Donnerstag, 2. Februar 2017

Rückblick Januar

Hallo,

ein Zwölftel des Jahres ist schon wieder ad acta gelegt. Man, ging das schnell und ich denke so gut bin ich noch nie ins Jahr gestartet. Sportlich gesehen. 
So fing es noch mit einer harmlosen 15 km Runde an Neujahr an. Doch schon in der ersten Arbeitswoche beschloss ich einfach auch im Winter wenn möglich einmal pro Woche zur Arbeit und zurück zu laufen. Auf dem schnellsten Weg 16 km einfach. 
Gerade in der schneereichen Phase Mitte Januar wurde das dann noch anstrengend und ich musste bei klirrender Kälte dann auch gezwungenermaßen eine lange Hose aus der Schublade holen damit mein Oberschenkel warm bleibt und nicht verhärtet. 
Zwischendrin gab es einen wunderschönen Halbmarathon an einem frühen Sonntagmorgen. Meist auf Wegen an denen noch keiner seine Spuren im Schnee hinterlassen hatte und wenn dann waren es doch nur Langlaufski die man hier dann doch sehr selten sieht. Aber jemanden mit den Ski an konnte ich nicht entdecken. 
Nach einer weiteren trainingsreichen Woche stand dann noch der komplette Rößleweg an. Das wurde dann erst zum zweiten Mal überhaupt eine Woche mit mehr als 100 Laufkilometer. Trotzdem habe ich das gut weggesteckt und lief weiter. Nicht täglich, aber wenn dann doch mehr wie im alten Jahr. 
Zwischendrin immer mal wieder eine etwas andere Einheit wie z.B. die als ich nach der Arbeit meinte auf 10 Kilometer 500 Höhenmeter abreißen zu müssen. Ganz doofe Idee. Zumindest währenddessen. Danach war's geil.
Oder die als ich den Heimweg von der Arbeit einfach ausbaute und aus den 16 Kilometer einfach einen Halbmarathon machte.
Zum 31.1. dann die dümmste Idee und die schnellste dazu. Einfach mal die Mittagspause genutzt und auf das arbeitseigene Laufband gestiegen. Vollgas war angesagt. Und nach 9 km stieg ich zwar völlig fertig und mit wackeligen Füßen vom Laufband, aber auch mit Schmerzen. Die Schienbeine schmerzen schrecklich. Vor allem beim Treppen hinabsteigen wie nach einem ersten Marathon. Unglaublich. Aber laufen kann ich damit weiterhin. Immerhin.
Insgesamt sind im Januar dann doch tatsächlich knapp 350 Kilometer zusammen gekommen. Ein Wahnsinnswert. Auch für mich. Ich kann mich nicht erinnern ähnlich schon einmal gelaufen zu sein. 
Aber jetzt geht der Blick wieder in die Zukunft und auf die Freue ich mich. Schauen wir mal ob es weiter so gut 



Bis dahin:
Ein guter Start reicht noch nicht

Markus

Montag, 16. Januar 2017

Erfolgreiche Umrundung zu Jahresbeginn

Hallo,

Nachdem bereits die ersten zwei Wochen des Jahres läufertechnisch wirklich rund liefen und ich Kilometer sammelte wie sonst nur zu den besten Zeiten freute ich mich sehr auf den gestrigen Sonntag.
Wieder einmal sollte es rund um Stuttgart gehen. Auf dem Rößleweg. Auf und runter, seltenst nur die Stadt sondern viel mehr durch die angrenzenden Wälder und Weinberge. 55 Km, gute 1000 Höhenmeter. Und zu allem Überdruss Neuschnee am Sonntag Morgen als ich um 6 Uhr aus dem Haus gehe. Kurz Schneeschippen zum Aufwärmen, dann ab ins Auto und nach 15 min bin ich an der Strecke.
Erstmal Stirnlampe an und dann den Weg suchen. Wenn man weiß wo man die Wegweiser suchen muss kommt man eigentlich ganz gut durch, aber gerade im Dunkeln ist das so eine Sache. Und so Beginnt die Runde. Erst durch Kleingartenanlagen, Weinberge kurz die Stadt und dann wieder Weinberge bis ich erstmalig auf die Uhr schaue. Nicht wegen der Pace sondern weil ich wusste dass 14 Kilometer von meinem Startpunkt entfernt sich gerade eine Gruppe auf den Rößleweg aufmacht die ich gerne einholen wollte. Allerdings hatte ich da wohl etwa 3 Kilometer Rückstand. Aber der Weg und auch der Tag ist lang und so mache ich mich dann auf die Verfolgung. Die ersten teilweise rutschigen und auch nicht gerade leichten Anstiege liegen hinter mir aber ich kann nun die Fußspuren ausmachen und frage mich auch bei Spaziergänger durch wie viel Vorspung die Gruppe wohl haben mag. Und als ich schon langsamer machen wollte um ein paar Körner zu sparen sehe ich die Gruppe gerade eine Pause machen. 10 Kilometer habe ich benötigt um diese einzuholen. Von da an sinsd wir 15 Läufer die sich auf die Eroberung von Stuttgart machen. Und ich bin nach bereits gelaufenen 24 Kilometer froh etwas langsamer machen zu können.
Von nun an ging es langsam aber Beständig bergan bis wir dann bei Km 33 den höchsten Punkt der Strecke erreicht hatten. Und genau da kommt die Sonne heraus. Nach eine Stärkung und einer Fotopause geht es weiter
Jetzt sollte es 6 km bis ins Tal gehen aber nur um Anlauf zu nehmen zu den nächsten Anstiegen. Nachdem bereits einige Läufer ausgestiegen sind und andere dazustoßen wird es nie langweilig unterwegs und mir wird bewusst das ich wohl durchlaufen "muss". Denn jede Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel würde nun länger dauern wie durch zu laufen. Auch wenn wir an wirklich vielen möglichen Ein und Ausstiegspunkten vorbeikommen.
Den nächsten Anstieg hoch zur Marathonmarke kann ich noch laufen, doch merke ich schon leichte Krämpfe in den Waden. Da es meinen Mitläufern auch nicht viel besser geht werde ich immerhin nicht abgehängt als ich beschließe die Anstiege nur noch zügig zu spazieren. Gerade die nun kommenden Treppen lassen mich verzweifeln. Selten war es so anstregend. Aber oben offenbart sich wieder ein herrlicher Ausblick auf die Kessellage von Stuttgart.
Dann geht es mal raus aus dem Wald den wir nun kilometerlang durchquert haben, kreuzen für einige Zeit die Stadt und machen uns zu meinem vermeintlich letzten Anstieg auf. Auf schneebedeckten Kopfsteinpflaster läuft dann aber niemand mehr und mir fällt auf das ich meine Uhr zwischendurch gestoppt hatte. So fehlt mir wohl ein knapper Kilometer. Dann gibt's noch einen Verpflegungspunkt von einem Mitläufer aber da kann ich schon den Neckar sehen und damit auch schon fast den Parkplatz. Beschwingt geht es auf zu den letzten 3 Kilometer. Hauptsächlich durch Weinberge hinunter. Eine Blase am großen Zeh behindert mich zwar schon einige Zeit aber jetzt gilt es auf die Zähne zu beißen und mich dann bei der Neckarüberquerung den von Mitläufern zu verabschieden die nun auf ihre letzten 14 Kilometer gehen werden.
Beschwingt laufe ich auf dem Parkplatz ein und habe es bei meinem 4. Anlauf endlich komplett rum geschafft:



Zuhause werde ich mit einer warmen Badewanne und leckerem Essen verwöhnt und um Eins stehe ich bereit für einen Winterspaziergang schon wieder draußen um genieße den restlichen Tag mit meiner Familie. 



Bis dahin:
Wer kommt nächstes Mal mit?

Markus

Montag, 2. Januar 2017

Jahresabschlusslauf 2016

Hallo,

wie angekündigt wollte ich die letzten Kilometer des Jahres 2016 beim Silvesterlauf in Bietigheim laufen. 11,1 Kilometer durch die Altstadt und die eigentlich ruhigen Talauen. Wäre da nicht die 18.000 Zuschauer an der Strecke die, gerade in der Innenstadt, mehr reihig stehen. Da es bereits meine fünfte Teilnahme ist kannte ich die Strecke mit ihren 4 Anstiegen doch recht gut. Trotzdem, oder vielleicht genau des wegen, wollte ich dieses Mal testen zu was ich noch in der Lage bin. War ich doch seit meiner ersten Teilnahme jedes Jahr etwas langsamer geworden. Zwar auf hohem Niveau, aber vielleicht kann man einen Trend auch umkehren?
Es galt eine Zeit von 42:31 min zu schlagen - meine aktuelle Bestzeit. Oder zumindest unter der langsamsten Zeit von 43:20 min zu bleiben.
Das dies nur mit Vollgas von Beginn an möglich sein würde war mir klar.

Die Bedingungen passten, herrlicher Sonnenschein und etwa -3°C, eine absolut saubere Strecke und kurz vor dem Start noch eine Jacke ausgezogen um in Langarm-Shirt und kurzen Hosen nicht zu überhitzen.
Der Startschuss fällt und ich, etwa in der 10. Reihe, renne los. Doch schon auf Höhe der Startmatte fast wieder Stillstand. Ein Sturz vor mir bringt die Masse von 3.500 Läufern zum Bremsen. Gerade noch ausgewichen und dann los geht. Die erste Steigung wartet und als wir oben sind (lächerliche 20 Höhenmeter) will ich eigentlich schon langsam machen. Aber die Pace von 3:50 min auf den ersten Kilometer löst in mir positive Gefühle aus. Wenn es so weiter geht träume ich ...
und so geht es weiter.. 3:31 min und 3:36 min sind die nächsten beiden Kilometer. Dann der zweite Anstieg. Wieder nur etwas über 20 Höhenmeter. Aber diesmal dann doch knapp über 4 min den Kilometer. Dafür geht es jetzt Richtung Ziel und auf die 2., etwas längere, Runde. Vorgenommen hatte ich mir bis dahin 19:30 min. In unter 19 min laufe ich durch und weiß heute geht was.
Die Kilometer zwischen 4 und 8 pendeln sich zwischen 3:40 und 4 min ein. Wieder unter vier als es den dritten Anstieg hoch geht. Jetzt nochmal 2 Kilometer flach und dann der finale Anstieg.
Lange schon laufe ich in 10 bis 15 Meter Abstand hinter einer 3er Gruppe her. 500 Metervor dem Anstieg habe ich sie dann erreicht und hänge mich dran. Doch zu Beginn dieses werden sie langsamer. Zumindest gefühlt. Ich ziehe einfach vorbei und gehe auf Risiko. Noch zwei Kilometer.  Dabei sprinte ich diesen mit 3:51 min/km nach oben und als ich das 10 Kilometer Schild nach 38 min passiere weiß ich das nicht mehr viel passieren kann. Mich übersprintet noch einer und ich lasse es bergab zum Ziel einfach rollen. 3:31 min zeigt der letzte Kilometer an als ich den Zielbogen sehe. Jetzt alles zusammen nehmen und die Uhr bleibt bei 42:03 min stehen.
Völlig platt und glücklich genehmige ich mir einen warmen Tee und bin dann froh mir was warmes anziehen zu können und bald darauf auch im warmen zu sein.
Ich kann es also noch. Und wie. Mit einer Pace von 3:48 min /km hätte ich niemals gerechnet und bin froh es gewagt zu haben.





Bilder: lkz.de

Bis dahin:
Ab und an darf's Vollgas sein

Markus