Mittwoch, 10. April 2013

Zürich Marathon 2013

Hallo,

nachdem ich am Wochenende beim 11. Zürich Marathon mitgelaufen bin und mir davon auch noch die Beine schmerzen möchte ich nun einen Bericht über diese Veranstaltung schreiben.

Neben dem Marathon (etwa 3000 Teilnehmer) gibt es noch einen Teamrun (4 Läufer auf der Marathondistanz) und einen Cityrun (10km). Insgesamt kommt man so auf etwa knapp 9000 Läufer dieses Jahr.
Der Marathon ist kein reiner Stadtlauf, denn weite Teile davon führen entlang des schönes Zürichsees bis nach Meilen.

Es gibt die zwei Tage vor dem Marathon eine Marathonmesse in der Saalsporthalle. Diese befindet sich etwa 2km entfernt vom Start- und Zielgelände. Etwas zu weit für meinen Geschmack sofern man weiß, dass dort am Marathontag (Sonntag) auch die meisten Duschen aufzufinden sind (auch wenn es einen Shuttlebus gibt).
Die Messe ist an sich nichts Besonderes. Nicht besonders groß und ich hatte dieses Mal auch keine Lust mich umzuschauen, aber scheinbar gab es ganz gute Angebote dort.
Seine Startunterlagen erhält man zusammen mit einem Kleidersack, eine Coupon zum Abholen der Klamotten durch eine andere Person, ein Coupon für eine Portion Nudeln (eine weitere kostet happige 12 Franken), jede Menge Papier mit Werbung, einem Gutschein für eine Therme in Zürich, eine kleine Portion Nudeln, eine 0,5l Flasche Wasser und zwei kleine Probierportionen Müsli.
Außerdem kann man das Finisher-Shirt und die Finisher-Medaille bewundern. Beides erhält man jedoch erst nach durchqueren der Ziellinie. Eine sehr gute Idee!
Trotz allem ist der Preis für den Marathon mit etwa 95Euro für „Normal-Anmelder“ ziemlich teuer!

Der Start ist morgens um 08:30h. Ziemlich früh. Und auch der Zielschluss nach 05:30h ist kurz angesetzt. Beides rührt davon, dass die Innenstadt so schnell wie möglich wieder für den Verkehr freigegeben werden soll.
Vor dem Start ist kein großartiges Programm und auch einen Countdown zum Start gab es nicht. Aber es ging zumindest pünktlich los.

Vor dem Start stand jedoch erstmal die Abgabe des Kleidersack an. Dies erfolgte in Bahnwaggongs etwa 700m vom Start- und Zielgelände entfernt. Und das muss ich an dieser Stelle einfach kritisieren! Das war einfach zu weit weg. Man hätte auch entsprechende Zelte am Zielbereich aufstellen können anstatt dort Verkaufsstände für Würste oder Promotionsstände für Radios aufzubauen. Am Sonntag hatte es max. 2°C und alle Läufer haben gefroren. Und dies war nach der Zielüberquerung nur noch schlimmer, da man dann nass und entkräftet noch dorthin laufen musste. Zumindest windundurchlässige Folien im Ziel hätte es geben müssen!

Dann jedoch der Start. Und los ging die Reise. Die ersten 10km war ein Rundkurs durch Zürich. Jedoch ohne zu viele Kurven oder gar Steigungen. Nach diesen 10km ist man wieder im Zielbereich. Anschließend führt die Runde von Km 11 bis Km 25 entlang des Zürichsees (manchmal auch nur in 2. Reihe davon) bis zur Seestadt Meilen. Unterwegs kommen einem die ganz schnellen Spitzenläufer irgendwann entgegen. Außerdem gab es etwa 6 Bands die Musik spielten. An einigen Punkten standen auch ein paar Zuschauer. Leider nicht allzu viele, aber dies war bestimmt auch dem Wetter geschuldet.
Die Strecke hinab nach Meilen ist recht flach, wobei man durchaus ab und an das Gefühl hat, dass es etwas bergan oder –ab geht.
Eine wirkliche, wenn auch nur kurze Steigung, gibt dann jedoch erst am Wendepunkt in Meilen. Dort geht es etwa 150m bergan. Hierbei wird man von vielen Zuschauern unterstütz. Außerdem geht der Lauf durch ein Festzelt. Als ich dort durchlief war im Zelt aber gar nix los.
Anschließend, nach dem ebenso großen Gefälle, läuft man auf der selben Straße den langsameren Läufern entgegen. Für diese Art der Straßenteilung ist die Straße ausreichend breit. Zumindest in meiner Läuferregion. Als mir die Läufer mit Zielzeiten zwischen 4h und 4:30h entgegen kamen hatte ich schon das Gefühl, dass es dort sehr eng ist.
Bei Km38 läuft man dann wieder in Zürich ein. Dort ist dann auch spürbar mehr Stimmung.
Die letzten 6km sind dann zum Genießen. Auch der Empfang im Zielgelände ist sehr stimmig. Schön ist auch, dass es für den Marathon und den Teamrun getrennte Zieldurchläufe gibt. So wird jeder Marathonläufer gewürdigt.

Im Ziel bekommt jeder eine Flasche Wasser in die Hand gedrückt und kann Birnenbrot, Powerriegel oder Äpfel bekommen. Außerdem gibt es Rivella. Und wenn man nett fragt bekommt man nochmals eine Flasche Wasser. Na immerhin…

Außerdem erhält man natürlich seine Finisher-Medaille und das Finsiher-Shirt in seiner Größe wie bestellt.

Zur Verpflegung unterwegs: Zu trinken gibt es alle 3,5km etwas. Außerdem an den meisten Ständen Bananen. Ab und an gibt es dann auch ein isotonisches Getränk, Powerriegel oder –gels. Bei den letzten beiden Verpflegungen erhält man dann auch Cola für den letzten Energieschub. An sich alles ganz gut. Nur zwei Dinge gibt es etwas zu kritisieren:
Wasser gibt es immer in 0,5l Flaschen. Wer benötigt denn so große Mengen Wasser? Über 2/3 schmeißt jeder weg. Muss das sein?
Im Gegensatz dazu sind in den Bechern der isotonischen Getränke und am Ende Cola nur der Boden aufgefüllt. Das war eindeutig zu wenig.

Der Weg zum Kleiderdepot war anschließend gefühlt noch viel länger. Und kälter. Und es konnte mir erstmal niemand sagen wo es Duschen gibt.
Habe dann einen Shuttlebus erwischt. Dieser fuhr zur Saalsporthalle. Und zwar etwa alle 10min. Dort konnte ich duschen und endlich in etwas warmes schlüpfen.


Kurzbewertung:

Strecke:
Tolle Mischung aus Stadt- und Landschaftslauf. Relativ eben und schnell! Windanfällig wenn direkt am See gelaufen wird.

Organisation:
Verbesserungswürdig. Stichpunkte: Kleiderdepot, duschen, Zielbereich

Verpflegung:
Alles in allem ok. Hätte gerade im Ziel mehr und mit Sitzmöglichkeiten sein dürfen

Stimmung:
In Zürich top! Unterstützung durch Zuschauer auch mit Namen der auf der Startnummer aufgedruckt ist.
Zwischendrin am See dagegen sehr ruhig.


Bilder:
Bild 1: Spitzengruppe bei Km1


Bild 2: Ich bei Km 11


Bild 3: Ich bei Km 39



Bis dahin:
Erfolg hast du wenn du ins Ziel kommst!

Markus

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