der Mittag und der später der Hunger. Und ich lief erstmal nicht. Gegen halb 7 konnte ich mich dann doch noch aufraffen und lief los. Und schon nach 50 Metern merkte ich, dass es wieder nicht lief. Schnell überlegte ich mir Alternativen und Abkürzungen für diesen Ernstfall und wollte entsprechend vorbereitet sein.
Nach 8 Kilometern nahm ich dann auch so eine Abkürzung und durfte dann erstmal 2 Kilometer bergan rennen. Erstaunlicherweise aber recht gut und flüssig. Und in diesem Moment auch unverkrampft. Schnell war ich sowieso nicht unterwegs.
Auf der Hochebene wußte ich dann, dass es noch 3 Kilometer bis heim sind und ich wollte vorsichtig schauen was noch ging. Also Vollgas. Langsam kenne ich nicht. Liegt darin dass Problem?
Aber zurück zu den 3 Kilometern: Es lief wie von Geisterhand plötzlich. Endlich wieder Kilometerzeiten von unter 4:30 min/km. Und am Ende sogar unter 4 min/km. Yeah!

Gerne hätte ich Sonntag das nochmal bestätigt. Aber wenn man mal so richtig müde ist und einem schon beim Spazieren die Augen zu fallen sollte man das mit dem Sport lieber lassen. Und das tat ich dann auch.

Leider waren es dann auch diese Woche "nur" 33 Kilometer.
Für diese Woche habe ich mir endlich mal wieder 50+ Kilometer vorgenommen. In 4 Wochen steht schließlich der Saisonhöhepunkt an. Und bis dahin sollte ich wieder fit sein!

Und wenn ich so aus den Fester schaue habe ich auch richtig Lust laufen zu gehen und mit den Hufen zu scharren:


Bis dahin:
Bald läuft's bestimmt wieder!

Markus

Mittwoch, 23. Juli 2014

Test - New Balance Minimus Trail (MT1010 V2)

Hallo,

vor etwa zwei Monaten habe ich mir ein neues paar Laufschuhe gegönnt. Und zwar den New Balance Minimus Trail (MT1010 V2).
Folgende Erwartungen hatte ich zum Kaufzeitpunkt an den Schuh:
- Abseits Asphaltstraßen guten Halt und sicheren Stand.
- Direkter Kontakt mit dem Untergrund und Rückmeldung dessen, ohne jedoch schmerzende Steine im Fuss zu spüren.
- Ein leichter und flexibler Schuh.

Beim Auspacken dieses Modells war ich zuerst einmal positiv überrascht.
Ich hielt einen leichten, flexiblen Schuh in der Hand, der auf den ersten Blick eine griffige Sohle zu haben scheint.




















Nach nunmehr dutzenden Laufkilometern in diesem Schuh kann ich mir folgendes Urteil erlauben:
Der Schuh ist wahrlich super leicht und angenehm zu tragen. Man hat hier keinen schweren Klotz am Bein wenn man zu seiner Runde antritt. Auch während längerer Touren wurden meine Beine bisher nie schwer und der Schuh nicht unbequem.
Die Passform ist einfach wirklich wunderbar angenehm.
Und durch die atmungsaktive, aber nicht wasserdichte, Oberfläche des Schuhs hat man auch immer eine wunderbare Belüftung an seinem Fuß.
Trotz allem hat er noch einen Zehenkappe die besonders bei Trailpassagen notwendig ist und auch ihren Dienst vollbringt.

Das wichtigste bei diesem Schuh ist für mich jedoch wie sich der Schuh auf diversen Untergründen verhält:

1. Schotter, Kies, Waldwege, steinige Passagen, Gras, Matsch:
Der Schuh liefert genau das, was man von ihm erwartet. Einen festen Halt und sicheren Stand, sowie die Übermittlung der Kraft auf den Untergrund ohne abzurutschen! Auch spitze Steine spüre ich am Fuß nicht. Diese hält die Sohle ab.

2. Asphalt
Zugegeben, der Schuh ist nicht für Asphalt gemacht und für eine reine Tour über diesen Untergrund nur bedingt geeignet. Er bietet zwar auch hier Halt und Sicherheit, wie jeder normale Schuh auch, aber er erzeugt bei mir nach einigen Kilometern Rückenschmerzen im unteren Rücken. Ob dies an der geringen oder anderen Dämpfung oder etwas anderem liegt kann ich nicht beurteilen. Tatsache ist jedoch, dass ich nur bei diesem Modell diese Schmerzen erhalte und dies obwohl noch noch Schuhmodelle im Schrank stehen habe die weniger gedämpft sind. Daher meide ich mit diesem Schuh längere Asphaltabschnitte auch so gut es geht. Teilweise sind diese auf dem Weg  zu meinen Trails jedoch notwendig. Dann wird eben auf dem Grünstreifen nebenan gelaufen.

3. Nasses Holz oder Steine
Bei Trockenheit hat dieses Schuh keine Probleme mit dem Grip. Sobald es jedoch Nass wird gibt es Untergründe auf denen man zu rutschen beginnt. Ganz besonders ist dies bei nassen Hölzern, wie z.B. bei Holzbrücken oder auch Steinplatten der Fall. Sollte man hier mit zuviel Geschwindigkeit ankommen und abbremsen müssen oder ein Richtungswechsel ist notwendig ist für die Sicherheit nicht mehr zu gewährleisten.
Allerdings muss ich bei diesem Punkt auch sagen, dass mir noch kein Schuh unter die Füße gekommen ist, der bei nassen Hölzern und dieser teils spiegelglatten Oberfläche wirklich ausreichend Grip bietet.







Fazit:
Meine Erwartungen wurden mit diesem Schuh erfüllt! Für unter 80 Euro bekommt man von New Balance einen Schuh der das hält was er verspricht. Sicherheit und direktes Laufgefühl auch abseits befestigter Straßen.

Bis dahin:
Von mir eine Kaufempfehlung

Markus

Montag, 21. Juli 2014

Der Lauf durch die Heimat

Hallo,

nach einer sehr lauf armen Wochen mit wirklich schweren Beinen und einem müden Körper stand am gestrigen Sonntag ein läuferisches Highlight dieses Jahres an. 
Im Rahmen der Heimattage Baden-Württembergs, die dieses Jahr in Waiblingen stattfinden, sollte es einen Ortschaftslauf durch alle 5 Ortschaften und die Kernstadt geben. Und da ich genau in einer dieser 5000 Selen Ortschaften aufgewachsen bin und jetzt wieder lebe musste ich da mitlaufen. So oft wird man im Leben nicht in den Genuss kommen 200 Meter von der eigenen Haustür vorbeizulaufen.

Bei der Strecke sollte es sich um eine 15 Kilometer lange Strecke handeln. Zuerst etwas hügelig bis man bei Kilometer 6 an der Rems angekommen ist und es dann flach entlang dieses Flusses zum Zielort gehen sollte. 

Vor dem Start um 9 Uhr war ich noch ziemlich entspannt. Dabei wurde ich dann sogar von einer Zeitungsredakteurin interviewt warum ich so locker sei. Wenn man länge Distanzen gewohnt ist sollte einem 15 Kilometer nicht mehr so die Angst einflößen ;-)


Pünkltlich um 9 Uhr wurden wir dann auch auf die Strecke geschickt. Ich kannte einige andere Läufer und habe mich an denen orientiert wo ich mich aufstelle. Also ab in die 2. Reihe mit mir. 
Die Anfang war sehr hektisch und schnell. Und vor allem sollte es nur bergab gehen. So stand dann auch eine 3:15 min nach einen Kilometer auf der Uhr. Und die ersten hatten bereits 20 Meter Vorsprung. Hilfe, was habt ihr vor? 
Ich selbst hatte mit einer Zeit von unter einer Stunde geliebäugelt. Bei normalen Verhältnissen wäre das auch drin. Allerdings war es wohl zu heiß dafür und meine Beine nach der Vorwoche noch nicht wieder die alten. 
Auf jeden Fall ging es in diesem Tempo weiter. Selbst die einzige wirklich nennenswerte Steigung über ein Kilometer bei Km 3 lief ich noch in 4:22 min/km hinauf. Damit war ich mehr als zufrieden. 



Anschließend sollte es durch meine Heimat gehen. Als ich dort in den Ort hineinlief war ich etwa 8. Als ich hinauslief 5. Ich ließ es also krachen und wollte mich von meiner besten Seite zeigen. Klar, wenn an jeder Ecke bekannte Gesichtet stehen :-)
Aber ich hatte wohl auch etwas überpact. Dies merkte ich dann etwa bei Km 7 im Flachstück. Mir fehlte fortan die Kraft um noch in unter 4:15min/km zu laufen. Das lag aber wohl auch daran, dass ich komplett auf nüchternem Magen gelaufen bin und auch am Vortag nicht allzu gesund und vernünftig gegessen habe. Dazu gesellten sich dann noch Magenkrämpfe. Aber aufgeben ist nicht.
So musste ich dann leider auch noch 2 Leute mich überholen lassen.  Aber hey, die Zeit sollte immer noch ganz gut werden. Durchgangszeit bei Km 10 waren 39:55min. Passt doch.



Als es dann endlich in Richtung Ziel abging drehte ich mich auch mal um und sah hinter mir niemanden mehr. Also kein Zielspurt notwendig. Darüber war ich in diesem Moment auch heilfroh.
Also ab ins Ziel und erstmal vernünftig ausruhen und trinken. Den das meiste Trinken, dass ich unterwegs erhielt, landete im Gesicht oder Nacken. 
Als ich dann im Ziel auf die Ergebnisse schaute war ich auch erfreut. Zwar knapp die Stunde verpasst aber eben als 7. mit 1:00:48 h ins Ziel gelaufen. Bei 180 Starter nicht so schlecht. 
Und damit durfte ich dann später auch noch mir eine Urkunde und T-Shirt abholen. Ein perfekter Sonntag Morgen also.

Die Siegerzeit war übrigens 52:30min auf die 15 Kilometer. Das ist selbst für mich unerreichbar :-)

Bis dahin:
Welch einmaliges Erlebnis!

Markus

Mittwoch, 16. Juli 2014

Und nun?

Hallo,

die letzte Wochen waren wirklich sehr intensiv. Zum Einen hatte ich eine wundervolle Zeit zuhause während meiner Elternzeit und zum Anderen durfte ich am WM-Laufspiel teilnehmen und hatte so noch mehr Motivation um zu trainieren!

Seit Montag ist bei mir jedoch erstmal die Luft raus und ich bin ein wenig platt. Optimale Zeit also eigentlich um mal zu regenerieren. Aber bevor ich das machen und ob ich es überhaupt mache erstmal ein kurzer Rückblick auf die letzten 5 Wochen:

Messung:25 Aktivitäten
Distanz:359.79 km
Zeit:31:41:51 h:m:s
Positiver Höhenunterschied:6,512 m
Ø Geschw:11.4 km/h
Ø HF:154 bpm
Ø Schrittfrequenz (Laufen):--
Ø Trittfrequenz (Fahrrad):--
Kalorien:22,358 cal
Durchschn. Distanz:14.39 km

Fast 360 Kilometer in 5 Wochen. Soviel hätte ich echt nicht erwartet. Das ergibt immerhin über 10 Kilometer am Tag im Durchschnitt. Damit bin ich mehr als zufrieden. Auch wenn ich statt an 35 Tagen nur an 25 Tagen mich bewegt habe. 
Und auch die 32 Stunden Sport muss man erstmal schaffen. Das ist etwas was ich auch nur geschafft habe da ich eine tolle Unterstützung daheim hatte und mir dadurch auch etwas Zeit freischaufeln konnte. Danke!

Aber wie geht's nun weiter?
Am Montag habe ich kurz versucht laufen zu gehen. Betonung liegt auf versucht. Wollte entspannt laufen. Aber wenn die ersten 200 Meter schmerzen dann lasse ich es lieber bleiben und schone mich noch ein wenig.
Stattdessen bin ich heute mal wieder Rad gefahren. Zwar nur wenige Kilometer und auch nicht wirklich sportlich. Aber Hauptsache bewegt. Vielleicht kommt ja darüber wieder die Lust am Laufen und Bewegen. 
Denn leider kann ich jetzt nicht einfach mal für einige Zeit die Beine hochlegen. Oder besser: Ich will nicht!

Am Sonntag steht nämlich schon der nächste Wettkampf an. Allerdings "nur" 15 Kilometer. Aber durch mein 5000 Selen Heimatdorf hindurch. Und das als einmalige Sache. Ist eine Selbstverständlichkeit, dass ich dort starten werde und das Ding am liebsten in unter einer Stunde rocken würde. Die Frage ist nur ob meine Beine bis dahin schon wieder so frisch sind. Ich werde es einfach herausfinden. Und darauf freue ich mich.

Anschließend möchte ich dann gerne entspannt weiter trainieren um dann Anfang August noch 1 bis 2 längere Läufe zu laufen um am 24. August fit genug an der Startlinie zu den 69 Kilometern stehen zu können!
Und auch der Herbst ist teilweise schon geplant. Aber dazu später genaueres.

Bis dahin:
Lieber mehr regenerieren wie verletzten!

Markus

Montag, 14. Juli 2014

And the winner is ...

Hallo,

die WM ist vorbei. Und damit auch das WM-Laufspiel. Und um es vorwegzunehmen, im Finale habe ich verloren. Sieger ist damit Thomas. Herzlichen Glückwunsch dir! Mit 60 Kilometer am gestrigen Tag hast du dir das wahrlich verdient!

Aber auch ich habe versucht so viel wie möglich zu laufen. Da mir jedoch die Beine, vor allem die Oberschenkel, noch sehr schmerzten von meinem Lauf am Mittwoch habe ich mir etwas besonderes überlegt. Um immer auf einer möglichst ebenen Strecke zu laufen und dabei genügend Verpflegung zu haben ging ich zu uns an den Fluss und baute mir einen "kleinen" Versorgungspunkt auf.  So richtig schön mit allerlei Trinken und Essen und für alle Fälle auch Wechselklamotten und -schuhe.
Geplant hatte ich nämlich im besten Fall 7 Stunden durchzuhalten und so mind. 70 im Besten Fall Richtung 80 Kilometer zu laufen.

Punkt 7:20 h wollte ich dann starten. GPS-Signal wurde gefunden, aber sobald ich die Uhr startete stürzte sie ab. Schon am Mittwoch spinnte meine FR210 ein wenig. Gestern wollte sie dann gar nicht mehr. Allerdings kenne ich die Strecke und deren Länge von unzähligen Trainingskilometern ziemlich gut. Also einfach so losgelaufen.

Und zwar immer am Fluss entlang. Der erste Kilometer ging über eine Schotterstraße, dann folgte ein waldähnlicher Boden und die letzten 400 Meter dann auf Asphalt. Dann nach 2 Kilometern umdrehen und zurück zum Ausgangspunkt. Kurz was trinken und essen wenn nötig und auf geht's zur nächsten Runde. 

So verflogen zu Beginn die Runden und auch Kilometer. Nach der ersten Stunde war ich bei 12 Kilometer, dann aufgrund einer etwas längeren Pause bei besuchender Frau und Sohn 11 Kilometer um in Stunde drei nochmals 12 Kilometer zu laufen. Es lief also. Allerdings seit geraumer Zeit mit immer größeren Schmerzen in beiden vorderen Oberschenkeln. Die Belastung war wohl eindeutig am Mittwoch zu hoch, bzw. die Regeneration zu kurz. 

Nach 36 Kilometer wollte ich eigentlich schon aussteigen, doch dann bekam ich Unterstützung auf dem Fahrrad. Und wenn schon welche extra wegen mir auf dem Fahrrad vorbeikommen kann ich doch nicht einfach aussteigen. Also ging's weiter. Zwar nicht wirklich rund, aber es lief. Schritt für Schritt, Meter für Meter, Kilometer für Kilometer, Runde für Runde. Die Pausen wurden nun länger, dass Essen und Trinken weniger. Aber es war mehr als genug vorhanden!
Als die Marathondistanz nach 3:40 h geschafft war wusste ich dass es nicht mehr weit gehen wird. So lief ich diese und die folgende Runde noch zu ende um erschöpft einsehen zu müssen dass ich zwar alles gegeben habe, aber leider nicht das geschafft habe was geplant war. 48 Kilometer hatte ich zu diesem Zeitpunkt zurück gelegt. 

Jetzt ging's ans Einpacken und nach Hause kommen. Und da lief ich dann mit Kinderwagen einen Kilometer noch nach Hause. Man weiß ja nie, ob nicht dieser Kilometer entscheidet :-)

Daheim dann erstmal die Beine hochgelegt und geduscht. Ich hatte solch Schmerzen dass an Aufstehen nicht mehr zu denken war. Aber über den Tag wichen diese Schmerzen immer mehr aus den Beinen in Richtung meinen Kopf. Irgendwann hämmerte dieser so arg, dass ich frische Luft und Bewegung brauchte. 
Und scheinbar war das genau das was mein Körper wollte. Denn da ging es mit meinen Beinen schon wieder einiger massen. Allerdings kamen auch nur 2,1 Kilometer zusammen. Es sollte ja nur ein kurzes Intermezzo sein. 

Zu hause ging es dann ans Ausruhen und als die Kopfschmerzen nicht nachlassen wollten musste ich dann kurz vor dem Spiel mit Kopfschmerztabletten aushelfen. Seitdem geht es mir aber wieder gut. 
Selbst beim Aufstehen heute morgen keine Schmerzen und kein Verfluchen der vielen Kilometer. Sondern Dankbarkeit dabei gewesen sein zu dürfen!
Danke dir Christian für die Veranstaltung des tollen WM-Laufspiels. Auch wenn es für mich am Ende "nur" zu einem zweiten Platz gereicht hat, so bin ich sehr glücklich über die vielen Kilometer die ich während der 7 Lauftage gesammelt habe. Wenn ich richtig gerechnet habe müssten es über 240 Kilometer sein!




Bis dahin:
Langsam mal in die Regeneration starten!

Markus

Freitag, 11. Juli 2014

Salomon 4 Trails - Die erste Etappe

Hallo,

in der Adventszeit gewann meine bessere Hälfte die Teilnahme an der Schnupperetappe des Salomon 4 Trails. Diese Schnupperetappe ist die erste Etappe der viertägigen Veranstaltung, die noch bis morgen läuft. Im gesamten geht es beim 4 Trails von Garmisch-Partenkirchen bis nach Samnaun in der Schweiz. 160 Kilometer mit mehr als 10.000 HM. 
Die erste Etappe, die mir meine Frau dankenswerter weise überlassen hatte, führt von Garmisch-Partenkirchen nach Ehrwald in Österreich. Und zwar über 36,3 Kilometer mit 2410 HM aufwärts und 2113 Hm abwärts.

Ich hatte mich im Vorfeld sehr auf diesen Lauf gefreut sollte er doch eine Kostprobe für meinen Ultralauf im August in den Bergen sein. Leider standen dann die Anzeichen an diesem Morgen garnicht so gut für mich:
- Ein Sonnenbrand vom Sonntag tat noch sehr weh und ich musste die ganze Zeit einen Rucksack tragen
- Die Anreise von der Ferienwohnung war fast 45 Minuten lang und wir mussten sehr früh aufstehen um noch an die Startunterlagen zu kommen
- Es regnete seit über 24 Stunden non-stop und ich wußte nicht wie gefährlich dies an diesem Tag werden könnte
- Mein Handy hatte einen Tag zuvor den Dienst quittiert und ich musste das meiner Frau für alle Fälle mitnehmen (Vorschrift Veranstalter). Allerdings konnte ich nun sie nicht mehr erreichen und auch sie mich nur unter erschwerten Bedingungen. 

So hatte ich nachdem ich meine Startnummer hatte wirklich ein sehr schlechtes Gefühl. Je näher jedoch der Startzeitpunkt 9:50 Uhr rückte umso besser wurde es. Immerhin.


Vor dem Start warteten wir alle noch im warmen. Wir, das heißt etwa 40 auf der Schnupperetappe und über 400 die alle 4 Tage laufen wollten. Ein herrliches Bild war das. Wer sonst bei einem Marathon schon von "Verrückten" spricht hätte sich das mal anschauen sollen :-)


Langsam ging ich in die Startaufstellung. Aber bevor ich da hin durfte wurde erstmal die Pflichtausrüstung kontrolliert und abgehakt: Lange Laufklamotten, Regenjacke, Handy, Trillerpfeife, Erste-Hilfe-Set, Mütze, Handschuhe und natürlich Getränke. Den unterwegs sollte es nur drei Verpflegungsstationen geben. Dann aber wirklich mit Vollverpflegung und der Möglichkeit seine persönlichen Getränkevorrat wieder aufzufüllen. 


Im Dauerregen am Start spürte ich dann wirklich so etwas wie Vorfreude! 

Und los ging's: Zuerst 2 Kilometer auf Asphaltstraßen aus der Stadt und sofort danach auf Schotterpisten Kilometerlang den Berg hinauf. Zu beginn noch im Laufschritt wechselten alle nach den ersten hundert Metern um mich herum in einen schnellen Gehschritt. 
Der Vorteil von geschätzt 2/3 der anderen Läufer war, dass diese Stöcke zur Unterstützung dabei hatten. Ich habe es bewusst ohne versuchen wollen um zu erfahren wie heftig die Anstiege den sind. Auch hatte ich keine Lust diese die ganze Zeit zu tragen wenn sie nicht benötigt werden. 



So sah ich etwa nach 8 Kilometer aus. Der erste Anstieg war geschafft und ich rollte zur ersten Verpflegungsstation. 


Dort habe ich mich gut gestärkt um dann den Anstieg zum heutigen höchen Punkt in Angriff zu nehmen. Und der Weg da nach oben war wunderschön. Schmale Singeltrails auf Schotter, Waldboden, Steinen und Wurzeln ließen uns in Serpentienen den Berg erklimmen.


Zwischendrin wurden wir dann auch mal aufgemuntert als es hieß das es ja nur noch 25 Kilometer seien ;-)

Von oben ging es dann auf solchen Wegen bergab. Teilweise war es dabei sehr rutschig und ich machte eher langsam. 
Leider fingen hier auch meine Schmerzen an. Und zwar an den Füßen. Meinen Salomon Speedcross boten mir zwar super Grip doch nun merkte ich, dass diese eindeutig etwas zu klein waren. Bei jedem Schritt stoß ich nun vorne mit den Zehen an und spürte richtig wie sich Blasen bildeten. 


Endlich unten war ich froh wieder leicht bergan laufen zu dürfen.  Das war richtig Wellness für die Füße.
Dann kam auch endlich Verpflegungsstation Nr. 2 und ich war haarscharf davor hier aus zu steigen. Aber alles dort was so motivierend und ich wusste auch nicht wie ich ins Ziel kommen sollte oder meine Frau erreichen sollte, also musste ich weiter.

Und wer dachte mit dem höchsten Punkt sei das anstrengendste schon geschafft täuschte sich gewaltig!
Den nun ging es so richtig steil bergan. Teilweise wie hier auch auf Skipisten. Aber stehen bleiben war nicht sondern dank eisernem Willen ein Fuß vor den anderen setzen!


Mit der Grenzüberschreitung nach Österreich wurde es dann leider nicht besser. Auch wenn hier erstmal ein schönes Stück im Wald kam das man laufen konnte. Und auch wieder wollte. 


Doch nach dem nächsten Abstieg kam für mich der schlimmste Anstieg: Schier unendlich ging es diesen Grashang nach oben. Ich kam kaum noch voran und war ehrlich gesagt der Erschöpfung auch sehr nahe. Aber irgendwie machte es trotzdem Spaß :-)


Oben angekommen und nach einen weiteren schönen Singeltrail sahen wir im Tal zum ersten Mal Ehrwald. Unser heutiges Ziel!


So wie oben auf dem Bild war die komplette Strecke bestens markiert. Entweder mit den Schildern, oder mit Kreidepunkten auf dem Boden oder mit Bändern an Bäumen. Verlaufen war unmöglich. Auch davor hatte ich etwas Angst.

Wie man sieht hatte ich dank des scheinbar nahen Ziel wieder richtig Freude an dem ganzen Lauf.


Allerdings sagte mir kurz danach jemand, dass es noch über 6 Kilometer und mindestens einem Anstieg bis ins Ziel ist. Von daher: Erstmal Euphorie bremsen.
Aber dank meines Adrenalins ging's von da an viel besser. Ich überholte noch einige und genoss den letzten Weg nach unten richtig.

Meine schmerzenden Füße und Knie / Oberschenkel, die auch schon länger nicht mehr so wollten wie ich, blendete ich aus und rannte ins Ziel. So gut es ging eben.
Nach 5:13 h war ich dann auch dort. Empfangen von Zuschauern und Mitläufern. Ein richtig schönes Gefühl!
Mit dieser Zeit wurde ich sogar Dritter in der Schnupperetappe. Aber von allen Läufern war ich wahrscheinlich nicht unter den ersten Hundert. Von daher ist alles relativ :-)

Aber ich war in diesem Moment auch froh an den nächsten Tagen nicht mehr laufen zu müssen. Da schmerzten mir meine Füße / Beine doch eindeutig zu viel!


Im Ziel musste ich dann erstmal meine Frau und Sohn suchen. Ich war nämlich schneller als geplant da und die waren noch nicht da. Aber wir fanden uns dann und ich freute mich auf die Heimfahrt. Aber nicht darauf die Schuhe auszuziehen und die Füße zu sehen.
Diesen Anblick möchte ich euch auch ersparen, denn auch heute, 2 Tage danach kann ich noch kaum laufen und habe schreckliche Schmerzen. An laufen ist nicht zu denken. Stattdessen lieber ein Bild meiner nassen, dreckigen Schuhe:


Fazit:

Ein richtig geiler Lauf! 
Wer schon immer mal zu Fuß durch die Alpen wollte kann ich diesen Mehrtageslauf nur empfehlen. Allerdings ist ein ordentliches Training mit Bergerfahrung notwendig! Der Vorteil zum TAR ist eindeutig, dass es auch alleine möglich ist zu laufen.

Ich bin jetzt erstmal weiter am regenerieren und freue mich schon auf meinen nächsten Lauf am Wochenende. 

Bis dahin:
Geil war's!

Markus

Mein Weg ins Finale!

Hallo,

die letzte Woche war ich im Urlaub und habe diese auch größtenteils genossen. Wunderschön war es im Voralpenland und bergig noch dazu.

Und es standen ja neben wandern und baden, solange das Wetter noch gut war, auch ein Viertelfinale beim WM-Laufspiel auf dem Programm. 
Samstag sollte es rund gehen. Und es sollte unser Anreisetag werden. Also wieder mal vor 6 Uhr aufgestanden, Schuhe an und los geht's. Nach 21 km wurde mir durch meine bessere Hälfte eine Flasche Iso gereicht und so konnte ich bis Km 27 durchlaufen. Erstmal genug um eine lange Autofahrt zu überstehen.
Kaum im Urlaub angekommen ging es auf eine gemütliche Runde um alles dort zu entdecken. Die nächsten 8 Kilometer waren verbucht.
Und als es Abend wurde und ich noch Kraft in mir spürte beschloss ich den Berg direkt vor unserer Ferienwohnung in Angriff zu nehmen. 2 1/2 Stunden sollte die Wanderung hinauf dauern. Und wie ich mich so überschätze sagte ich daheim: "In einer Stunde bin ich daheim." War ich dann auch - aber ich war nicht oben, aber immerhin 500 HM waren mein auf den rund 9 Kilometer. 
Im gesamten kamen dann 44 Kilometer zusammen. Und mehr ging und wollte dann auch nicht mehr. Und es hat auch gereicht für's Halbfinale.

Das ich diesen Berg allerdings nicht bezwingen konnte ärgerte mich und so unternahm ich am Montag einen weiteren Versuch. Diesmal von der anderen Seite her kommend. Die ersten 4 Kilometer gingen noch irgendwie, dann musste ich in einen schnellen Gehschritt wechseln und als das Ziel schon in greifbarer Nähe war sah ich keine Wegmarkierungen mehr. Aber das es geregnet hatte und der Weg bergan schon sehr rutschig war wollte ich dort unter keinen Umständen wieder runter. Also weiter hoch. Und so kraxelte ich, teilweise auf allen vieren, den Berg hinauf um dann wie aus dem nix vor dem Gipfelkreuz zu stehen. Knapp 800 HM in 57 min erklommen anstatt der 2 1/2 Stunden. Ich war zufrieden und genoss erstmal den Ausblick bevor es auf der anderen Seite herunter ging. Dort sah ich dann auch, dass es Samstag besser war umzudrehen und heimzu laufen. Der Weg nach wäre noch zu weit gewesen.

Der Höhepunkt des Laufens erfolgte aber am Mittwoch. Meinem Halbfinale. Von Anfang an des WM-Laufspiels wusste ich, dass ich unbedingt dieses Halbfinale benötige. Denn es stand ein offizieller Lauf auf dem Programm. Und zwar die 1. Etappe des Salomon 4 Trails. Die Teilnahme an dieser ersten Etappe, einer Schnupperetappe um nicht alle 4 Tage mitlaufen zu müssen / dürfen hatte meine Frau gewonnen und mir dankenswerter Weise überlassen. Und ich wollte diesen Lauf unbedingt als Training für meinen Lauf im August laufen.
Und so startete ich auch über die 36,3 Kilometer mit über 2400 HM. Einen Bericht zu diesem Lauf werde ich die Tage posten. Vorab nur ein Bild aus dem Ziel:


Nach etwas Auslaufen im Ziel kam ich dann auch auf über 38 Kilometer an diesem Tag und wollte nicht mehr laufen. Und konnte nicht mehr. Kann es heute noch nicht wieder. Aber egal, ich stehe jetzt im Finale über auch wenn es extrem schmerzhaft wird, ich werde Sonntag laufen. Einen Nuller werde ich da sicher nicht abliefern.
Aber hey, selbst ein 2. Platz wäre ein Ergebnis das mich wahnsinnig stolz machen würde!

Bis dahin:
Sportliche Urlaube sind so geil :-)

Markus


Donnerstag, 3. Juli 2014

Gastbeitrag - Aus der Sicht meiner besseren Hälfte

Liebe „Lauf Markus, lauf“-Leser,

mein Mann bat mich meinen ersten Lauf schriftlich festzuhalten und euch daran teil haben zu lassen.
Eigentlich wollte ich niemals mit dem Laufen beginnen. Wenn man einen so erfahrenen und erfolgreichen Läufer an seiner Seite hat, steht man immer irgendwie in seinem Schatten. Doch eine Schwangerschaft verändert so einiges im Leben einer Frau. Wenn ich das süßeste Baby der Welt betrachte, weiß ich, dass sich jedes zusätzliche Kilo auf meinen Hüften gelohnt hat. Doch manchmal kommt man in die Verlegenheit auch mal seinen eigenen Körper zu betrachten und sieht dringenden Handlungsbedarf. Eine Schwangerschaft ruiniert nicht die Figur! Die Figur braucht nur etwas mehr Schweiß und Muskelkraft ;-)
An meinem ersten Muttertag war ich so voller Mutterglück und beschwipst von einem Glas Sekt zum Frühstück, dass ich meinem charmanten Mann alles glaubte und meldete mich zu einem Halbmarathon im Oktober an. Mein Mann sagte, dass ich das kann. Seit dem trainiere ich mit einem Trainingsplan und meinem persönlichen Lauftrainer drei Mal die Woche. Der Plan sieht zwar vier Mal vor, doch das macht mein Körper (noch) nicht mit.
Jetzt komme ich gerade von einer Intervalleinheit auf der Bahn zurück, weiß was eine Pace ist, absolviere Steigerungsläuft, habe immer wieder Achillessehnenschmerzen, kenne den Unterschied zwischen Jogger und Läufer, besitze eine GPS-Uhr (Danke Schatz!) und ärgere mich über Walker mit ihren Stöcken. Das hätte ich mir vor wenigen Wochen noch nicht zugetraut. Und mein Mann auch nicht.  
Sechs Wochen hatte ich Zeit um mich auf den 7km-Lauf in Stuttgart vor zu bereiten. Das war echt hart, aber ich hab’s geschafft. Mein Trainer sagte, 50min seien realistisch, ich solle es langsam angehen, er ging mit mir das Höhenprofil durch, erklärt wann ich was essen solle, wie ich am besten an’s Trinken gelange und wie man den Becher richtig hält damit wenig daneben geht.

Ich hatte meinen eigenen Plan. Vielleicht etwas unkonventionell aber erfolgreich. Ich wollte von Anfang an Gas geben und keine Zeit mit Trinken verschwenden. Die Kilometer teile ich mir im Kopf gut ein und hatte die richtige Musik dabei (auch vom Trainer empfohlen). Von der Strecke weiß ich nicht viel. Die Läufermasse hatte mich erschlagen. Slalomlaufen war ich nicht gewöhnt und dachte bei jedem Ausbremser durch langsamere Läufer, ich muss mehr Gas geben um die Zeit wieder einzuholen. Mein Plan war Kilometer 4 langsamer zu laufen, um mich zu erholen, doch dazu kam es nicht. Kurz vor dem Ziel hatte mir eine Läuferin versehentlich von hinten ein Bein gestellt. Ich sah mich schon den Asphalt knutschen, doch alles ging gut. Von da an, konnte ich aber nicht mehr. Ich sehnte mir das Stadion endlich herbei. Das Einlaufen in‘s Station sollte ich genießen, sagte mein Mann. Ich war aber weder beflügelt noch hoch emotional, außer als ich meine beiden Männer winkend in der Menschenmasse im Stadion entdeckte. Ich war einfach froh nach 41:54 min im Ziel zu sein. Mein Plan ging auf :-) Der nächste Lauf steht bereits schon an. Mein Mann schenkte mir seinen Startplatz beim 10km-Lauf in Ludwigsbrug. Diesmal brauche ich eine andere Strategie. 10km bin ich bisher noch nie gelaufen. 

Zielsprint!

Grüße
Nadja

Mittwoch, 2. Juli 2014

Mein erstes Mal

Hallo,

am Sonntag war es soweit. Ich hatte mein erstes Mal. Als Zuschauer bei einem Lauf.

Nachdem wir morgens nach Stuttgart gefahren sind und endlich einen Parkplatz hatten ging es daran die Startunterlagen abzuholen. Da ich in den letzten beiden Jahren selbst dort gestartet bin kannten wir, meine Frau, ich und der Kleine, uns aus und alles ging schnell und professionell über die Bühne.
Anschließend begaben wir uns in die Mercedes-Benz-Arena wo gerade die Zieleinläufe der Halbmarathonläufer mit einer Zeit von 1:30 h anstanden. Auf der gefüllten Haupttribüne war eine richtig gute Stimmung und im Sitzen konnte man gar nichts mehr sehen.



Leider war die Zielgerade im Stadion dieses Jahr nur 70 Meter lang und nicht wie in den Vorjahren einen 3/4 Stadionrunde lang. Dadurch war es auch sehr schwer einen Läufer erstmal zu erkennen und dann bis ins Ziel zu begleiten.
Nachdem es dann angefangen hatte zu regnen und teilweise sintflutartig wurde waren wir froh als der Regen vorbei war. Dann waren es auch nur noch 25 Minuten bis zum Start des 7 Kilometer Laufs meiner Frau.
Also einmal den Massen hinterher und zwischendrin den Kinderwagen ein paar Stufen hoch- und runterschleppen.
In diesen Momenten auf dem Weg zum Start war ich so aufgeregt als ob ich selbst laufen würde. Dabei hatten wir gerade die Startnummer bei meiner Frau befestigt, den korrekten Sitz des Chips überprüft und die Musik und Laufuhr startklar gemacht. Also ging's ans Verabschieden und viel Erfolg wünschen.
Meine Frau reihte sich irgendwo ein und ich versuchte einige Meter nach der Startlinie ein schönes Plätzchen zu finden. Kurz danach gab es dann auch den Startschuss und die ersten Läufer kamen vorbei.




Nachdem mich das Feld passiert hatte ging es daran schleunigst zurück in die Mercedes-Benz-Arena zu kommen um den Zieleinlauf nicht zu verpassen. Erst einmal musste ein Weg ohne Treppen gefunden werden, aber auch dieses Hindernis wurde gemeistert. Anschließend noch den Junior umsorgen und füttern und kaum hatte ich mich versehen kam nach 21 Minuten auch schon der Sieger ins Ziel. Wahnsinn wie schnell.
Da ich die grobe zu erwartenden Zeit wusste machte ich mich 5 Minuten vorher auf den Weg zu einem besseren Platz. Doch kaum da angekommen sah ich meine bessere Hälfte auch schon ankommen und war total baff. Um diese Zeit hatte ich und konnte ich sie noch nicht erwarten. Aber wahnsinnig stolz war ich trotzdem auf sie. Und bin es noch!
Immerhin läuft sie erst seit wenigen Wochen und ist jetzt zum ersten Mal unter 6 min/km gelaufen Wow!


Nach dem Zieldurchlauf hieß es alles zusammenpacken und raus aus dem Gedränge. Hinein ins nächste. Außerhalb des Stadions und gerade hinter der Zielverpflegung war so viel los mit Angehörigen, Freunden, Läufer, etc. dass man extrem schnell den Überblick verlieren konnte. Nach einigen Minuten haben wir uns dann aber doch gefunden. 

Was nehme ich als Zuschauer mit? 
Wahnsinn wie anstrengend zuschauen sein kann. Es erfordert wirklich eine hohe Konzentration. Den so schnell wir Läufer sind so schnell sind wir auch wieder weg. Und dann doch noch an einen anderen Punkt zum Zuschauen kommen kann ganz schön anstrengend sein.
Aber eines weiß ich auch mit Sicherheit! Beim Laufen geht trotz allem die Zeit viel schneller vorbei als beim Zuschauen. 

Ich freue mich auf jeden Fall schon heute auf weitere Momente des Zuschauens und vielleicht läuft man auch mal gemeinsam. Dann fehlt eben nur noch ein Babysitter...

Bis dahin:
Ich bin so stolz auf dich!

Markus