Donnerstag, 27. März 2014

Begegnungen beim Laufen

Hallo,

wann immer ich laufen gehe treffe ich unterwegs Menschen unterschiedlichster Kategorien. Diese lassen sich nach meinem Empfinden in positive oder negative Begegnungen einordnen. Und nun ein, wahrscheinlich unvollständiger, Versuch dies zu beschreiben:


Läufer
Positiv:
- Grüßt höflich zurück oder nickt zumindest zu
- Macht auf schmalen Wegen auch Platz zum Überholen oder für die Entgegenkommenden
- Hat auch noch andere Themen in seinem Leben als die nächste Bestzeit
- Auch mal für einen kurzes Gespräch ist bei der Laufrunde Zeit

Negativ:
- Regt sich über jeden im Wald auf weil er kein Tempotraining am Sonntag Mittag zur Hauptzeit der Spaziergänger und Familien durchziehen kann
- Rennt im Naturschutzgebiet querfeldein und beschädigt dabei junge Pflanzen oder schreckt Tiere auf
- Akzeptiert die anderen Läufer nicht so wie sie sind und möchte diese immer anstacheln zu neuen Läufen, bzw. missioniert im gesamten Umfeld seines Lebens
- Lässt sich nicht überholen und bricht lieber zusammen als sein Leistungsvermögen abzurufen


Hundehalter
Positiv:
- Gut erzogener Hund, dem man auch ansieht das er wirklich nichts macht
- In kritischen Situationen mit Radler, Läufer oder Kinderwagen wird der Hund sofort gerufen und / oder an die Leine genommen

Negativ:
- Quer über den Weg gespannte Hundeleine als Hindernis für alle anderen
- Hinterlassenschaften, die nicht entfernt werden
- Eine lapidarer Satz: "Der macht doch nichts" wenn man darum bittet den Hund zu rufen oder an die Leine zu nehmen um sicher an ihm vorbeizukommen


Spaziergänger
Positiv:
- Motivierende Sprüche beim Vorbeirennen, z.B. sieht spitze aus; weiter so; den Berg schaffen Sie!
- Freundlich gegrüßt zu werden
- Kinder, die gerne abgeklatscht werden wollen oder ein Stück mit einem rennen

Negativ:
- Der Weg wird über die gesamte Breite für mehrere ausgenutzt und kein Platz gemacht
- Raucher, die einen den Qualm zupusten
- Unqualifizierte Sprüche, à la warum rennst denn so; im Biergarten ist's schöner; und das soll gesund sein?


Radfahrer
Positiv:
- Kinder die nicht überholt werden wollen und dann ein kleines Wettrennen mit einem veranstalten
- Freundlich klingelnde Radfahrer, die dich nicht einfach beim Laufen schneiden oder mit Vollgas von hinten dich erschrecken

Negativ:
- Nicht akzeptieren zu können das ein Läufer schneller unterwegs ist und dann krampfhaft versuchen Gas zu geben
- Rücksichtslose Mountainbiker im Wald in viel zu hohen Tempo


Mir ist natürlich klar das nicht jeder Mensch böse eingestellt ist und auch jeder Mensch mal Fehler macht, aber wir können doch alle ein wenig mehr Rücksicht auf einander nehmen. Dann sollte doch ein geselliges Miteinander machbar sein.
Selbstverständlich ist diese Liste auch noch nicht vollständig und kann jeder Zeit erweitert werden wenn dir / euch etwas fehlt.

Bis dahin:
Was gefällt / stört euch beim Laufen?

Markus

Dienstag, 25. März 2014

Sinnvolles und schönes - Hilfe benötigt

Hallo,

noch nicht einmal mehr ein Monat und bei meinem Alter steht eine 3 ganz vorne. Oh weia... 
Aber jammern will ich jetzt nicht den 30 soll ja das neue 20 sein, warten wir es mal ab.

Mein Problem ist ein anderes: Jedes Jahr werde ich gefragt was ich mir den wünsche und was man mir schenken kann. Dabei bin ich mit meinem Leben wie es ist restlos zufrieden. Gesund, Glücklich, mit Familie, ein Dach überm Kopf und mind. ein paar Laufschuhe zum Abschalten. 

Quelle: skate-log.de

Nun sind das aber keine Wünsche mit denen man die Schenkenden belästigen kann. Zumindest sind die dann doch etwas genervt immer zu hören das man nichts benötigt. Also bin ich mal in mich gegangen und habe mir einige Wünsche überlegt. Zufälliger weise habe auch alle etwas mit dem Thema Laufen zu tun:

- Laufschuhe, da ich sowieso neue benötige. Modelle und Größen sind bekannt

- Blackroll Orange, da meine Beine durchaus ab und an eine Massage benötigen könnten

- Bücher zum Thema Ultralauf

- Die DVD "I want to run"

- Ein Laufshirt ohne Ärmel für den Sommer

- Die Teilnahme an bereits geplanten, aber noch nicht angemeldeten Läufen, oder auch ganz neuen und interessanten


Leider ist mir dann nichts mehr eingefallen. Und hier kommt ihr ins Spiel. Schreibt mir doch mal bitte was es noch für sinnvolles und / oder schönes im Bereich Laufen gibt. Vielleicht besitze ich das eine oder andere schon oder erachte es auch nicht als sinnvoll, aber jeder Tipp, jede Hilfe ist sehr gerne willkommen!

Also ganz konkret: Was sind eure ultimativen Geschenktipps für Läufer?

Bis dahin:
Ich erstelle dann daraus mal eine übersichtliche Liste

Markus

Sonntag, 23. März 2014

And the winner is...

Hallo,

zwar werde ich nichts gewinnen, aber nominiert wurde ich trotzdem. Und zwar vom Pulsmesser mit seinen 11 Fragen an mich und zu meinem Blog:

1. Welche Begebenheit gab dir den Anstoß, um mit dem Bloggen zu beginnen?
Angefangen hat alles damit das ich mich jemanden mitteilen wollte und ich daheim auch mal Zeit haben wollte über was anderes zu sprechen als das Laufen. So begann ich für mich aufzuschreiben was ich beim Laufen erlebe und sehe und was mich beschäftigt. Daraus ist dann allerdings recht schnell etwas mehr geworden.

2. Nach welchen Kriterien hast du deine Blog-Plattform ausgewählt?
Als einer der sich bisher dato nicht mit dem Bloggen beschäftigte kam mir nur Google mit seinem Möglichkeiten in den Sinn und so wählte ich auch Blogspot als das Naheliegenste.  Ob ich das jedoch wieder so machen würde weiß ich aktuell nicht sicher.

3. Das Eröffnen eines Blogs erzeugt einen gewissen Druck, dort regelmäßig etwas zu veröffentlichen. Wie gehst du damit um?
Ich versuche schon regelmäßig zu posten und auch andere Blogs zu lesen. Aber wenn es mir nicht gelingt habe ich damit auch kein Problem. Bei mir gibt es wichtigeres im Leben als die virtuelle Welt.

4. Hast du schon einmal ein "Runner's-High" erlebt? Wie würdest du es beschreiben?
Ja, aber leider ganz sicher nicht bei jedem Lauf. Sondern eher dann wenn man es nicht erwartet. Z.B. gestern als ich komplett ohne Erwartungen aufgebrochen bin und 100 Minuten später und 22 km glücklich und entspannt daheim angekommen bin ohne das es niemals so weit hätte kommen sollen. Aber wenn es dann läuft heißt es einfach laufen lassen.
Ansonsten ist das "Runner's High" sehr schwer zu beschreiben. Aber es trägt dich einfach ohne Kraftanstrengung hinaus in die Welt. Und ohne das du viel davon mitbekommst.

5. Welche Auswirkung hat das Bloggen auf dein tägliches Leben?
Ich lese seitdem gerne und regelmäßig andere Blogs und lasse mich davon auch motivieren. So hat es also auch etwas positives. Besonders freue ich mich über (positive) Kommentare.

6. Wirst du von Bekannten persönlich auf Dinge angesprochen, die du zuvor gebloggt hast?
Bisher eher wenig, kam jedoch auch bereits vor. Eher wenige in meinem Umfeld wissen Bescheid.

7. Was tust du, um eine möglichst breite Leserschaft mit deinem Blog zu erreichen?
Mir kommt es nicht auf Masse sondern auf Klasse an. Daher bin ich jeden von euch dankbar der das hier liest. Und zwar gerne :)

8. Wievielen Blogs folgst du? Und liest du immer alle Updates?
Gezählt habe ich sie noch nie. Aber ich denke das es etwa 20 bis 25 Blogs sind. Alles lesen übersteigt jedoch meine Möglichkeiten. Und ich hoffe das wird auch verstanden. Aber wenn ich etwas lese und interessant finde kommentiere ich das dann auch.

9. Was möchtest du im Blog lieber nicht von dir preisgeben?
Also privates und negative Erlebnisse außerhalb des Sports wird es von mir nicht zu lesen geben. Allerdings wird es nach dem regen Zuspruch vielleicht weiterhin das ein oder andere Bild meines Kleinen geben.

10. Über welchen Kommentar hast du dich bisher am meisten gefreut?
Den einen gibt es da garnicht. Das ganze Spektrum von Anerkennung, über Aufbauendes bis hin zu Fragen sind und waren dabei und werden von mir gerne beantwortet.

11. Welchen ultimativen Tipp möchtest du deinen Blogger-Kollegen geben?
Verstelle ich für deinen Blog nicht! Und sage / schreibe auch wenn dir etwas nicht passt. Das macht dich menschlich und bringt dich deiner Leserschaft näher!


Normalerweise dürfte ich jetzt auch wieder 11 Personen nominieren und mir Fragen ausdenken. Da ich jedoch keine Kettenreaktion hier auslösen möchte werde ich das hier an dieser Stelle nicht machen. Wer jedoch auch die 11 Fragen beantworten möchte. Sehr gerne. Nur zu.

Bis dahin:
Einen ruhigen Wochenendenausklang

Markus 

Freitag, 21. März 2014

Testbericht - o-motion pro socks

Hallo,

vor einiger Zeit wurden mir von o-motion zwei Paar Kompressionsstümpfe für den Sport zur Verfügung gestellt. Ein paar davon habe ich nun ausführlich getestet und möchte meine Erfahrungen mit euch teilen.

Bei dem von mir getesteten Paar handelt es sich um die professional compressions sport socks.









Aussehen:
Diese gibt es in vier Farben: weiß, schwarz, rot und blau. Erhalten habe ich sie in blau. Und was für ein blau!
Ohne das es neonfarbig ist hat es eine tolle Leuchtwirkung und  sticht sofort positiv ins Auge.


Passform:
Sobald man die Socken einmal angezogen hat sitzen diese wie eine Eins.
Natürlich ist es bei solchen Kompressiosnstümpfen etwas erschwerlich diese anzuziehen, aber wenn man zuerst den Fuß, dann die Ferse und anschließend die Wade anzieht geht es relativ reibungslos und zügig.

Hierbei hilft auch die Größentabelle anhand derer man die benötigte Größe ermittelt. Hierzu wird zum einen der Knöchelumfang und der Wadenumfang gemessen und dann noch mit der richtigen Schuhgröße die Größe ausgewählt. Mit diesem System ist gewährleistet das die Socken gut sitzen und nicht rutschen. So hatte ich während des gesamten Testzeitraums nicht einmal ein Problem mit der Passform.

Für eine gute Passform sind auch im Fuß- und Fersenbereich verstärkende Details eingearbeitet. Diese stützen den Fuß noch etwas besser und sorgen dafür das die Socken richtig sitzen.
Damit diese auch entsprechend sitzen gibt es natürlich auch einen linken und einen rechten Socken. Diese sind auch mit einem L und R gekennzeichnet.


Trageverhalten:
Wie bereits geschrieben sind bei mir die Socken an der Wade nicht gerutscht oder am Fuß gestaucht worden. Auch eine Reiben oder Scheuern hat nicht stattgefunden.
Stattdessen sitzen die Socken einfach an ihrem vorgesehenen Platz am Bein, stören nicht und drängen sich beim Laufen auch nicht auf.


Kompression:
Zu beginn des anziehens denkt man noch dass die Kompressions extrem stark ist weil man sie so erschwerlich über die Waden bekommt. Sobald man dann jedoch los gelaufen ist und im Flow ist bemerkt man gar nicht mehr, dass man diese anhat.
Bemerken tue ich sie dann meist erst nach 30 km oder nach der Ankunft zuhause. Zum einen bin ich schon etwas anfällig für Wadenkrämpfe und bei Km 30 merkte ich dann schon früher den einen oder anderen kleinen Zieher in der Wade. Dies ist jedoch bei meinen Trainingsläufen nicht vorgekommen. Stattdessen hatte ich bei meinem Bienwald-Marathon erst bei Km 41 zwei kleine Krämpfe in der rechten Wade.
Nach der Ankunft bemerke ich die Socken nur weil sich meine Beine unterhalb des Knies dann so frisch anfühlen. Es ist ein Gefühl wie wenn man sie frei lässt. So hatte ich hier auch immer ein richtig gutes Gefühl und nie Probleme.
Aber wie man schon angedeutet bemerken kann ist die Kompression schon ziemlich stark. Für Einsteiger und Tester würde ich erstmal eine schwächere Version empfehlen, z.B. die regular Kompressionsstrümpfe.


Preis:
Mit knapp 50€ pro Paar sind die Socken nicht gerade günstig.
Jedoch halten sie was sie versprechen und das auch noch nach einigen langen Läufen und harten Wäscheeinheiten.


Fazit:
Natürlich ist es immer eine Philosophiefrage ob man an die leistungssteigernde Wirkung von Kompressionskleidung glaubt und auch mit der Laufen gehen will oder Sport macht. Für diejenigen welche jedoch von der Wirkung überzeugt sind bieten diese Socken eine richtig gute Alternative!


Auch wenn mir die Socken kostenlos zur Verfügung gestellt wurden hatte o-motion keinen Einfluss auf mein Testurteil.

In den nächsten Wochen werde ich nun noch die calf tubes, die keinen Fussanteil haben testen und dann darüber berichten.

Bis dahin:
Was haltet ihr von Kompressionskleidung und welche tragt ihr?

Markus

Montag, 17. März 2014

Testbericht - Reebok ZigTech AT Laufjacke

Hallo,

vor einiger Zeit musste ich bei einem Schnäppchen mal wieder zuschlagen und mir eine schicke und funktionelle Laufjacke kaufen. Wichtig war mir bei der Jacke, dass sie sowohl für die kälteren Tage wie auch für die Übergangszeit im Frühjahr und Herbst einsetzbar ist. Außerdem wollte ich auch mal eine Jacke in einem Farbton haben der etwas mehr auffallend ist. Bisher hatte ich nur dunkle Jacken.

Meine Wahl fiel dann auf eine Jacke von Reebok und zwar die ZigTech AT Laufjacke in gelb. An den Seiten hat diese Jacke einige modische blaue Elemente, anonsten ist diese einfarbig.
Die Jacke habe ich mir, der zwischen Größe S und M hin und her wechselt in Größe S gekauft. Und diese obwohl es sich hierbei um eine SlimFit Jacke handelt. Allerdings mag ich es auch nicht so gerne wenn diese an mir herumhängt wie ein Sack, dann doch lieber ein wenig zu eng.




Tragekomfort:
Die Jacke sitzt sehr gut an meinem Körper. Das im Bereich des Oberkörpers innen angebrachte performierte Innenfutter zwickt nicht und bildet auch keine lästigen Falten oder verzieht das Laufshirt.
Allerdings ist dieses Innenfutter an den Ärmeln nicht vorhanden. Damit liegen die Ärmel direkt an dem Kunststoffgemsich auf. Dies kann beim Schwitzen etwas unangenehm sein.

Eignung:
Aufgrund des späten Kaufs in diesem "Winter" und den aktuellen Temperaturen konnte ich die Jacke bei weniger als 5°C noch nicht testen. Aber aufgrund meiner Erfahrung ist sie wahrscheinlich auch dafür noch geeignet. Schätzen würde ich dass die Jacke bis etwa 0  bis -5°C getragen werden kann ehe zu dünn ist.
Bisher trug ich die Jacke also eher bei frühlingshaften Temperaturen. Dafür ist sie bestens geeignet. Allerdings bei mehr als 15°C auch schnell zu warm. Aufgrund der elastischen Armabschlüsse lässt sich die Jacke jedoch ganz leicht auch während des Laufs nach oben hochschlagen. Somit ist sie auch dann tragbar.

Aussehen:
Natürlich ist der Geschmack immer subjektiv, aber mir persönlich gefällt der Style der Jacke. Sonst hätte ich sie wohl auch nicht gekauft.
Mit seinen optischem Elementen an den Ärmeln sieht die Jacke auch gleich richtig schnell aus. Und mit seiner grellen gelben Farbe wirkt die Jacke schon von weitem. Dies gefällt mir vor allem in der dunkleren Zeiten sehr gut.

Fazit:
Für einen Preis von aktuell unter 30€ bekommt man eine gute Laufjacke für die Übergangszeit. Bisher habe ich zwar mit Reebok im Laufbereich noch keine Erfahrungen gemacht aber der erste Eindruck hat mich überzeugt!

Bis dahin:
Eine schöne Woche

Markus

Samstag, 15. März 2014

Regeneration

Hallo,

vielen Dank für eure lieben Kommentare und Anmerkungen zu meinem Marathonbericht vom Bienwald-Marathon.Und ja, ich weiß dass mein kleiner wirklich traumhaft ist und den gebe ich auch nie mehr her :-)

Nach dem Marathon war jetzt erst mal Regeneration angesagt. Kraft tanken, den Körper seine Energie zurückholen, Flüssigkeitsreserven wieder auffüllen und kleinere Wehwehchen behandeln.
Aber das hat in den letzten Tagen echt gut geklappt. Aber wieso auch nicht, hatte ich doch die ganze Woche bei diesem traumhaften Wetter Urlaub. So konnte ich mich ausruhen, ein wenig Gartenarbeit erledigen, mit meinem Kleinen Zeit verbringen, daheim mithelfen und vor allem die Sonne ausgiebig zum Sonnenbaden nutzen. Natürlich inklusive dem ersten Sonnenbrand und den ersten braunen Körperstellen.

Aber was habe ich nun sportlich nach dem Marathon gemacht?
Nun, zu allererst steht für mich am Folgetag, egal wie hart es ist, ein gemütlicher Lauf zum Auslaufen an. Und wenn ich hier gemütlich sage meine ich das ausnahmsweise auch so. 5 min/km bin ich wirklich schon lange nicht mehr gelaufen. Und schneller wäre auch nicht gegangen. Und dann auch nur gute 8 km. Und egal wie schmerzhaft dieser eine Lauf ist, ab diesem Tag ging es mit meiner Fitness wieder so rapide bergauf.
Aber vielleicht gehört zur ganzen Wahrheit auch das Carboloading am Montag Abend mit "all you can eat" bei einer amerikanischen Burgerkette.
Auf jeden Fall bin ich am Mittwoch dann wieder laufen gewesen und dieses Mal schon komplett beschwerdefrei! Kein ziehen mehr im Oberschenkel, kein schlappes Gefühl mehr, sondern einfach reiner Laufgenuss! So gut, dass ich Donnerstag sogar schon wieder eine Sprintrunde über knapp 5 km einlegen konnte. Und zwar fast mit Bestzeit über diese Runde.

Zwar könnte ich jetzt einfach weiter trainieren und laufen wie vor dem Marathon auch, aber ich weiß auch dass sich das alles ganz schnell wieder ändern kann. Deshalb mache ich jetzt weiterhin erstmal langsam und werde mein Training auch erst langsam wieder steigern. Bis zum nächsten (geplanten) Wettkampf, einem 6h Lauf, habe ich noch 1 1/2 Monate Zeit. Und das wird dann sowieso eine ganz neuer Herausforderung und Erfahrung.

Bis dahin:
Ruhepausen sind auch wichtig

Markus

Dienstag, 11. März 2014

Mein Bienwald Marathon 2014

Hallo,

nachdem der erste Frust sich nun gelegt hat dass ich es nicht geschafft habe eine persönliche Bestzeit beim diesjährigen Bienwald Marathon zu erzielen möchte ich kurz von diesem Tag berichten. Vielleicht wird es aber auch länger ;-)

Nach einem sehr frühen Start am Sonntag Morgen erreichten wir, meine Frau und mein Sohn, gegen halb 9 das Start- und Zielgelände in Kandel. Dort war schon mächtig was los. So viele Menschen sieht das doch sehr beschauliche Dorf, oder doch schon Stadt, wahrscheinlich nur an diesem Sonntag im Jahr. Trotzdem lief an diesem Morgen alles problemlos. Vom Einweisen in einen nahe gelegen Parkplatz über die sehr schnelle Abholung der Startunterlagen bis zum Zurechtfinden auf dem überschaubaren Areal.
Für 30€ kann man als Voranmelder einen Marathon laufen und erhält in diesem preis sogar noch ein Funktionsshirt von Saucony. Für 3€ extra kann man sich dann auch noch eine Medaille kaufen.
Schon am Morgen vor dem Start lachte mich das Essenbuffet an. Dort gab es leckere warme Speisen, aber vor allem über 100 hausgemachte Kuchen. Da muss doch wohl noch was übrig sein bis ich ins Ziel komme?


 Bild 1: Vor dem Start



Um 10h ging es dann nachdem ich mich kurz warm gemacht habe und es kurze Ansprachen der lokalen Prominenz gab gemeinsam mit den Halbmarathonläufern los. Insgesamt liefen etwas über 1800 Läufer los.
Zu Begin ging es, wie immer, erstmal sehr zügig los. Jeder wollte einen guten Platz haben an dem man frei Laufen kann. So war der erste Kilometer dann auch der schnellste im ganzen Rennverlauf.
Die Strecke führte zu Begin durch das Städtchen Kandel und dann über eine Landstraße in die nächste Ortschaft Minefeld. Nach einem Schlecker dort gab es am Ortsausgang nach 5km auch schon die erste Verpflegungsstation. Dort gab es Wasser, Tee, einen Energiedrink und Bananen, Äpfel und Mandarinen. An den letzten Verpflegungsstellen vor dem Ziel kam dann auch noch Cola als zusätzlicher Energieschub hinzu.
Die Helfer an der Ausgabe waren super eingespielt und reichten einem die gewünschten Getränke wunderbar direkt an die Strecke. Es war also kein Anhalten notwendig und konnte flüssig weitergelaufen werden. Auch darin sieht man wie eingespielt das Team rund um den Marathon durch die inzwischen 39. Auflage dieses Laufes ist.
 

Bild 2: Nach dem Start



Leider merkte ich aber schon bereits nach etwa 5-6km das es bei mir an diesem Tag nicht so rund lief. Erst zwickte ein Muskel unter der Achsel bei jedem Armzug und dann fühlte ich mich auch einfach nur schlapp. Okay, mein Frühstück war zu diesem Zeitpunkt auch schon 4 Stunden her und vielleicht hatte ich zu wenig gegessen, aber eigentlich habe ich mich verhalten wir vor jedem Marathon.

Bei Km 7 traf ich dann erneut, wie schon direkt nach dem Start, auf meine Familie. Das gab mir dann einen erneuten Schub und von da an ging es dann auch in den Bienwald.
Leider habe ich von diesem kein Bild aber ich versuche mal ihn zu beschrieben: Ein Mischwald mit großen Sumpfgebieten, sehr flach, der Wald wird sich selbst überlassen und überall liegen tote Holzstämme herum. Ein sagenhaftes Schauspiel bietet sich da einem. Und durch diesen Wald führt eine zweispurige Kreisstraße die an diesem Tag für den Verkehr gesperrt ist und wir darauf laufen dürfen. Zusätzlich nutzen noch einige Radfahrer und Inlineskater das aus und genießen das herrliche Wetter.
 

Bild 3: Nach 7km



Das hatte an diesem Tag nämlich Höchstwerte versprochen. Im Laufe des Tages sollte es noch 20°C geben. Da galt es auch genug zu trinken.
Aber erstmal hieß es auf dieser durchweg asphaltierten Straße weiterlaufen. Das Tempo war hier, nach 14km immer noch sehr gut, und nun stand auch die Entscheidung an ob man nicht doch lieber nur den Halbmarathon laufen will. Geschätzt über 2/3 der Läufer drehten hier dann auch um und liefen auf einem kürzen Stück zurück ins Ziel. Für mich ging es von nun an deutlich einsamer weiter. Bis zu diesem Zeitpunkt waren zumindest noch viele Läufer um mich herum. Aber der Wendemarke wurde es aber sehr still und einsam. Zuschauer waren komplett Mangelware. Aber dies war auch ersten vorab bekannt und zweitens logisch. Oder wer stellt sich schon Sonntags mitten in den Wald?
Nur an den Verpflegungsstellen, auch denen vom Rückweg, gab es aufmunterte Worte oder eine kleine, aber feine, La-Ola-Welle.
Bei Km17 stand dann auch eine Guggenmusikband. Hier war dann auch etwas Stimmung. Nach unserer Wende etwa bei Km18 kamen wir dann auch bei Km19 nochmals hier vorbei. Von nun an ging es auf der Kreisstraße zurück.
Bei Km21 ging es dann nochmals in eine andere Straße ab um die zusätzlichen Kilometer zu laufen. Die Halbmarathonmarke durchlief ich dann bei 1:27h. Also alles noch voll im Plan. Allerdings wurden meine Kilometerzeiten schon langsamer.  Bei Km26 stand dann erneut ein Wendepunkt an und da sah ich die 3h Pacemaker schon nur noch 200m hinter mir. In diesen Moment wusste ich schon, dass ich mein Ziel nicht erreichen würde. Jetzt versuchte ich es noch mit Anstand nach hause zu laufen.  
Als ersten Schritt genehmigte ich mir nun an den allen 5km aufgebauten Verpflegungsstellen mehr Zeit, d.h. auch mehr Getränke und etwas zu essen. Durch die Hitze und das Schlappfühlen schon zu Begin war ich nämlich bereits hier nach 2/3 des Marathons merklich ausgepowert. Diesmal kam der Mann mit dem Hammer nicht erst nach 30 oder 33km sondern eben bereits merklich früher. So lief ich dann mit über 5Min/km langsam aber doch konstant in Richtung Ziel. Jedoch immer wenn mir mein Körper signalisierte es geht jetzt grad nimmer legte ich auch ein paar Gehschritte ein. Lieber so wie das ich im Wald liege!
 

Bild 4: Beim Einlauf ins Stadion



Und so wusste ich auch dann bereits bei Km 36, dass es auch keine persönliche Bestzeit werden würde. Von da an ging es meinem Körper sowieso fast nur noch darum anzukommen.
Bei Km40 kamen dann als ob es nicht schon reichte leichte Wadenkrämpfe hinzu. Aber ich versuchte doch tapfer durchzulaufen. Als ich dann nach 42km endlich die Tartanbahn als Ziel erkannte galt es nur noch den Applaus der Zuschauer aufzusaugen und nach einer ¾ Runde auf der Bahn glücklich, aber geschafft ins Ziel und in die Arme meine Liebsten zu laufen.
Dort war ich dann nach 3:13:23h. Das bedeutet Platz 75 und Platz 15 in meiner AK. 
 

Bild 5: Zieldurchlauf



Im Ziel musste ich mich dann erstmal ausruhen und ordentlich was trinken. Ich war zwar etwas enttäuscht das es nicht hat sein sollen aber zu allererst mal glücklich das ich hier sein durfte.
 

Bild 6: Im Ziel überglücklich aber geschafft

Erst nachdem ich dann geduscht war und mir Kuchen und Fleischkäse gegönnt hatte wuchs die Enttäuschung. Und schon da war mir klar: Das hier heute war nicht das Ende meiner Fahnenstange. Und die nächsten Jahre werde ich einfach mal schauen was kommt.
Ursachen und Ausreden könnte ich jetzt viele finden. Von dem Wind der immer von vorne kam (tat er das wirklich?), über zu wenig trainiert im Vorgang (450km dieses Jahr) bis hin zu einen unzureichenden Ernährung im Vorfeld…
Aber wenn ich ehrlich zu mir selbst bin war es halt einfach nicht mein Tag! Und das ist okay so. Und da danke ich auch allen lieben Kommentaren der letzten Tage nach meinen Zieldurchlauf!


Kurzbewertung:

Strecke:
Sehr flach, bestzeitentauglich, durchweg asphaltiert

Organisation:
Vorbildlich, familiär, absolut keine Mängel

Stimmung:
Am Start und Ziel und am Naturfreundehaus nach 7km sehr gut. In den Ortschaften und Verpflegungsständen vorhanden. Ansonsten tote Hose.

Verpflegung:
Wasser, Tee, Iso, gegen Ende auch Cola und im Ziel alkoholfreies Bier. Dazu Bananen, Mandarinen und Äpfel. Tolles Kuchenbuffet im Ziel.


Bis dann:
Es gibt wichtigeres im Leben als eine Bestzeit!

Markus


Sonntag, 9. März 2014

Gefinisht

Hallo,

leider lief es nicht ganz so gut wie geplant und gewünscht aber im Endeffekt war mir meine Gesundheit wichtiger wie eine tolle Zeit und so bin ich nach 3:13:23h ins Ziel gelaufen.
Jetzt gehts erstmal nach Hause und dann folgt die Tage ein ausführlicher Bericht.

Bis dahin:
Das Leben geht weiter

Markus

Freitag, 7. März 2014

Rituale

Hallo,

so, nun sind es noch etwa 50 Stunden bis zum Startschuss in Kandel.
Jetzt heißt es Ruhe zu bewahren, auf sich selbst zu vertrauen und mit einer positiven Stimmung anzureisen und ins Rennen zu gehen. Dabei werden mir auch eure zahlreichen Kommentare im letzten Artikel helfen. Vielen Dank!

Mein Ablauf in den nächsten zwei Tagen ist genau geplant. Exakt so wie bei den anderen langen Läufen im Wettkampftempo zuvor auch. In etwa sieht das dann so aus:

In der Woche vor dem Marathon wird möglichst auf Kohlenhydrate verzichtet und zwei Mal gelaufen. Davon auch einige Kilometer im Wettkampftempo aber im Gesamten so, dass man sich nicht verausgabt!

Der zweite Lauf in der Woche findet immer zwei Tage vor dem Wettkampf statt. Entsprechend werde ich heute nach Feierabend nochmals laufen gehen dürfen. Jeder Lauf etwa 10 km oder etwas mehr. Maximal eine Stunde Laufzeit.

Außerdem muss ab heute viel getrunken werden um bereits alle Flüssigkeitsreserven zu füllen.
Genauso wichtig ist ab heute Abend, nach dem zweiten Lauf, die Kohlenhydratspeicher wieder zu füllen. Dafür gibt es heute leckere Lasagne nach hausgemachter Art, morgen früh dann eine große Portion Müsli und morgen dann noch Nudeln mit Pesto. Am Sonntag Morgen werde ich dann nur noch eine kleine Portion Müsli essen.

Natürlich ist es auch wichtig mit einem entspannten Körper in den Lauf zu gehen. Entsprechend sollten die Beine nicht schwer sein. Deshalb werde ich versuchen morgen nicht all zu viel zu stehen und mir die Beine etwas zu massieren oder mit Franzbranntwein zu massieren.
Dazu gehört aber auch eine ingesamt gelockerte Muskulatur. Sehr verspannt bin ich meist am oberen Rücken und den Schultern. Daher freue ich mich auch schon auf die ein oder andere Massage meiner Frau in den nächsten beiden Tagen :-)

Des weiteren gilt es bereits morgen alle Utensilien für Sonntag zu richten und zu verstauen damit am Sonntag Morgen keine Hektik ausbricht. Also muss die Laufuhr und der iPod aufgeladen werden, die Klamotten herausgesucht werden, Wechselklamotten gerichtet werden, alles fürs Baby verstaut werden und auch entsprechende Nahrung und Getränke gerichtet werden.
Alles eigentlich selbstverständlich, aber wie schnell vergißt man etwas. Daher starte ich damit eher früher.

Da es am Sonntag mit bis zu 19°C ziemlich warm werden soll steht für mich auch schon fest, dass ich mit kurzer Hose und T-Shirt starten werden. Dazu wird es Kompressionsstrümpfe geben und als Schuhe meine Saucony Kinvara 3. Das wird wohl ihr letzter Lauf werden da sie bereits ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden sind durch viele hundert Laufkilometer.

So, wie ihr seht, die Planung steht, jetzt fehlt nur noch die Umsetzung. Aber egal was passiert, ob es sehr gut läuft oder überhaupt nicht so wie geplant, es wird nicht meiner letzter Lauf sein und vor allem: Das Leben geht weiter!

Bis dahin:
Ich freue mich!

Markus

Dienstag, 4. März 2014

Nervosität

Hallo,

die Tage vor dem Marathon sind die schlimmsten!
Nicht nur das ich mich nicht im gewohnten Umfang laufend betätigen darf zwecks Regneration - nein, auch die Nervosität steigt ins unermäßliche. Fragen über Fragen schwirren durch meinen Kopf:

- Werde ich den kompletten Marathon schaffen?
- Bin ich wirklich wieder gesund (genug)?
- Schaffe ich eine neue Bestzeit?
- Laufe ich sogar unter 3h?
- Klappt am Sonntag Morgen die Anreise ohne Probleme?
- Wird es nicht zu kalt sein?
- Soll ich nicht doch nur den Halbmarathon laufen und spontan auf der Strecke umdrehen?
- Werden die langen einsamen Strecken im Bienwald mich ausreichend pushen oder werde ich daran einbrechen?
- Was ziehe ich an?
- Wird während des Laufs mit Frau und Kind alles klappen?


Wie ihr seht gibt es momentan soviele unbestimmte Faktoren bei mir das ich mich fast verrückt mache. Ich will nur noch laufen und es hinter mir bringen.
Selbst vor meinem ersten Marathon war ich nicht so aufgeregt, da war ich einfach nur blauäugig und unvoreingenommen. Aber jetzt beim inzwischen 9. Marathon weiß ich eben auch was auf mich zukommen wird.


Aber um hier keinen falschen Eindruck zu hinterlassen: Ich freue mich auf Sonntag. Ich will zeigen, dass ich gut trainiert habe! Und wenn es am Sonntag nicht klappt weiß ich eben auch dass es noch andere Tage und Momente geben wird, bei denen es besser laufen kann und auch wird!

Auf jeden Fall sind es nun bin Sonntag nur noch zwei Läufe: Einen heute, zwischenzeitlich etwas zügiger, aber im gesamten nicht zu schnell und einen nochmal an Freitag um die Beine locker zu bekommen. Beide Läufe über 10 - 13km. Also ohne hier in einen Bereich zu laufen in dem ich zuviel Energie verbrauche.

Bis dahin:
Noch irgendwelche Tipps?

Markus