Freitag, 11. Oktober 2019

Aller guten Dinge sind drei

Hallo,

nach 2014 und 2016 fand nun 2019 der dritte Remstal Marathon statt. Wieder fast vor der Haustüre. Und wieder mit mir.
Während wir 2016 den Fluss abwärts liefen und es wohl mein schönster Marathon von allen war liefen wir dieses Jahr wieder den Fluss hinauf. Weg von der Heimatstadt. Irgendwie ist das Gefühl andersherum schöner. Vielleicht auch deswegen weil gerade auf der unteren Hälfte der Strecke deutlich mehr am Streckenrand los ist.
Auf jeden Fall stand ich trotzdem wieder am Start, und wie 2014 sollte es ein sehr warmer Tag werden. Und wieder einmal ließ ich mich am Start von der Masse und der Geschwindigkeit mitreisen. Ich versuchte mich zwar zu zügeln aber die Pace lag doch konstant unter 4:30 min/km. Viel zu schnell. Und viel zu wenig trainiert war ich dafür auch.
So lief es dann auch durch Ortschaft um Ortschaft und die Zuschauer peitschten einen nach vorne.  Und so kam es dass ich am ersten Treffpunkt mit der Familie zu früh dran war und wir uns verpassten. Nach weiteren 3 Kilometern war ich dann aber froh sie zu sehen und konnte wieder sorglos weiterlaufen.












Richtig schön waren unterwegs auch persönliche Anfeuerungen aus meinem Heimatdorf. (Mitlaufende) Nachbarn, Freunde und Feuerwehrkameraden standen unerwartet an der Strecke und schauten zu oder warteten auf Ihren Staffeleinsatz.
So zog ich weiter meine Kilometer und trank fleißig an jeder Station weil ich genau wusste dass die Hitze mehr nicht bekommen sollte. Und auch wenn es nur 25°C hat und die Sonne scheint, mein Körper mag Sport unter Wettkampfbedinungen gar nicht. Nur stehen bleiben oder bei etwa 1:37 h durch's Halbmarathonziel zu laufen waren (noch) keine Option.


Jedoch wurde es danach schlagartig ruhig. Über 1000 Läufer waren nun im Ziel und keine 300 liefen die ganze Strecke. Dann erstmal neu sortieren und dann Schritt für Schritt weiter und immer in Zwischenschritten denken. Also nächste Ortschaft, nächster Treffpunkt usw. Ging auch ganz gut bis Km 32. Da dachte ich dann an Km 36, dem letzten ausgemachten Treffpunkt vor dem Ziel. Aber dann ging gar nichts mehr. Auch ohne Pulsmessung wusste ich genau dass der zu hoch ist und ich dringend ruhiger machen musste. Was ich dann auch tat. Und so wechselten sich Laufen und Gehen von nun an ab. Irgendwie auch gedemütigt, aber zumindest gesund kam ich Schritt für Schritt dem Ziel näher. Und nach 3:43h war ich dann auch endlich da. Bißle mehr wie erhofft, aber geschafft. Und meinen Beinen ging es gut wie nie nach einem Marathon. Besser konnte ich auch nicht auslaufen.


Und war's dann nun mit mir und diesem Marathon? Das hängt wohl nicht von mir ab. Denn ob es eine weitere Auflage geben wird ist noch nicht sicher, aber wenn dann werde ich wohl auch ein viertes Mal am Start stehen.

Bis dahin:
Das war's noch nicht

Markus

Mittwoch, 4. September 2019

Urlaubszeit

Hallo,

Sommerzeit ist Urlaubszeit bei mir. Und so war ich auch etwas unsportlich den August über. Aber was es nicht so dass jeder auch mal eine Ruhepause benötigt. Zur Erholung und Regeneration?
Auf jeden Fall war es sehr schön. 2 Wochen Marokko standen auf dem Programm. Und dabei 3 Marrakesch Besuche. Und etwa 6 mal vor dem Frühstück laufen und 2 mal mittags. Wobei das mittags bei Temperaturen > 40°C schon sehr grenzwertig war. War es auch meist morgens schon so dass ich nie über 8 Kilometer gekommen bin.
HIer erstmal Bilder von Marrakesch um es etwas schmackhaft zu machen :-)





Und so sahen meine Laufstrecken dort aus. Sehr flach, sehr heiß. Leider auch meist sehr viel befahren, auch wenn das die Bilder nicht suggerieren:













Und dann durfte ich 2 Tage alleine in die Berge. Nicht in Marokko sondern bei Oberstdorf. Ich bin früh morgens hingefahren, um 8 Uhr los und über das Söllereck, den Feldberg, die Fiderpasshütte, die Mindelheimer Hütte bis zur Rappenseehütte gelaufen, gewandert und erschöpft angekommen. Eigentlich war an dem Tag noch mehr geplant, aber nach 4 Stunden Dauerregen und langsam ausgehender Kraft nach über 30 km und knapp 3000 HM entschloss ich mich dort zu übernachten und den anspruchsvolle Heilbronner Höhenweg erst am nächsten Morgen zu laufen.
Nach einer nicht so ruhigen Nach ging es dann auch weiter und als ich morgens als erstes die erste Steigung bewältigt hatte überraschte mich eine ganze Stienbockherde. Und dabei der Sonnenaufgang. Traumhaft. Auf dem Heilbronner Höhenweg war dann weniger an laufen zu denken sondern mehr an klettern, festhalten und nicht abrutschen, aber mit sehr viel Spaß und Freude. Trotz 2 Mal verlaufen, ich sollte eben genauer auf die Merkierungen schauen, kam ich nach 3 Stunden an der Kemptner Hütte an. Dort brachen gerade die letzten zur ihrer E5-Wanderung auf und für mich ging es mit viel zu viel Gegenverkehr ins Tal. Endlich befreites laufen. Doch das rächte sich im Tal. 6 Kilometer eben stand auf dem Programm und die Oberschenkel konnten nicht mehr. Trotzdem kam ich gut voran und über den Feldbergsee und die bereits ausgeschilderte Route des am Tag darauf startenden Transalpin-Run kam ich zurück zum Auto. Insgesamt 60 km in 2 Tagen mit über 4000 Höhenmeter hatte ich dann in den Beinen und ich war froh nach viel zu langer Heimfahrt endlich die Beine hochlegen zu dürfen. Die ließen mich dann auch die nächsten 3 Tage sehr genau wissen dass das vor allem am Tag 2 etwas zu viel war.



Und jetzt schauen wir mal dass ich wieder vernünftig laufe. Normales Terrain, normale Temperaturen und normale Strecken.

Bis dahin:
Ein schöner Sommer war das

Markus

Donnerstag, 1. August 2019

Mindestziel erreicht

Hallo,

nachdem ich in den letzten Wochen doch recht planlos und unmotiviert durch die Gegend gerannt und auch geradelt bin habe ich mal wieder eine Startnummer benötigt. Funktioniert bei mir als kleine Motivation immer ziemlich gut.

Und so startete ich vor 10 Tagen beim 24h Lauf in Dettenhausen. Mit wie immer übertriebenen Erwartungen, Hoffnungen und Wünschen auf eine hohe Kilometerzahl. Und dann ging's los und alles war schnell vergessen.
Die 1,654 km lange Runde mit ihren wenigen, aber durch merklichen, Höhenmetern schlauchte mich von Beginn an und bereits nach einem Kilometer knickte ich um. Aber ohne bleibende Schäden. Glück gehabt. Von da an versuchte ich konzentrierter zu sein. Und ausreichend zu trinken.
Die Hitze stand schon am frühen Morgen überall und dass ist genau das was ich beim Laufen überhaupt nicht vertrage. Entsprechend wurde zu Beginn jede 3.Runde aber schon bald jede 2. Runde ordentlich getrunken.
So vergingen die ersten 3 Stunden ganz gut, ich war bei deutlich über 30 km, hatte auch bereits etwas gegessen und hoffte auf einen langen Tag. Dann jedoch der erste Tiefpunkt. An Laufen war erstmal nicht mehr zu denken. Gehen, Stehen, völlig K.O. Zuckerhaltige Getränke und Speisen mussten her. Und einfach mal tief durchschnaufen. Doch dass es besser wurde kam ein Schwindel dazu. Von nun an kühlte ich mich an der Dusche an der Strecke regelmäßig ab und hörte nur noch auf meinen Körper. Und ich rechnete aus wie viele Runden es für einen Marathon braucht. 26 Stück. Das war in Runde 23. Damit war das Ziel klar. Und so brachte ich diese 3 Runden noch zu Ende, schaute dem Treiben an der Strecke noch ein Weilchen zu und fuhr dann zufrieden nach Hause. Mindestziel erreicht. Mehr musste bei diesem Wetter nicht sein.


Bis dahin:
Immerhin ein Marathon

Markus